Angestellt aber dennoch selbständig..

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3 Antworten

http://www.gutefrage.net/tipp/was-muss-man-alles-tun-wenn-man-sich-selbststaendig-macht

Am besten einen Steuerberater kontaktieren, da bei einer Gewerbegründung/Beginn einer Selbstständigkeit sehr viel zu beachten ist. Neben den kaufmännischen, rechtlichen und marktrelevanten Aspekten auch die Rolle des Unternehmers. •Erörterung der Chancen und Risiken einer beruflichen Selbstständigkeit •Konkretisierung der Geschäftsidee und Ausrichtung auf die Gründungsperson •Orientierung am Markt •Bewertung des Unternehmens bei einer Betriebsübernahme = Schwachstellenanalyse - Gründerperson: Bewertung der fachlichen und persönlichen Voraussetzungen •Prüfung von Markt- und Wettbewerbsverhältnissen •Konkurrenz- und Nachfragesituation: Kundenpotenzial, Einzugsgebiet, Standort •Gesellschaftsrechtliche Fragestellungen •Investitions- und Finanzplan •Entwicklung von „best-case-worst-case-Szenarien“ für den Markteintritt •Bewertung vorhandener Risikopotenziale und alternativer Handlungsoptionen •Maßnahmen zur Markteinführung bzw. Marketing •Erstellen eines Plans für die nachfolgenden organisatorischen Schritte


Zudem sind in der Einkommensteuererklärung für Sie der Mantelbogen und die Anlage G für Gewerbebetriebe n.§15 EStG oder in der Anlage S für Selbsständige n.§18 EStG evtl. andere Anlagen (Kapitaleinkünfte §20 EStG, Vermietung u. Verpachtung §21 EStG etc.) abzugeben.

Wenn Ihr Umsatz oder die Ausgaben über 17.500 € liegt und Sie kein Bilanzierer, müssen Sie noch die Anlage EÜR abgeben. Bei der Einnahmen- Überschussrechnung können Sie einfach Ihren Gewinn ermittlen, in dem Sie Ihre Einnahmen minus Ihrer betrieblichen Ausgaben nehmen. Hier auf steuerliche Besonderheiten einzugehen wäre jetzt etwas ausschweifend.

Unterlagen wie Rechnungen, Bankbelege etc. muss man dem Finanzamt erst bei Nachfrage vorlegen.

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Bei Gewerblichen Unternehmern wird der Gewinn n. §4(1) EStG (Bilanz) oder n.§4(3) EStG (Einnahmen- Überschussrechnung) ermittelt. Ob Sie eine Bilanz erstellen müssen, hängt davon ab, wie hoch Ihr Gewinn / Umsatz ist. Eine Bilanz ist n.§140 AO für alle abzugeben, die nach anderen Gesetzen Bücher führen abzugeben(z.B. Kaufmänner, wie Kfm. kraft Rechtsform d.h. Kapitalgesellschaften) zudem n. §141 AO wenn: •Umsätze, auch steuerfr. (ausgen. § 4 Nr. 8 bis 10 UStG) mehr als 500.000 € im Kalenderjahr oder •selbstbewirtschaftete land- und forstwirtschaftl. Flächen mit einem Wirtschaftswert (§ 46 des BewG) mehr als 25.000 € oder •Gewerbebetriebgewinne mehr als 50.000 € im Wirtschaftsjahr oder •Land- und Forstwirtschaftsgewinne von mehr als 50.000 € im Kalenderjahr


In den ersten beiden Kalenderjahren nach Ihrer Gründung müssen Sie monatlich eine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben §18(2) UStG. Eine Umsatzsteuererklärung n.§ 18 (3) müssen Sie trotzdem noch abgeben, auch wenn Sie Kleinunternehmer n. §19 UStG (Umsatz zzgl. der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 € nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 € voraussichtlich nicht übersteigen wird) sind. Bei der USt-VA und der UStE ist natürlich noch darauf zu achten, ob nach vereinbarten Entgelten (Sollversteuerung) oder nach vereinnahmten Entgelten (Istversteuerung) §20 UStG entsprechend die VA oder Erkl. abzugeben ist. Grds. ist von der Sollversteuerung auszugehen (§16 UStG). Die Istversteuerungmuss beantragt werden (dies kann auch schon durch das Kreuz im Erfassungsbogen für das Finanzamt erfolgen), wenn das Finanzamt nicht widerspricht, sondern dies durch einen Verwaltungsakt, dies kann auch durch konkludentes (schlüssiges) Handeln sein, bestätigt. Istversteuerung ist nur möglich, wenn: - Gesamtumsatz § 19(3) im vorangegangenen Kalenderjahr weniger als 250.000 € oder - der von der Verpflichtung, Bücher zu führen n. § 148 AO befreit ist, oder - soweit er Umsätze als Freiberufler i.S.d. § 18 (1) Nr. 1 EStG ausführt,


