Angst, dass Deutschland abstürzt und es uns allen schlecht geht?

13 Antworten

Einen sozialtechnischen Totalabsturz der sozial schwachen Bevölkerungsanteile wird keine potenzielle Regierungskoalition des derzeitigen Demokratiewesens zulassen , wenn man auch nur einen Funken an historischem Wissen über maßgebliche Gründe des Scheiterns der Weimarer Republik hat .

Ja , es wird in einigen Ressorts Einsparungen und Umstrukturierungen geben müssen , und auch das derzeitige internationale Exportvolumen wird sich vermutlich nicht mehr lange auf diesem hohen Niveau halten lassen können . Das internationale Handelswesen wird sich insbesondere wegen China künftig spürbar verändern .

In Deutschland wird allerdings auch so langsam der letzte politische Dickschädel alter Garde so langsam erkennen , daß es ein " Weiter so " künftig nicht mehr geben können wird und darf auf politischer Ebene .

Es wird definitiv zu Umverteilungen kommen müssen von besonders starken Schultern auf besonders schwache Teile der Bevölkerung im Allgemeinwesen , wenn man Revoltepotenzial im Volk auf unkritischen Potenzialen halten will .

Das staatliche Rentensystem ( Generationenvertrag ) wird leider auch massive Reformen weiter zum Leidwesen der Menschen mit geringen Einkommen erfahren müssen , denn dieser Posten läuft so langsam voll aus dem Ruder . ( läuft grob gesehen ja auch immer noch weitgehend auf dem Standard seiner grundlegenden ( Neu- ) Einführung nach WW2 und ab da erst mal jahrzehntelangen Geburtenüberschüssen zu Renteneintritten . Da wird es von staatlicher Seite wohl allgemein tatsächlich auf eine allgemeine Grundsicherung auf Mindestniveau raus laufen . Wer mehr will , wird ggf. künftig selbst ( privat ) vorsorgen müssen . Das wäre allerdings dank Agenda 2010 früher oder später ohnehin unumgänlich gewesen . ( ja , eigentlich sogar selbst ohne Corona bereits unumgänglich )

Bürokratie- / und Verwaltungsabbau ist auch zwingend , denn in DE frisst dieses Ressort ebenfalls etliche Milliarden unnötig im internationalen Vergleich ohne jegliche Wertschöpfung .

Die Flexibilisierung am Arbeitsmarkt ( Fehlentwicklung der Agenda 2010 ) wird zurück gefahren werden müssen zurück zu mehr Verantwortung der Arbeitgeber in ihrer Personalplanung mit der Menschenschacherei von Jobcentern und Leihfirmen . Alles unnötiger Verwaltungsfirlefanz mit Kosten und alleinigen Nachteilen für die davon derzeit betroffenen Menschen . Ein paar 100K ELOs aus diesem Ausbeutungsbereich wird unser Staat schon verkraften , wenn die dann ehrlicher Arbeit nachgehen statt ihre Existenz nur ausschliesslich ohne eigene Wertschöpfung dem Leid Anderer zu verdanken .

Ein paar 100K an derzeitigen Arbeitskräften müssen aus sonstigen Verwaltungsapparaten ( staatlicher Arbeitgeberschaft ) ebenfalls überarbeiteten IT-Systemen weichen . Hatten wir allerdings auch schon mehrfach sogar millionenfach . Denken wir mal an Bergbau , Stahlindustrie , deren tausender Zulieferer und die Abwicklung der ehem. DDR .

Die deutsche Automobilindustrie ist an ihrem derzeitigen Niedergangspotenzial selbst schuld mit ihrem Festhalten an überzüchteter Fehlentwicklung statt rechtzeitig die ( ökologischen ) Zeichen der Zeit zu erkennen an ihren Dickschiffen . Aber gut umschulbar / weiterbildbar zu gutem Handwerkspersonal groben Tätigkeitseinschlages .

