Angenommen es gäbe einen Allwissenden, Allmächtigen Gott: Ist Gott dann für den Holocaust verantwortlich?

Meinst du nur den Holocaust oder zB auch den Völkermord an Christen (1915-1917) in der Türkei oder den Genozid in den 1970ern in Bangladesch ?

Ja. Der Holocaust wäre hier nur ein Beispiel von vielen.

36 Antworten

Selbstverständlich.

"Allwissend" bedeutet, dass NICHTS im Universum geschieht, geschehen ist oder jemals geschehen wird, ohne dass diese "Götter"-figur davon weiß.

"Allmächtig" bedeutet, dass NICHTS in diesem Universum geschieht, ohne dass diese "Götter"-figur es so will.

Als Endergebnis haben wir eine Welt, in der wir Menschen nicht mehr sind als hirn- und willenlose Schachfiguren einer undefinierbaren, übermächtigen Gespenster-figur.

Das ist ja der Grund, weshalb die gesamte Theologie der "abrahamitischen Religionen" bei genauerer Betrachtung ein Paradoxon ist, ein Luftschloss.

Lächerliche Argumentation....

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@Germaghribiya

Starkes Statement. Die vielen sachlichen Aussagen und gewitzten Argumente haben mir besonders gut gefallen.

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Hallo TimmoderFrager,

im Hinblick auf die Allwissenheit Gottes gibt es bei vielen ein Missverständnis. Sie glauben, dass Gott jeder Ereignis im Voraus weiß und gewusst hat, somit auch die schlimmen Entwicklungen, die sich nach dem Sündenfalll ergeben haben. Nach den Erklärungen der Bibel ist das jedoch nicht der Fall!

Gott besitzt zwar die Fähigkeit, alles zu wissen, doch macht er davon nicht uneingeschränkt Gebrauch! Hier kommt eine Lehre mit ins Spiel, die als "Prädestinationslehre" bekannt ist und die besagt, dass Gott alles weiß, ihm also auch jedes Ereignis, ob im irdischen oder im himmlischen Bereich, im Voraus bekannt ist.

Des weiteren schließt diese Lehre mit ein, dass Gott alles vorherbestimmt, jedes Detail im Leben eines Menschen. Die Prädestinationslehre wird jedoch nicht in der Bibel gestützt. Um also Deine Frage richtig beantworten zu können, gestatte mir, dass ich auch ein wenig auf diese Lehre eingehe.

Drehen wir also das Rad der Zeit einmal sehr weit zurück, nämlich an den Anfang der Menschheit. Nachdem Gott den Menschen erschaffen hatte, entwickelte sich im Herzen einer dieser Engel ein verkehrtes Verlangen. Es entstand in ihm der Wunsch, ebenso wie Gott angebetet zu werden. So näherte er sich Eva durch eine Schlange und brachte sie dazu, sich gegen Gott aufzulehnen.

Sie, und auch später ihr Mann Adam, sagten sich von Gott los und begaben sich, ohne sich dessen richtig bewusst zu sein, unter die Herrschaft des Satan. Durch diesen Akt der Rebellion ist letztendlich all das Leid entstanden, was es in der Vergangenheit bis heute gab und gibt.

Hätte Gott tatsächlich diese Entwickelung vorausgesehen, dann wäre er im Grunde für das ganze Leid verantwortlich, das sich in der Folge ergeben hat! Macht das zu glauben jedoch wirklich Sinn, wenn man zum Beispiel daran denkt, dass Gott "Liebe ist" (1. Johannes 4:8)? Diese Formulierung bringt zum Ausdruck, dass jede Handlung Gottes von Liebe bestimmt und durchdrungen ist. Das würde aber ganz und gar nicht zum Vorherwissen bzgl. des Handelns der ersten Menschen passen!

