Angst das mein welpe ein Angstbeisser wird!

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7 Antworten

Für mich liest sich das so, als ob ihr den Welpen zu sehr bedrängt

Welpen welche neu in eine Familie - oft noch viel zu jung der Mutter weggenommen - kommen sollten erst in Ruhe und aus eigener Anschauung alles Neue kennen lernen.

Da geht man nicht hin stellt sich davor und hält die Hand hin - der Welpe weiss ja gar nicht was Mensch da von ihm will = er bekommt Angst.

Er ist kein Beisser - er wird erst von Menschen welche Null Information über Hunde haben dazu gemacht (wenn es ungünstig läuft)

Kann es sein, dass Du einen Hundewelpen bekommen hast obwohl du ein Kind bist und Deine Eltern sagen: Lass sie mal machen....?

Bitte dani 123231 - besorge Dir umgehend folgendes Buch:

Lassie, Rex & Co - Der Schlüssel zur Erfolgreichen Hundeerziehung, Autoren: F.Rehage & Eiko Weigand

dann noch:

Mit dem Hund auf Du - Zum Verständnis seines Wesens und Verhaltens, Autor: Eberhard Trumler

Beide Bücher liest Du so schnell es irgend geht. Das erste kannst du auch immer wieder zum Nachschlagen und Beweisen deinen Eltern und der Tante zeigen.

Nur wenn du das durchziehst und wirklich willst kannst du es schaffen - dass es klappt mit dem Welpen in Eurer Familie!

Und dann solltest Du noch eine gute Hundeschule in deiner Nähe suchen, die helfen dir dann auch - guck bei meinen Antworten dort findest du Suchbegriffe wie du bei Dir in der Nähe eine solche Hundeschule findest.

Daumendrück & alles Glück der Welt mit Hund!

Ich hab hier selber so eine ehemalige Angsthündin, die hatte anfangs extrem Angst vor Männern, Lichtern, Autos... ist aber jetzt alles größtenteils vorbei, jetzt hat sie nur noch so einzelne Leute die ihr nicht geheuer sind. Wir handhaben das hier so, ich ignoriere das Knurren weitestgehend. Also, will mich jemand begrüßen, lasse ich mich begrüßen. Atet das Knurren dann in ein Bellen aus, trete ich mit einem Fuß einen Schritt vor sie (um zu zeigen ICH übernehme die Verantwortung) oder stupse sie so mit einer Hand an, aber freundlich, nach dem Motto "Jetzt lass das mal, jetzt ist gut!" Wichtig ist auch, dass sich die Leute nicht über den Hund beugen, oder ich würde sagen: Gar nicht anschauen, nur aus dem Augenwinkel beobachten. Dann können sie sich irgendwo hinsetzen, weggucken, und zB ne Hand unter dem Tisch baumeln lassen oder so. Die meisten Hunde sind neugierig und kommen dann von sich aus mal gucken und schnuppern. Selber einfach ganz normal und gelassen sein. So ein ängstlicher Hund sollte finde ich die Möglichkeit bekommen, sich zu nähern wenn er WILL. Bedrängen ist da ganz falsch, also die Leute sollten den Hund dann auch nicht anfassen, sondern die Chance geben dass er sich selbst traut.

Welpenschulen, hm. Mit meiner anderen Hündin hab ich da so schlechte Erfahrungen gemacht (und wir waren in seeeehr vielen Gruppen!! Gute gibts einfach total selten) dass ich da meine ängstliche Hündin niemals reinstecken würde. Die Gruppen sind meist zu groß und unübersichtlich, dann werden alle Hunde frei auf einander "Los" gelassen, die starken gehen sofort auf die schwachen und dann wird gesagt "Die Hunde regeln das unter sich, da muss er jetzt durch" - wobei ich nicht weiß, was ein Hund dadurch lernen soll außer "Ich habe allen GRUND Angst zu haben, denn alle bedrängen mich und niemand, nichtmal Herrchen hilft mir!" meine 1. Hündin hat selbst in so einer tollen Gruppe gelernt, schwächere auszunutzen und zu jagen, denn es hat ja Spaß gemacht und es hatte keine Konsequenzen.

volkri 10.03.2014, 15:26

Würde ich zustimmen. Es gibt gute Welpenschulen, es gibt aber auch viele schlechte. Mein erster Hund wurde auch in einer Welpenschule "versaut". Ich wusste es damals nicht besser. Welpenschulen brauchen erfahrene Trainer mit Übersicht und evtl gut sozialisierte Althunde. Ich bin der Meinung: Welpen können von Althunden viel lernen, von anderen Welpen aber wenig. Welpen zum Spielen findet man auch in der näheren Umgebung.

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Anda2910 12.03.2014, 18:39

Bis auf das anstupsen in solchen Situationen würde ich alles so unterschreiben!!! ;-)

DH!

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YarlungTsangpo 14.03.2014, 07:03

Einen ängstlichen Hund - per se, via Internet - Tipp - auch von Hunden generell fern zu halten, das halte ich für keine gelungene Idee.

Angst vor Menschen muss nicht gleich bedeutend mit Angst vor Hunden stehen, ja mancher Angsthund kann Sicherheit aus Hundekontakt beziehen, so dass derartige Hunde oft bevorzugt in Mehrhundehaltung abgegeben werden.

Deswegen halte ich die Betreuung duch eine qualitativ gute Hundetrainerpersönlichkeit für positiv notwendig. Quasi als eine Begleitung ins Leben des Hundes und des Halters mit dem Hund.

