angst um obdachlosigkeit, klage, Mietverhältnis gekündigt

6 Antworten

Am 13.06. hast du die Kündigung bekommen, aber Du bist nicht sofort ausgezogen.

Die Hausverwaltung fühlt sich missachtet. Deshalb ist man zum Rechtsanwalt gegangen, der Dir nun endgültig und vermutlich ohne Formfehler die fristlose Kündigung und ersatzweise eine fristgerechte Kündigung ausgesprochen hat.

Da Du oder die Fachstelle bis dahin nicht reagiert haben, ist diese Kündigung auch gerechtfertigt.

Die Fachstelle hat jetzt offenbar die Miete für Mai bezahlt. (Immer die älteste gilt als bezahlt), aber es fehlen dann immer noch die Mieten für 3 Monate.

Selbst wenn diese jetzt auch noch gezahlt werden, ist die Kündigung damit nicht erledigt, denn vermutlich gilt dann noch die fristgerechte, sodass Du spätestens am 31.10.2013 die Wohnung räumen musst.

Wenn Dir ein Anwalt schreibt und Du verstehst das Schreiben nicht wirklich, brauchst Du auf jeden Fall auch einen Rechtsanwalt. Nur so hast Du überhaupt eine Chance.

Am Samstag hast Du also den Brief erhalten, in dem Dir die Räumungsklage mitgeteilt wurde. Jetzt ist endgültig Feuer am Dach, denn jetzt kann es sehr schnell gehen. Vielleicht schneller als die Fachstelle in der Lage ist, Dir noch zu helfen.

Außerdem kann es sein, dass zwar die Fachstelle die Mietzahlungen übernimmt, aber aufgrund Deiner Unzuverlässigkeit dennoch die fristlose Kündigung im Rahmen der Räumungsklage aufrecht erhalten bleibt. Zahlen allein genügt also nicht. Jetzt heißt es handeln, bzw. verhandeln. Mit Vermieter, mit Rechtsanwalt und evt. mit Gericht.

Der Rechtsanwalt hat Dir auch mitgeteilt, dass der Streitwert 3569 € ist. Das heißt nicht, dass Du soviel für Gericht und Anwalt bezahlen musst. Daraus errechnen sich aber alle Gebühren, die dann irgendwo bei 1000 € sein werden. Diese musst Du am Ende zahlen, wenn die Räumungsklage erfolgreich ist, also wenn Du vor Gericht verlierst. Außerdem natürlich alle bis dahin nicht bezahlten Mieten.

seit Mai 2013 ist das Mietrecht geändert....zu Deinen Punkten...

Sicherungsanordnung für auflaufende Mieten

Wird die Räumungsklage mit der Klage auf Zahlung der rückständigen Miete verbunden (wie meist), so kann der Vermieter den Erlass einer Sicherungsanordnung für die während des Prozesses weiterhin auflaufenden Mieten verlangen**. Der Mieter muss dann für diese Mietbeträge Sicherheit (etwa durch Bankbürgschaft) leisten.** Kann er dies nicht, hat der Vermieter künftig die Möglichkeit, die Räumung der Wohnung im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes zu beantragen und so zügig einen Räumungstitel zu erhalten.

da Du bestimmte Fristen nicht eingehalten hast.. wahrscheinlich auch nicht den gesamten Mietrückstand bezahlt wird...sind Juli und August?? auch bezahlt.., wenn nicht wird eine Räumung ziemlich schnell angeordnet werden.

Herzlich dank für Ihre Antwort. also August miete ich habe bezahlt.die miete von Mai, Juni und Juli sind im Rückstand (das sind ca.1000€).aber was ist mit der Fachstelle Zusicherung passiert ? wurde das abgelehnt ?

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@BonaSera12345

:) Du schreibst...oben...,die Betrag wird bald überwiesen... überprüfe das gleich Montag...

gehe zu dem Amt/Stelle, die Dir das Zusagescheiben geschickt haben und bitte um einen Einzahlungsbeleg. Den gibst Du dann beim Anwalt ab.. lasse es Dir aber bestätigen.nicht das der ausversehen verschwindet....alles Gute :)h.