Ist aber Gott tatsächlich vollkommen und allwissend, wenn er beschlossen hat, nicht jedes Ereignis im Voraus zu kennen? Einige argumentieren so. Dazu ist folgendes Zitat aus einem Bibellexikon sehr interessant und aufschlussreich:

" Die Behauptung, Gott wäre nicht vollkommen, wenn er nicht alle künftigen Ereignisse und Situationen bis ins einzelne vorherwüßte, verrät in Wirklichkeit eine willkürliche Ansicht über Vollkommenheit. Vollkommenheit im eigentlichen Sinn des Wortes verlangt keine solch absolute, uneingeschränkte Anwendung, denn ob etwas vollkommen ist, hängt davon ab, inwieweit es den Maßstäben der Vortrefflichkeit entspricht, die jemand, der dafür kompetent ist, festgelegt hat. (Siehe VOLLKOMMENHEIT.) Letzten Endes sind Gottes Wille und Wohlgefallen — nicht die Meinungen oder Auffassungen von Menschen — ausschlaggebend dafür, ob etwas vollkommen ist oder nicht (5Mo 32:4; 2Sa 22:31; Jes 46:10).

Als Veranschaulichung diene Gottes grenzenlose Machtfülle, die unleugbar vollkommen ist und keinerlei Beschränkungen unterliegt (1Ch 29:11, 12; Hi 36:22; 37:23). Doch seine Vollkommenheit an Kraft erfordert nicht, daß er in jedem Fall den vollen Umfang seiner grenzenlosen Machtfülle einsetzt. Sonst wären bereits vor langer Zeit durch den Vollzug der Strafgerichte Gottes, die von machtvollen Äußerungen der Mißbilligung und des Zorns begleitet waren — wie bei der Flut und bei anderen Gelegenheiten —, nicht nur bestimmte Städte und einige Nationen des Altertums vernichtet worden, sondern die Erde und alles darauf (1Mo 6:5-8; 19:23-25, 29; vgl. 2Mo 9:13-16; Jer 30:23, 24).

Gottes Machtentfaltung ist daher nicht einfach eine Entladung seiner grenzenlosen Kraft; diese wird statt dessen immer durch seinen Vorsatz bestimmt und, sofern es angebracht ist, durch seine Barmherzigkeit gemildert (Ne 9:31; Ps 78:38, 39; Jer 30:11; Klg 3:22; Hes 20:17).

Wenn es Gott unter gewissen Umständen gefällt, von seinem uneingeschränkten Vorherwissen wahlweise und in beliebigem Umfang Gebrauch zu machen, hat bestimmt weder ein Mensch noch ein Engel das Recht, zu ihm zu sagen: „Was tust du?“ (Hi 9:12; Jes 45:9; Da 4:35). Es geht daher nicht um die Frage der Fähigkeit, d. h. darum, was Gott vorhersehen, vorherwissen und vorherbestimmen kann — denn „bei Gott . . . sind alle Dinge möglich“ (Mat 19:26) —, sondern darum, ob Gott es für angebracht hält, etwas vorherzusehen, vorherzuwissen und vorherzubestimmen, denn „alles, was er Lust hatte zu tun, hat er getan“ (Ps 115:3).(Quelle: Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 1247).

Wie hier angedeutet wird, macht Gott wahlweise von seinem Vorherwissen Gebrauch. Das bedeutet, dass er beschließen kann, nicht alle Taten seiner Geschöpfe vorherzuwissen. Die Bibel lässt an verschiedenen Stellen erkennen, dass Gott zunächst eine aktuelle Situation untersucht und aufgrund dieser Untersuchung dann eine Entscheidung trifft. Dazu noch einmal ein Auszug aus dem eben zitierten Bibellexikon:

" So wird in 1. Mose 11:5-8 beschrieben, daß Gott seine Aufmerksamkeit der Erde zuwandte, sich mit der Situation in Babel beschäftigte und sofort beschloß, etwas zu unternehmen, um dem unlauteren Vorhaben dort ein Ende zu bereiten. Nach der Entwicklung der Bosheit in Sodom und Gomorra unterrichtete Jehova Abraham von seiner Entscheidung, (durch seine Engel) eine Untersuchung vorzunehmen, um „zu sehen, ob sie ganz nach dem darüber erhobenen Geschrei handeln, das zu mir gekommen ist, und wenn nicht, kann ich es erfahren“ (1Mo 18:20-22; 19:1).

