Angenommen England steht nach dem Brexit besser da, als vorher (also EU-Mitglied) würden andere Staaten folgen?

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Das Ergebnis besteht aus 7 Abstimmungen

Ja 71%
Schwer zu sagen 14%
Nein 14%

11 Antworten

Ja

Rein theoretisch: Ja.

Praktisch wird UK aber nach dem Brexit auf absehbare Zeit nicht besser dastehen - sehr wahrscheinlich sogar deutlich schlechter.

Und "beneiden" würde ich die britische Regierung im Moment wirklich nicht - im Moment herrscht da Chaos pur: PM Cameron ist zurückgetreten, der Schatzkanzler (Finanzminister) Osborne hat öffentlich zugegeben, KEINEN Plan für einen Brexit zu haben, Boris Johnson hat schon seine ganzen Versprechen (350 Mio. für das Gesundheitssystem! Keine Immigration!) zurück gezogen, Farage hat gestern noch ein bißchen Brücken abfackeln im EU-Parlament gespielt, die Torys stehen führerlos rum und Labour zerfleischt sich grade selbst.

Kurz gesagt: Da brennt das Dach!

Und die EU hat auch klare Ansagen gemacht: Austritt ASAP und Rosinen picken ist nicht.

UK hat jetzt also 3 Möglichkeiten, von denen keine so wirklich toll ist:

a) Das Referendum war nicht-bindend, also kann man es (theoretisch) ignorieren. 17 Mio. Wähler vor den Kopf zu stroßen ist aber politischer Selbstmord.

b) Austritt aus der EU und Eintritt in den EWR. Damit verliert man seine Stimme in der EU, muß aber trotzdem weiter zahlen (wenn man z.B. mit Norwegen vergleicht, müsste UK das doppelte oder dreifache des bisherigen Beitrags zahlen) und alle EU Gesetze und Regularien übernehmen (auch Arbeitnehmerfreizügigkeit). 

c) Austritt aus der EU ohne neuen Vertrag. Damit bricht der Export massiv ein (~50% der UK-Exporte gehen in die EU) und "the City" (Finanzsektor) wandert ab (12% des BIP gehen verloren!). Also die komplette wirtschaftliche Katastrophe.

In so fern ist die Möglichkeit, daß UK nach dem Brexit besser dasteht, eher imaginär.

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Volksabstimmungen, "direkte Demokratie" sind das GEGENTEIL von Demokratie.         Demagogen sind Tür und Tor geöffnet..

.. Vielle Bürger sind gebildet, aber nur in ihrem Bereich auch kompetent, doch in der Masse oft hirnlos. Und dann gibt es noch "Protestwähler"und Neuwähler, die eine Nazi-Partei wählen, weil sie angeblich "neu" ist,...... aber 90-jährigen braunen Schatten wirft.....  "LINKE" wie SED-Gysi  werden "Demokraten" genannt,,,,

Das Beispiel Brexit wird Länder wie Ungarn,Tschechien und die Slowakei abschrecken.  Schon bevor der Brief     - § 50 -    geschrieben ist, geraten Engländer in Panik - und Leute wie Höcke, Wilders und le Pen können zwar schwätzen, aber ohne Erfolg.

 --- so sinnlos wie deine sogenannte "Abstimmung"

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Good bye Britain:

Sollen die Britten doch endlich gehen. Sie haben ja schließlich ihrer hochgepriesenen >>Splendid Isolation<< nie ganz abgeschworen und stets den europäischen Kontinent mit Argwohn beäugelt. Als überzeugte, auf dem Commonwealth fixierte Seemacht, werden sie nie und nimmer aufrichtige Europäer sein. Höchstens könnten sie sich ein Europa unter englischer Hegemonie vorstellen.

Also Brexit und eine Extrawurst weniger. Vielleicht regt es sämtliche Hinkebeine zum Denken an, in welche Richtung auch immer. Das
Hauptziel sollte doch die Gründung eines parlamentarisch-demokratisch
europäischen Bundesstaats sein: starke Vereinigte Staaten von Europa mit
eigener Bundesarmee und eine Hauptstadt – ob Straßburg oder Brüssel – aber nicht beide. Englisch sollte erste Amtssprache sein, da sie weltweit am meisten gesprochen wird.

Dieses aufgeblähte Europa der Regierungen mit andauernd nörgelnden Partnern, die nur auf ihre Vorteile fixiert sind, hat so keine Überlebenschancen. Um zu diesem Schluss zu kommen, braucht man wahrhaftig keine Politikwissenschaft studiert zu haben !!!

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Ja

Falls die Politker nicht verstanden haben, ja, dann hat das Ende der EU begonnen.
Im Augenblick herrscht allgemeine Sprachlosigkeit.

Was wäre zu tun?
- der Neoliberalismus muss beendet werden
- zurück zu einer sozialen Marktwirtschaft, in der Wirtschaft und Wohlstand
  gemeinsam gedacht werden, nicht Rekordgewinne für die Wirtschaft und
  Niedriglöhne für das Volk

Das ist kein Weg für die EU, sondern nationale Aufgabe.
Man fragt nicht die Frösche wenn man einen Teich austrocknen will.

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Ja

Ja - sollte GB nach dem Brexit besser da stehen, so würden möglicherweise auch andere Länder austreten wollen.

