Angst im Alltag vor Menschen, es is langsam echt schlimm....was tun?

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8 Antworten

Soziale Ängste gehen nur weg, wenn man ständig gegen sie kämpft. Jeden Tag aufs Neue. Dein Gehirn hat eine Fehlbewertung sozialer Situationen vorgenommen und suggeriert dir, dass diese gefährlich für dich sind.

Das Schlechte daran ist, dass es das ziemlich erfolgreich beherrscht und sehr überzeugend dabei ist. Das Gute ist, dass es lernfähig ist und demzufolge lernen kann, soziale Situationen auch wieder umzubewerten.

Der Weg zu einem glücklichen Leben führt nur über ständige Konfrontationen mit all den Situationen, die du am liebsten meiden würdest. Dabei zählt jeder kleine Sieg - auch wenn es sich manchmal so anfühlen mag, als würde man für einen Schritt nach vorn zwei Schritte zurück machen.

Du kannst jetzt damit beginnen: Geh' zu den Handwerkern, stell' dich breitbeinig hin (sicherer Stand) und sag' freundlich und deutlich "Hallo!" Du kannst sofort danach wieder weg gehen und musst nicht gleich ein Gespräch führen. Smalltalk übst du beim nächsten Mal:). Wenn du das "Hallo!" hinter dir hast, schau' dir in Ruhe an, was passiert ist.

Du wirst vermutlich feststellen, dass nichts Aufregendes deinem Gruß gefolgt ist. Das sag' dir nochmal ganz deutlich und sprich es aus: "Alles cool, nichts passiert, wenn man "Hallo!" sagt. Das klingt albern, aber es funktioniert. Unser Gehirn lernt Dinge, die es hört. Übst du vermutlich ständig beim Vokabellernen.

Eines ist sicher: Der Einzige, der sich sein glückliches Leben zurückholen kann, bist du. Du hast nichts zu verlieren außer deiner Angst.

Hier kannst du noch mal ein bisschen weiterlesen:

http://www.gutefrage.net/tipp/was-tun-gegen-schuechternheit

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Auch wenn sich das jetzt herzlos anhört, du musst selbst was tun, um deine Angst vor fremden Menschen zu überwinden. Geh also erstmal zu den Handwerkern und sage guten Tag- auch wenn es schwer ist, du schaffst das. Dann geh diesen Weg weiter, mach immer wieder Dinge, vor denen du zwar Angst hast, diese Angst aber der Situation überhaupt nicht angemessen ist. Sei dann mutig, du schaffst das. Ich kann dich nur ermuntern. Kopf hoch und losgehen.

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Saminathasarma 25.03.2013, 08:53

ja, hätte ich jetzt auch schreiben wollen. So schwer es sein mag ( wenn man seine Ängste in dem Moment überwinden muss), ist das tatsächlich das einzige, das langfristig hilft. Eine Bekannte von mir hatte Angst vor Menschen. Sie traute sich nicht in die Straßenbahn, nicht zum einkaufen. Sie war dann in einer Tagesklinik. Der Therapeut hat ihr nach und nach Aufgaben zugewiesen für zuhause. Z.B. Straßenbahn fahren ( kam erst später, weil sie echt Panik davor hatte). Hab mich echt gefreut, als ich sie per Zufall mal in einer Bahn gesehen habe. Lerne, mit Menschen zu sprechen. Langsam. Sag eurem Briefträger Guten Morgen und frag die Handwerker, ob sie einen Kaffee wollen. Klingt schwer,ich weiss, aber danach geht es dir deutlich besser. Mehr als "nein" können sie nicht sagen und das machen sie bei mir manchmal auch. Ob du bei den coolen oder uncoolen stehst, ist für dich im Moment zwar von Bedeutung, aber wird es später nicht mehr sein.

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Die beste Therapie gegen Angst ist sich der Angst zu stellen. D.h. sich nicht unnötig zu verkriechen, sondern auch unter Menschen zu gehen.

Es gibt keinen Grund sich vor anderen einzuschüchtern, denn jeder Mensch hat seine eigenen Probleme oder Hindernisse im Alltag, die einen winzigkleine und die anderen eben riesengroße. Beobachte doch mal die Menschen wie sie auf dich reagieren. Sage den Leuten die Tageszeit wenn du an ihnen vorbeigehst und du wirst sehen gerade bei älteren Menschen zaubert es ein Lächeln auf den Lippen und sie freuen sich darüber.

lg, jakkily

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Hi, Ich hatte früher Angst vor Hunden (Angst bleibt Angst), und ich musste immer einen großen Bogen um jeden Hund machen der an mir vorbei gelaufen ist. Eine bekannte von mir hat sich einen Hund zugelegt mit dem ich dann anfing zu spielen, zu streicheln und halt Sachen gemacht, die man mit einem Hunde machen kann. Nach ein paar Wochen verging meine Angst vor Hunden komplett. Du hast dich getraut hier zu schreiben, obwohl es hier Leute gibt, die immer dumme Kommentare geben, die gerade deine Angst vor Ablehnung bestärken müssten, dass heißt in dir ist noch ein Tropfen Hoffnung vorhanden. Du kannst ja erstmal mit Chats anfangen. Melde dich auf irgend einer Seite wie Jappy oder Knuddels an (sehr dumme Beispiele) und fange an zu chatten, ich glaube das wird nicht so schwer sein. Wenn du die Personen dort besser kennen lernst, dann wirst du ihr mehr vertrauen wenn du dich mit ihr triffst. Das wäre so die eine Möglichkeit. Die andere Möglichkeit wäre deinen Freunden von dem Problem zu erzählen, wenn sie wahre Freunde sind werden sie dies auch verstehen und bitte sie um Hilfe. Bei uns Jugendlichen gibt es mehr konstruktiver Ideen dieses Problem zu lösen als in einer Therapie. Ein weitere Möglichkeit wäre einfach das Prinzip beim Schwimmen lernen, einfach in kalte Wasser springen, aber dazu gehört sehr viel Überwindung. Du kannst ja mit deinen Freunden in eine Bar gehen und irgend jemanden ansprechen, vielleicht auch sogar einen Ausflug in einer andere Stadt, wo dich wirklich niemand kennt. Manchmal vergehen solche Probleme auf die harte Art und Weise.

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Ich kannn mir gut vorstellen, das viele Leute das Problem haben, weil sie sich viel zu oft mit dem Internet befassen und dadurch den Hang zur Realität dadurch verloren haben. Geh mal unter die Menschen, lass das Smartphone zu hause und betrachte das Internet als Ratgeber und nicht als Lebensmittelpunkt.

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Wenn zwei Jahre Therapie nichts gebracht haben, würde ich den Psychologen / Psychater wechseln.

Mehr Rat habe ich leider nicht parat :/

Ich wünsche dir aber viel Glück und dass dein Leiden bald aufhört.

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Wahrscheinlich ist dein Therapeut nie den Ursachen deiner Angst auf den Grund gegangen...Wechsel den...

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achso ...ich bin 16 Jahre und männlich

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