Gott sprach davon, daß er ‘mit Abraham bekannt und vertraut geworden’ war, und nachdem Abraham tatsächlich versucht hatte, Isaak zu opfern, sagte Jehova: „Jetzt weiß ich wirklich, daß du gottesfürchtig bist, indem du mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast“ (1Mo 18:19; 22:11, 12; vgl. Ne 9:7, 8; Gal 4:9)" (Quelle: Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 1247).

Somit geht also aus der Bibel deutlich hervor, dass Gott bestimmte Ereignisse nicht im Voraus gewusst hat, weil er sie nicht wissen wollte. Genauso verhält es sich auch im Hinblick auf die Geschehnisse am Anfang der Menschheit, die letztendlich zu all dem Leid, das wir heute beobachten, geführt hat. Obwohl Gott also nicht für diese Entwicklung verantwortlich ist, hat er für einen Weg aus dem Dilemma gesorgt! Aber für welchen?

Dazu möchte ich noch einmal auf das zurückblenden, was damals im Garten Eden geschehen ist. Die Auflehnung gegen Gott war die erste Sünde, der dann zahllose weitere folgten. Es war jedoch noch etwas geschehen, das die im Entstehen begriffene Menschheit in Schwierigkeiten brachte: Die Menschen rebellierten nicht nur gegen Gott, sondern sie unterstellten sich gleichzeitig auch der Herrschaft jemandes, der es nicht gut mit ihnen meinte, der Herrschaft des Widersachers Gottes, Satans des Teufels.

Seinem bösen Einfluss haben wir es letztendlich zu verdanken, dass wir in dieser kaputten Welt leben müssen. Wie weitreichend sein Eingreifen in die Geschicke der Menschen ist, zeigt die Bibel mit den Worten: "Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist" (1. Johannes 5:19). Im Johannesevangelium nennt Jesus ihn deswegen auch den "Herrscher der Welt" (Johannes 14:30).

Satan der Teufel ist nicht, wie einige meinen, ein Fabelwesen, denn die Bibel beschreibt ihn als einen Engel, der von Gott abfiel, um selbst von Menschen angebetet zu werden. Dieses mächtige Geistwesen treibt zusammen mit seinen Mitstreitern (weiteren abgefallenen Engeln - die Bibel bezeichnet sie als Dämonen) ein böses Spiel. Aus diesem Grund dürfen wir uns über die chaotischen Zustände auf dieser Erde nicht wundern.

Allerdings gibt es einen Trost: Gott lässt nur vorübergehend zu, dass der Teufel einen solch großen Einfluss nehmen kann. In der ersten Prophezeiung der Bibel wird bereits sein Ende mit den Worten angekündigt: "Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen" (1. Mose 3:15).

Ohne jetzt auf jede Einzelheit in dieser Prophezeiung eingehen zu wollen; mit "Er" ist der Messias gemeint, der eines Tages dem Teufel "den Kopf zermalmen", das heißt, ihn für immer vernichten wird. Dann wird es seinen üblen Einfluss nicht mehr geben und ein neues Zeitalter wird anbrechen.

Die Zustände, die dann unter der Menschheit herrschen werden, werden im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung wie folgt beschrieben: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn diese Worte wahr geworden sind, dann wird sich auch die millionenfach geäußerte Bitte des Vaterunser erfüllt haben: "Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf der Erde" (Matthäus 6:10). Dann wird es niemanden mehr geben, der die Umwelt verschmutzt oder sonst irgend etwas Schlechtes tut. Unter göttlichem Einfluss wird es dann auch gelingen, dass der Mensch schließlich wieder zum "Ebenbild Gottes" zurückkehrt, d.h. seine Vollkommenheit wiedererlangen wird.