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xxguit94 25.03.2014, 17:42
@YarlungTsangpo

ja gut - meine hatte halt noch zusätzlich Angst vor fremden Hunden, hab ich vergessen zu schreiben!

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Einen Welpen, wie alt/jung ist denn Dein Welpe?

Wenn Du in eine Welpenschule gehst, was ich persönlich für gut befinden würde, dann achte aber bitte darauf, dass es eine wirklich gut geführte ist!

Hunde mit Ängsten oder vielleicht auch (Du schreibst was von Misshandlungen) Traumatas durchlebt haben, müssen wirklich mit Samthandschuhen angefasst werden!!!!

D.h. bitte in keine Welpenschule die Rangreduktionsprogramme empfehlen, in keine die den Hund durch Körpersprache wie ein frontales vorn überbeugen über den Hund, ein fixieren mit den Augen oder mit anderen Gestiken versuchen zu erziehen, auch sollte diese Hundeschule kein Nein-Schreien oder überhaupt strafliche/aversive Einwirkungen empfehlen, wie z.B. Wasserspritzen, Rütteldosen, Disc-Schellen oder ähnliches!!!

Es sollte wenn dann eine wirklich gut geführte mit qualifizierten Trainern ausgestattete Hundeschule sein.

Was die Thematik des beissens betrifft, so würde ich Dir bis zu dem Zeitpunkt bis Du eine gute Hundeschule gefunden oder halt dort einen Termin hast empfehlen, den Hund grundsätzlich draussen an einer längeren Leine zu führen, lernt Dein Hund das er die Möglichkeit zum ausweichen hat, wird er sich nicht in die Enge getrieben sehen um zu beissen. Auch zu Hause bei Deiner Schwester würde ich jedem sagen:"Finger weg."...

Nimmt sie selbständig also von sich aus Kontakt auf, so kann man das natürlich gerne zulassen, aber schnelle Bewegungen in ihre Richtung sollten auch nicht unbedingt vorkommen, man weiß ja nicht, was sie schon alles erlebt hat...

Den Hund auch nicht fixieren, sondern eher den Rücken zu drehen oder sich seitlich hinstellen hilft oftmals sehr viel, dass wirkt beschwichtigend auf Hunde, teilt ihnen sozusagen mit:"Ich möchte Dir nichts tun!"

Aber wie schon angemerkt, ich würde mir an Deiner Stelle eine gute Hundeschule suchen, es ist immer besser bei angstbedingtem Aggressionsverhalten jemanden an seiner Seite zu haben, der einem zeigt wie man das am besten händelt. ;-)

Das müsste sich mal ein Hundetrainer ansehen. So etwas kann man nicht aus der Ferne beurteilen. Grundsätzlich braucht ein traumatisierter Welpe allerdings Ruhe und Sicherheit. Nimm den Hund erstmal nicht mit zu deiner Schwester und lass keine anderen Menschen auf den Hund zugehen, sondern den Hund von sich aus Kontakt aufnehmen, wenn er es will. Lass das aber vor alllen Dingen von einem Fachmann begutachten.

Ein Welpe ist ein Hunde Baby.

Ich frage mich, wie ein Welpe in dessen Vergangenheit misshandelt sein konnte.

Eine Moeglichkeit ist schon mal , das andere Personen nicht direkt den Kontakt zum Welpen aufnehmen - sondern ihn ignorieren , bis er ganz von alleine den kontakt sucht !! Eine andere Sache ist , das die Hand nie von oben her kommen sollte - das empfinden die meisten Hunde bedrohlich ! Und ich wuerde dir sehr raten, in eine Hundeschule zu gehen und mit der Welpenspielgruppe beginnen !! Das ist ganz wichtig fuer einen aengstlichen Hund - und du wirst da auch professionell sehr gut bei Problemen unterstuetzt und beraten !! Viel aErfolg !!!♡ G.L.G.

Im Prinzip machst Du das glaube ich schon ganz gut. Aber Du bist noch sehr jung. Meine Befürchtung ist, dass Du diesem unsicheren und traumatisierten Hund nicht der Fels in der Brandung sein kannst, den sie braucht. Offensichtlich können Dir Dein Eltern da auch nicht helfen und sehen auch nicht die Notwendigkeit, alles zu tun, um das Tier behalten zu können. Das frustriert natürlich. Die Familie sollte da zusammenhalten.

Um einen guten Trainer wirst Du vermutlich nicht herumkommen. Er muss aber unbedingt ohne Zwang und Drill arbeiten, das ist ganz wichtig. Schimpfen, an der Leine reißen, Befehle geben, all diese Dinge sind erstmal zweitrangig.

Mit viel Liebe und Gelassenheit gilt es, erstmal das Vertrauen des Hundes zu gewinnen.

Ich empfehle Dir dieses Buch. Es ist von führenden Experten geschrieben und wird Dir sicher helfen. http://verlag.animal-learn.de/index.php?page=shop.product_details&product_id=76&flypage=flypage.tpl&pop=0&option=com_virtuemart&Itemid=59&vmcchk=1&Itemid=59

Viel Glück!

taigafee 10.03.2014, 17:51

Schimpfen, an der Leine reißen,

sind natürlich nie richtig!

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YarlungTsangpo 12.03.2014, 16:49

Das ist eine wirklich gute & einfühlsame Antwort - Danke :)

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