Viele Infrastrukturprojekte und Gebäuderenovierungen werden auf Sparflamme laufen müssen , oder garnicht statt finden , sofern nicht absolut nötig . Und stärker ist bei bestehenden Strukturen auch , ob angemessene Sanierung oft nicht günstiger statt Neubau ist . Unsere Schule hatte zu meiner Zeit z.B. auch Ausweichspavillions bis Mittel für Teilsanierung und letztlich irgendwann mal ein unumgänglicher Anbau wegen steigender Schülerzahlen durch Schulschließungen an anderer Stelle verfügbar waren .

Selbst 2021 braucht es m.E. bis zur Jahrgangsstufe noch 9 / 10 keine allumfassenden Computer-Systemräume ; und dann zudem mit neuester und und teuerster Systemtechnik in Vermittlung reiner Grundlagen abseits von speziellen AGs . Ganz im Gegenteil würde ich da dann im Zuge einer Reformierung einen Mittelweg zu deutschem und US-amerikanischem System z.B. ab der 8. Klasse gehen . Nur bei uns da erst mal zwar Grundschule und weiterbildend auf basis bestehender Strukturen , aber ab der 9. dann schon etwas individueller zwischen Regelschule und Berufskolleg ähnlich wie im dualen System zwischen Betrieb und Berufschule an zwei verschiedenen Orten je nach Wahl und Bedarf z.B. weiter im 3 / 2 Tage oder 4 / 1 - Tage System in den jeweiligen Schulungsstandorten mit entsprechenden Schülerverkehren . Der tatsächliche "Rest" verbleibt in den Ausbildungsbetrieben mit ihren "Beschwerden" mangelnder Kandidaten-Grundeignung zur Ausbildungsverpflichtung .

Das allgemeine Grundsicherungswesen muss erheblich bürokratiebefreiter , fairer und flexibler werden . Die digitale Steuerkarte gibt es ja schon lange . Warum wird das nicht endlich auch für erwerbsfähige Menschen in Grundsicherung endlich eingeführt statt etlicher Mitarbeiterschaft für viel Papier in Millionen von Anträgen zu Änderungsmitteilungen un teils wochenlanger Bearbeitung und Ultimo für Lohnauszahlungen immer bis spätestens Monatsende .... ausnahmslos ... Seit 2005 hat sich an der Leistungsfähigkeit von Computersystemen echt extrem viel verändert .

Zumal es auch finanzielle Ängste bei allen Parteien im Überschnitt zum Zweck der freiwilligen Arbeitsaufnahme in wechselnden oder plötzlichen Einkommensänderungen oder Geldzuflüssen erheblich in der Hemmung mindern würde , wenn es mit keinerlei "Durststrecken" und Vermieterstunk verbunden wäre in der Handlungskette solch einer Dreiecksbeziehung ? Nur die komplett SV- freien und Versicherungserwerbslosen ( bezogen auf GKV ) Minijobs und etlichen Berechnungsmodelle müßten dann weg .

Im "Kombimodell" erfährt der Arbeitgeber nichts von der Grundsicherung , sondern zahlt ganz normal auf das genannte Standardkonto des Arbeitnehmers ein . Nur für ihn unsichtbar wird dann der eingehende Arbeitslohn bei "Aufstockern" ganz unbürokratisch automatisch auf ein staatliches Sammelkonto für leistungsempfangende Menschen umgeleitet , während die Grundsicherung oder das ALG I / Teilrenten an sich erst mal ganz normal weiter ausgezahlt werden .

Dazu bedarf es zwar eines verbindlichen Portals , aber es nimmt viel Angst , auch mal Tages- / oder Kurzfristjobs in ( ergänzender ) Leistungsbeziehung ganz unbürokratisch anzunehmen . Menschliche Mitarbeiter braucht es dann in staatlicher Grund-Vorsicherung nur noch für Systemstotterer oder Unklarheiten , weswegen etwaige Zuverdienste vorläufig in Anrechnung nicht korrekt additiv zur GruSi / ALG I / Teilrente weitergeleitet werden .