Jeder, der diese Zeit einmal erleben möchte, muss allerdings schon heute etwas tun: Gott kennenlernen und seinen Willen tun. Diejenigen, die sich für diesen Weg entschieden haben, empfinden ihn nicht als eine Bürde, sondern sehen darin den besten Lebensweg, der ihnen den wahren Sinn des Lebens und dauerhaftes Glück vermittelt.

LG Philipp

Wann sagte der Teufel jemals zu Adam oder Eva, "ich will selbst angebetet werden und selber Gott sein?"

Woher glaubt man zu wissen, welche Motivation der Teufel hat?

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@Bast4321

Das sagt der Teufel nicht explizit, sondern er zeigt es durch sein Vorgehen. Als er durch eine Schlange Kontakt zu Eva aufnimmt, geht er sehr geschickt vor. Er möchte ihr Vertrauen in das, was Gott gesagt hat, untergraben, was ihm dann ja leider auch gelungen ist.

Der Teufel brachte Eva schließlich dazu, durch die Übertretung eines eindeutigen Gebotes Gottes gegen ihn zu rebellieren (was später dann auch ihr Mann Adam tat). Das führte unmittelbar zu einem Bruch mit Gott. Ohne dass die beiden das so richtig merkten, waren sie unter den Einfluss des Teufels gelangt.

Dass Satan auch direkt angebetet werden möchte, zeigte sich Jahrhunderte später, als er Jesus in der Wüste erschien und auch ihn in Versuchung führen wollte. Der Bericht im Matthäusevangeliium sagt:

"Als Nächstes nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Pracht. Er sagte zu ihm: „Das alles gebe ich dir, wenn du dich auf den Boden wirfst und mir einen Akt der Anbetung erweist" (Matthäus 4:8,9).  

Hier outet sich also der Teufel unübersehbar als jemand, der an die Stelle Gottes treten will, indem ihm die Anbetung dargebracht werden soll, die einzig und allein Gott zusteht.

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@Philipp59

Also steht es nicht in der Bibel. Ich finde hier dichtet man dem Teufel vieles an, was gar nicht in der Bibel steht, so als wäre man ein Profiler, der psychologische Gutachten vom Teufel erstellt hat.

Der Teufel wollte zwar von Jesus angebetet werden, jedoch nicht weil er selbst Gott sein will denn das steht da nicht, sondern er wollte Jesus sehen wie er sich ihm unterordnet.

Anbieten konnte der Teufel auch die Regierungen der Welt nicht wirklich. Denn dieser wusste das auch hier der himmlische Vater das letzte Wort hat, der ja die staatlichen Gewalten als Gottes Dienerin existieren lässt und wieder stürzen könnte.

Bekannt ist aber aus Eden, das er lügt und und falsche Versprechen macht auf die Jesus nicht reinfiel.

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@Bast4321
Der Teufel wollte zwar von Jesus angebetet werden, jedoch nicht weil er selbst Gott sein will denn das steht da nicht, sondern er wollte Jesus sehen wie er sich ihm unterordnet.

Da der Teufel ganz genau weiß, dass nur Gott allein Anbetung zusteht, will er sehr wohl so sein wie Gott!

Anbieten konnte der Teufel auch die Regierungen der Welt nicht wirklich. Denn dieser wusste das auch hier der himmlische Vater das letzte Wort hat, der ja die staatlichen Gewalten als Gottes Dienerin existieren lässt und wieder stürzen könnte.

Wäre das Angebot Satans an Jesus, ihm alle Königreiche dieser Erde zu geben, tatsächlich eine Versuchung gewesen, wenn ihm diese Reiche gar nicht gehört hätten? Und hätte Jesus ihm nicht widersprechen müssen? Stattdessen sagte er später selbst, dass der Teufel der "Herrscher dieser Welt" ist (Johannes 12:31).