Zur Abgabe der Gewerbesteuererklärung würde ich raten, wenn Sie einen Verlust haben, dann können Sie den Verlust vortragen. Verpflichtet sind Sie zur Abgabe der Gewerbesteuererklärung bei einem zu versteuernden Einkommen nach Gewerbesteuergesetz von mehr als 24.500 € (dies ist der Freibetrag für alle, außer Kapitalgesellschaften).


Zu prüfen ist noch, ob eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG zu beantragen ist. (Ab dem 01.01.2002 müssen unternehmerisch tätige Auftraggeber von Bauleistungen in Deutschland einen Steuerabzug in Höhe von 15 % der zu zahlenden Rechnung für eine Bauleistung vornehmen, wenn nicht eine vom zuständigen Finanzamt ausgestellte Freistellungsbescheinigung für den Bauunternehmer vorliegt.)


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Vielleicht erachtest Du meine Antwort in Deiner vorherigen, gleichen Frage, für zu kompliziert - hier hast Du jedenfalls noch kompliziertere Antworten - logisch , bei Deiner komplizierten Denke, dass Du als Teilhaber Deine Frau anstellen willst....hääää? Willst Du über diese simple Angelegenheit noch eine Doktorarbeit schreiben? geht ganz sicher....das bekommst Du auch noch hin.....eine alte Binsenweisheit in der Friseurbranche lautet: Kompany ist Lumpery - ich würds gar nicht machen - soviel ist klar, ihr werdet Euch Beide verschlechtern, aber wer nicht hören will muß eben fühlen - so einfach ist das, und da weiß ich ziemlich genau worüber ich schreibe - habe selbst eine GBR gehabt, zur Zeit meiner Meisterschule, die ich im Anschluss einfach anuliiert habe - und aus die Maus - soll ja Niemand einen Schaden haben, den Du aber haben wirst, wenn Du es so machst, wie Du denkst....wäre gut für Dich, wenn Du mir glauben würderst !!!!!

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meine Frau möchte gerne als Teilhaberin in ein bestehendes Friseurgeschäft einsteigen

In welcher Rechtsform soll das denn geschehen ?

Vermutlich geht dies nur über mich.

Wie ? Dann willst du in die Firma einsteigen, oder was ?

ich bin seit 21 Jahren in der gleichen Firma angestellt

Wie ? Seid ihr beide bisher in diesem Friseurbetrieb angestellt ?

Können meine Frau und ich in der GEK versichert bleiben.

Ja sicher.

Wir haben bislang Steuerklasse IV/IV wäre es da sinnvoll diese zu ändern?

Ein Selbständiger zahlt keine Lohnsteuer, also hat er auch keine Steuerklasse. Ob derjenige, der in den Betrieb einsteigen will, noch Lohnsteuer zahlen muss, hängt von der Rechtsform der Beteiligung und Tätigkeit ab.

könnt Ihr mir auch noch Tipps geben worauf ich noch achten sollte?

Das kann man hier nicht alles aufzählen. Mein Tipp wäre aber, dass du sich mal bei einem Existenzgründerseminar bei deiner IHK anmeldelst. Da bekommst du alle wesentlichen Infos.

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Kommentar von Anna198
02.09.2014, 20:48

Du hast Dir soviel Mühe gemacht, dabei denkt der Fragesteller, dass er- als nicht Friseur - besser gestellt ist, für eine Teilhaberschaft, als seine Frau als Friseurin ohne Gesellenbrief! Damit würden Beide ihr sicheres Einkommen aufs Spiel setzen, denn wenn das Geschäft so rosig laufen würde, würde keine Inhaberin eine Teilhaberschaft anbieten, da sie nur an eine Kostenbeteiligung denken wird - der Erlös wird auf jeden Fall viel schmäler sein....und direkt für 2 Leute wäre das der Ruin. Außerdem geht eine Anstellung als nicht Friseurmeister nur über eine GmbH - und was das kostet, muß ich dir sicher nicht erzählen, da man ja nicht Vollhafter ist, und somit auch keine besondere Solvenz bei den Banken geniesst- Pillefaz, wenn Du mich fragst.....

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