Nein , es schützt das deutsche Staatswesen nicht vor mutwilliger Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung , aber steigert doch enorm die Motivation , alles zur Bedarfsminderung mit ein wenig Zuckerl oben drauf unbürokratisch und mit schnellen Ergebnissen zu unternehmen gegenüber dem derzeitigen Vorleistungssystem auf Seiten betroffener Bürgerschaft .

Also ich bin finanziell unabhängig und mir wird es nicht schlecht gehen, ganz egal was passiert.

Ich vermute, dass ich mich während der kommenden Legislaturperiode köstlich amüsieren werde, sofern es wirklich zu einer Rot-Rot-Grünen Bundesregierung kommen sollte. 😄

Na wenn das schon bei Tiktok steht ...

Aber gut! Stellen wir uns mal ein paar Fragen: "Cui bono?"

Wer hat was davon wenn Deutschland aus der EU austritt und untergeht?

Keiner. Keines der Europäischen Länder kann es gut finden, wenn der deftigste Einzahler ausfällt. Übrigens wäre ein Dexit nicht gerade der Untergang aber es ginge uns definitiv schlechter. Viel schlechter sogar. Davon kann sich eigentlich auch niemand etwas versprechen. Die Einen brauchen uns als Lieferant und die Anderen als Absatzmarkt. Ein untergegangenes Deutschland kauft und verkauft nichts.

Also: Der Untergang! Ich wüsste nicht, warum Deutschland untergehen sollte, selbst wenn es uns aus oben genannten Gründen sehr viel schlechter gehen sollte.

Stellen wir uns die Frage "cui bono" mal anders: Wer hat was davon, wenn wir alle schreckliche Angst vor dem Untergang haben? Panik geradezu?

Da fallen mir einige ein: Die AfD würde sich über einen Zuwachs an Wählern freuen, die in ihrer panischen Angst bei diesen Kaspern das Heil suchen.

Zar Putin wäre auch ganz zufrieden, wenn Deutschland sich von selbst destabilisieren würde. Allein schon weil ihn dann keiner mehr so lästig nach der Ukraine und Nawalny fragt.

Mr. Johnson hätte sicherlich Spaß dran, wenn er seinen Landsleuten sagen könnte: "Da schaut euch die crazy Germans an und seid froh, dass wir aus der EU raus sind"

Herr Jinping würde sich die Hände reiben und überlegen, wie sich dieses lächerliche bibbernde Deutschland als hochverschuldeter Vasallenstaat in seinem Seidenstraßenprojekt machen würde.

Mr. Drumpf würde sich auf seine zweite Amtszeit freuen, weil Deutschland und damit die EU genug mit sich selbst zu tun hat und ihm also keiner mehr reinschwätzt.

Ach, wenn ich noch ein bisschen nachdenke, fallen mir bestimmt noch mehr Kameraden ein, die sich diebisch freuen würden, wenn man diesen fiesen und hochnäsigen Deutschen mal so richtig Angst einjagen könnte.

Und nun noch eine letzte Überlegung: Was können wir dagegen tun? Gegen den Untergang und die Angst davor? Mit Sicherheit zu allererst zwei Dinge:

Wir sollten uns bei solchem Geschwurbel auf Tiktok und anderswo immer fragen: WO KOMMT DAS HER? Nach den Quellen fragen und graben!!!

Und wir sollten uns bei diesen Panik-"Nachrichten" immer eines fragen: Wer hat was von diesem Geschwurbel? Auf Latein:

CUI BONO?

Könnte passieren.

Noch zählen wir zu den stärksten Volkswirtschaft mit dem besten Sozialsystem.

Das wird man in 4 Jahren nicht komplett zerstören können.

tiktok ist da wohl die am wenigsten relevante Informationsquelle.

Noch ist aber alles offen: der Annalena Boom könnte ich als so nachhaltig erweisen wie ein Trampolin-Sprung. Oder wie die Euphorie nach der Nominierung von Martin Schulz .... Martin wer ??

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