Und Jahre später schrieb der Apostel Johannes in einem seiner Briefe: "Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist" (1. Johannes 5:19).

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@Philipp59

. Und hier wieder dieses "wir wissen wie der Teufel tickt":

Da der Teufel ganz genau weiß, dass nur Gott allein Anbetung zusteht, will er sehr wohl so sein wie Gott!

Es gibt aber keinen Bibelvers der das aussagt oder wo der Teufel sagt "ich will sein wie Gott". Wer das trotzdem glaubt der theoretisiert über dem hinaus was in Gottes Wort steht. Er dichtet etwas dem Teufel an was er nicht ist.

Wäre das Angebot Satans an Jesus, ihm alle Königreiche dieser Erde zu geben, tatsächlich eine Versuchung gewesen, wenn ihm diese Reiche gar nicht gehört hätten?

Nun,sie gehörten ihn ja nicht buchstäblich, sondern er beeinflusst sie ja nur,gemäß seinen Mitteln.

Und hätte Jesus ihm nicht widersprechen müssen?

Oh, das hat er doch.

Stattdessen sagte er später selbst, dass der Teufel der "Herrscher dieser Welt" ist (Johannes 12:31).

Herrscher dieser Welt ist nicht Gott dieser Welt.

Und Jahre später schrieb der Apostel Johannes in einem seiner Briefe: "Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist" (1. Johannes 5:19).

Heute würde man sagen, "Geld regiert die Welt". Auch Johannes sagte hier nicht wortwörtlich,das der Teufel Gott sein will, sondern das böses die Welt regiert.

Und auch wenn Paulus in 2.Korinther 4, 4 Satan als den Gott dieser Welt nennt, so hat sich der Teufel niemals selber so genannt. Er schrieb aber auch wie er das meinte, als dessen Einfluss der die Menschen verblendet.

Würde der Teufel Gott sein wollen, dann würde er den Menschen gutes tun. Aber wegen welcher seiner Taten sollte man ihn denn anbeten wollen? Weil er die Menschheit ins Verderben stürzte?

Tut mir leid, aber für mich geht Gottes Wort vor Dichtkunst.

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"Ich meine Gott war allmächtig und hätte eine Menschheit erschaffen können müssen welche keine Völkermorde begeht."

Du widersprichst Dir selbst, indem Du einerseits in Deiner Frage davon ausgehst es gäbe einen allmächtigen Gott. Andererseits sagst Du in Deinem letzten Satz, s. o. er war allmächtig. Wenn es ihn gemäß Deiner Einleitung gäbe, müsste er noch immer allmächtig sein.

Ich persönlich glaube das es keinen Gott gibt, irgendwelche Hardcore-Christen werden Dir jetzt wieder die "freie Entscheidung" und den "freien Willen" erklären, aber jeder wie er mag....

Kann man so sagen ja.

Was man definitiv sagen kann ist: Gott hat das ganze so geduldet wie es passiert ist.

Sprich es war ihm so wichtig das der Holocaust passiert ist das er diesen nicht verhindert hat.

Warum ihm das so wichtig war das kann die keiner sagen. Es kann sein das der Freie wille des menschen eben wichtiger ist als das viele viele menschen nicht gequält werden oder sterben.

Oder es kann sein das der Holocaust in dem lauf der dinge das geringste übel war und alle anderen möglichkeiten der zukunft zu mehr ofern auf lange sicht geführt hätte. Was aber hier gottes möglichkeiten bzw. macht insoweit einschränkt das er eben kein leid verhindern kann.

Kurz: Endweder er konnte oder wollte es nicht verhindern.

Nein, der Mensch!

Die Bibel beschreibt im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

Zur Frage, warum Gott Leid zulässt, finde ich auch die Argumentation des folgenden Artikels sehr interessant: http://www.jesus.ch/lebenshilfe/krankheitsbilder/103989-warum_laesst_gott_das_leid_zu.html

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