Angst, dass sich Hund kaputt trauert?

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7 Antworten

Ein Hund orientiert sich ganz stark an Eurem verhalten.

Ein Todesfall in der Familie ist ein extremer Fall, der alle sehr belastet. Es trauert ja nicht nur der Hund, ihr trauert auch und habt euch verändert, das verändert den Hund.

Auch wenn man selber meint, dass alles gleich ist, das ist es nicht. Der Hund ist wahnsinnig sensibel und reagiert auf feinste Signale.

Solange wie ihr trauert, seit ihr "schwach", das heißt der Hund bekommt nicht die Sicherheit, die er braucht. Der Hund muss sozusagen nun auf Euch aufassen und die Führung übernehmen. Das zeigt das Beispiel beim gassi gehen, das er aggressiv auf andere Menschen reagiert. Er will/muss Euch beschützen.

So eine Situation ist unendlich belastbar und es dauert ja auch lange, bis alles wieder "normal" wird. (kann es das überhaupt?)

Alles steht und fällt mit Eurer Trauer.

Dann, auch wenn es schwer ist, bemitleidet Euren Hund nicht, das verstärkt alles noch viel mehr. Ignoriert dieses Verhalten und gebt dem Hund dann keine Zuneigung, weder Ansprache, noch Anfassen, oder Leckerlies.

Alles braucht seine Zeit, wenn es momentan so ist, dass nehmt es hin, auch wenn es schwer ist mitanzusehen. Aber je normaler ihr Euch verhaltet und das Verhalten vom Hund ignoriert, desto schneller wird es wieder besser werden.

Ich wünsche Euch ganz viel Kraft durch die schwere Zeit.

Alles Gute!

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Kommentar von Kiyota
19.10.2016, 17:00

Oft kommt die Kleine an und möchte kuscheln - das lasse ich nicht immer zu. Ich bestimme, wann gekuschelt wird. Wurde auch so in der Hundeschule gesagt, machte ich vorher aber auch schon so.

Jeder bei uns in der Familie trauert anders, das macht das Ganze glaube ich nochmal schwieriger.. 

Da wird ja dann noch einiges auf uns zu kommen..

Vielen Dank!

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Oh je, die arme Maus. Scheinträchtigkeit kannst Du durch eine Kastration verhindern, was aber bei dem schlechten psychischen Zustand des Hundes nicht ratsam ist.

Ihr könnt ihr nur all Eure Liebe und Geborgenheit schenken. Es gibt ein Buch, das heißt Tellington Touch für Hunde. Besorg Dir das. Mit dem Training kann man gut die Bindung zu seinem Hund aufbauen. Ganz enger Körperkontakt tut dem Hund gut. Die Maus wird Zeit brauchen, um den Verlust zu überwinden, aber sie bekommt von Euch so viel Unterstützung, dass sie es schaffen wird.

Als letzte Möglichkeit könntet ihr ein Hundepsychologen zu rate ziehen.

Ich wünsch Euch alles Gute und hoffe, dass Euer Hund bald wieder glücklich wird.

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ich habe dies bei meinem kleinen Sam erlebt, als mein Lebenspartner vor 7 Jahren verstarb. Meine Trauer spiegelte sich auf den Hund hinüber.

Hunde sind sehr sensible und feinfühlige Wesen, die die kleinste Änderung bemerken, und dementsprechend reagieren. SEINE Trauer ist ziemlich sicher abgeschlossen....aber er merkt, dass IHR immer noch  trauert...nicht mehr dieselben seid wie zuvor...auch wenn Ihr dies vielleicht selber gar nicht merkt..

Ich weiss, es ist einfach gesagt oder geschrieben....aber versucht wieder die Menschen zu sein, die Ihr vor Eurem Verlust gewesen seid....und Eurer Hündin wird es auch wieder besser gehen.

Mir hat dazumal ein pflanzliches Mittel sehr geholfen *Johanneskraut Kapseln*.....aber bitte nicht für den Hund verwenden, sondern für Euch.

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Alle Achtung, - Du hast wirklich eine Menge unternommen, um dem armen Hund zu helfen. - Da es aber nun alles nichts genutzt hat, versuche es mal ganz anders. Zum einen solltest Du behutsam eine stärkere Bindung mit einem anderen Familienmitglied aufbauen. D. h. sie geht nur noch mit dem Betreffenden Gassi. Gefüttert wird ausschließlich von diesem Familienmitglied, - nach Möglichkeit aus der Hand. Ihr Körbchen sollte in der Nacht möglichst in der Nähe von dessen Bett stehen. Das ist erst einmal
die emotionale Schiene. Aber ein wenig Autorität ist auch notwendig, - also eine gewisse Konsequenz ihr nichts mehr durchgehen zu lassen, damit sie merkt, wer der Neue Rudelführer ist, was ihr eine gewisse Sicherheit geben wird. Und gibt es nicht irgendetwas was ihr wirklich Spaß macht, wie - z. B. Artgenossen treffen, und mit Ihnen rumtoben. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, daß es der Kleinen bald besser geht!

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Kommentar von Kiyota
19.10.2016, 17:04

Gefüttert wird sie bereits von einem anderen Familienmitglied und auch beim Gassi-Gehen ist Abwechslung drin.. Da trainieren wir auch, dass sie mehr Bezug zu den anderen aufbaut. Es ist wirklich nicht einfach mit ihr..

Aber vielen, vielen Dank.

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Ich würde, ebenso wie Berni74 schon schrieb, zu einer/m Tierärztin/Tierarzt mit Fachgebiet Verhaltenskunde/Verhaltensmedizin tendieren. 

Das Problem scheint mir doch zu speziell und evt zu umfangreich, als das der "normale" Hundetrainer helfen kann. 

Adressen findest du auf der HP der Tierärztekammer deines Bundeslandes oder evt auch von deinem Haus-Tierarzt. Alles Gute!

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Das ist wirklich sehr traurig. Ja, Hunde trauern auch! Viele Leute denken, ein Tier könnte das nicht. Verbringe soviel Zeit wie irgendwie möglich mit deinem Hund. Kuschel mit ihm, gehe spazieren. Sie hat jetzt keine Lust auf fröhliches Stöckchenwerfen und sonstige Spiele. Jeder trauert anders. Vielleicht kennst du jemanden, der auch einen Hund hat, mit dem sich deine Hündin gut versteht. Dann mal zusammen Gassi gehen.

Sie braucht ihre Zeit um über den Verlust hinweg zukommen. Widme ihr viel Zeit. 

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Kommentar von Kiyota
19.10.2016, 16:56

Ja, das stimmt. Ich finde es schrecklich, wenn man behauptet, dass Tiere keine Gefühle hätten!

Ich verbringe bereits viel Zeit mit ihr und es sind auch mehrere Monate vergangen.. Aber bis jetzt keine wirkliche Besserung..

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Das klingt ja wirklich sehr schlimm. :-(

Wie alt ist die Maus denn? Wann war sie das letzte Mal läufig? Wie nahe stand sie dem Verstorbenen?

Wie verhält sie sich anderen Hunden gegenüber?

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Kommentar von Kiyota
19.10.2016, 16:47

Sie ist 4 Jahre alt und war vor ein paar Monaten läufig und litt auch dann noch an einer Scheinschwangerschaft. :/ Die verstorbene Person sowie ich sind ihre größten Bezugspersonen (gewesen).

Anderen Hunden gegenüber ist sie extrem aggressiv. War auch Hauptgrund für den Besuch der Hundeschule. 

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