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@himako333

vielen dank ! ich glaube nicht dass die Fachstelle den Betrag bis jetzt bezahlt hast ..! sonst hätte ich eine Bestätigung bekommen !!!

und noch was bei dieses Anwalt schreiben steht das auch ich muss Streitwert 3569€ +Gerichtskosten 315€ bezahlen !!! was bedeutet das "Streitwert" für mich ?

ich glaube da stimmt was nicht weil am 08.08.2013 ich habe von Fachstelle schreiben bekommen das die mietschullden wurde Ihrem vermieter zugesichert, und dann am 17.08.2013 Räumung klage..!!

Ihre 2 Vorredner meint das ich soll zu Anwalt gehen.stimmt das ..benötige ich eine Anwalt, trotzdem wenn das Konflikt gelöst ist ?

werde ich auf Ihre Antwort warten.danke vielmals.

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@BonaSera12345

zum Streitwert ... der setzt sich aus allem Möglichen zusammmen.. schau bitte:::

Grundregel: Bei einem Urteil -muss der Unterliegende die Kosten erstatten

Kommt es in einer Streitsache zu einem Urteil, so hat im Regelfall der Unterliegende sämtliche Kosten des Verfahrens (Gerichtskosten, Anwaltskosten, sowie sonstige Kosten .. Zeugen, gerichtliche Gutachten ...) zu tragen. Das bedeutet, dass der Verlierer dem Sieger des Prozesses sowohl seine Anwaltskosten, als auch die Gerichtskosten erstatten muss. Zahlt der Unterliegenden -aus welchen Gründen auch immer- nicht, läuft dieser Erstattungsanspruch ins Leere und Anwaltskosten und Gerichtskosten sind durch den Mandanten selbst zu tragen.(z.B. bei Zahlungsunfähigkeit)

Unterliegen beide Parteien zu einem Teil, so werden die Kosten entsprechend geteilt ("gequotelt"). Die Höhe der Quote richtet sich danach, inwieweit der Klage stattgegeben wurde.

Nicht anwaltlich vertretene Parteien können dabei auch Ihre Kosten in Ansatz bringen. Dazu gehören notwendige Schreibauslagen (bis zu 0,50 €/Seite), Porti, und Verdienstausfälle bis zu 13 Euro pro Stunde.

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sollte alles bereinigt sein...kläre das unbedingt am Montag... brauchst Du keinen Anwalt

aber wenn Du einen Anwalt beauftragst und vor Gericht verlieren solltest hast Du ganz viele Schulden... die mit jedem Tag mehr werden:( da kommen dann noch die eventuellen Räumungskosten zu &&&& und alle die Schulden können gepfändet werden!!!, was manchen Arbeitgeber abschreckt... falls es sich am Montag rausstellt, weil keine Zahlung geleistet wurde... dann gilt Deine August-Miete als Mai-Miete, folglich heißt das .. Du bist die letzten 3Monate im Mietrückstand

überlege ob es dann nicht sinnvoller ist , sofort auf Whg.suche zu gehen, ggf. Freunde zu bitten vorübergehend Deine Einrichtung unterzustellen... oder eine Garage für 4Wochen zu mieten... ich wünsch Dir viel Glück

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Hallo,

so wie ich deine Ausführung verstanden habe, wurde dir die fristlose Kündigung vom Vermieter zugestellt. Nach Erhebung der Räumungsklage kannst du diese aber durch zahlung des gesamtbetrages unwirksam machen. das ist in einem zeitraum von zwei jahren aber nur einmal möglich.

des weiteren hast du geschrieben, dass es eine zweite kündigung vom anwalt gab. ich vermute ganz stark , dass es hierbei um die ordentliche Kündigung ging, sprich dir wurde auch noch gekündigt, weil du wiederholt die vertraglichen verpflichtungen verletzt hast. gegen diese ordentliche kündigung vorzugehen ist wesentlich schwieriger. Ich kann dir nur empfehlen , dass überprüfen zu lassen und zwar am besten gestern. gehe dafür zum wohnungs- und sozialamt, zur öffentlichen rechtsauskunft. dort sollten sie dir weiterhelfen können.

viel glück

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