Nur: das wird nicht passieren!

Du bist neidisch? Worauf? Darauf, dass die Gerontokratie die Zukunft der Jungen versaut? Darauf, dass mit Polemik, Populismus falschen Behauptungen und Stimmung Politik gemacht wird anstelle von Vernunft und Verstand?

Volksentscheide führen dazu, dass die Idioten über die Fakten triumphieren. Zum Glück haben wir so einen Quatsch nicht.

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Kommentar von kohoki666
29.06.2016, 13:36

Aha. Also bei einem Volksentscheid besteht die Mehrheit also aus Idioten ? Na das ist ja eine schöne Auffassung. Dann lieber wenigen Idioten (Politiker) alles anvertrauen, die vom Volk so weit entfernt sind wie die Erde vom Mond. Eine ganz gute Idee. Man sieht ja nicht schon seit Jahrzehnten wo das hinführt. 

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Kommentar von MickyFinn
29.06.2016, 13:37

Nein... in der EU, genauso wie hier, sind es wenige, die versuchen der großen Masse ihre Meinung aufzudrücken. Und wehe die sind dagegen... dann fallen schnell Worte wie ,,Populismus... etc."

Zum Glück jedoch, haben nicht alle vergessen wie man selbstständig denkt.

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Kommentar von wurzlsepp668
29.06.2016, 13:41

kleine Korrektur:

die Jugend in GB hat sich die Zukunft selber versaut ....

da sie ihr Wahlrecht nicht in Anspruch genommen haben ...

in einem Bericht im Fernseh wurde gezeigt, dass in manchen Stadtteilen die Befürworter über 70% der Stimmen geholt haben .... Auswertung nach dem Alter: nahezu die komplette ältere Generation hat für den Austritt gestimmt ..... nur bei der Jugend war die Wahlbeteiligung erschreckend gering ....

aber ich gebe dir Recht: GB wird NICHT besser dastehen ...

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Ja

Also im Moment will das ja bei denen noch keiner Umsetzen. Börsenkurse werden rauf und runter gehen. Dann wird sich das ganze stabilisieren. Wenn die wirklich austreten, was ja auch noch 2 Jahre Übergangsphase bedeutet, werden es sicher andere auch machen. Wer will den überteuerten Wasserkopf denn noch weiter finanzieren ? Bezüglich der Migrationsproblematik ist ja immmer noch nichts passiert. Aber hauptsache wir wissen wie krumm eine Banane sein darf. Und Titip und die ganzen Freihandelsabkommen sind ja auch noch im Gespräch und verden versucht durchzubringen, obwohl das keiner will

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Nein

Ich bin echt neidisch auf die Briten

Es wird sie freuen, das zu hören, aber dafür können sie sich nichts kaufen. Und der Ausgang der Befragung hat das ganze Volk erschüttert und tief gespalten. Da ist wirklich der Worst Case eingetreten und außer ein paar Unbelehrbaren begreifen das immer mehr Bürger. Der Hurra-Patriotismus (der dir wohl noch vor Augen schwebt) ist einer tiefen Ernüchterung gewichen.

Das Land steckt in einer tiefen inneren Krise, die Regierung ist praktisch handlungsunfähig und es droht der Abzug ausländischer Investoren mit massivem Arbeitsplatzabbau sowie der Ausschluss vom europäischen Binnenmarkt.

so etwas wie einen Volksentscheid wird es bei uns nie geben

  1. war das kein Volksentscheid, sondern eher eine Meinungsumfrage
  2. gibt es sehr gute historische Gründe, dass ein solcher auf Bundesebene bei uns nicht möglich ist
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Kommentar von wurzlsepp668
29.06.2016, 13:46

am Sonntag war zu lesen, dass über google folgende Anfragen rapide zugenommen haben:

  • was bedeutet der Brexit für England
  • wer ist Mitglied in der EU
  • was bedeutet Eu überhaupt ....

sämtliche Anfragen kamen aus GB ....

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Kommentar von MickyFinn
29.06.2016, 13:47

Natürlich wird es sie freuen.. oder dachtest du die Flüchtlingszüge seien schon um? ^^

Der Türkeideal ist nur Wahlkampfpause, damit man denkt ,,ohh.. es kommen fast keine mehr, die machen alles richtig" (Hust hust täglich noch über 500). Damit soll der AfD der Wind genommen werden... denn wenn es nach der SPD, CDU, Linken und Grünen gehen würde, hätten wir schon eine Brücke von Nordafrika und dem Nahen Osten, direkt nach Deutschland.

Dann gehen die Verteilungen in der EU wieder los... tja, England braucht sich dann keine Sorgen mehr zu machen ;)

Während deren Wirtschaft boomt, geht die in der EU schlagartig zurück...

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Schwer zu sagen

Kein Volksentscheid, sondern ein Referendum, wichtiger Unterschied. Zudem wird es für das britische Volk NULL Vorteil bringen, ganz im Gegenteil, selbst die ehemaligen Befürworter würden am liebsten das ganz wieder rückgängig machen. Aber sollte es tatsächlich besser werden, dann sind sicher viele Staaten ruckzuck ausgetreten, bis nur noch die kleinen und armen Staaten zusammen sind. Verloren hätten dann aber auch wieder alle.

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Kommentar von CozySituation
29.06.2016, 13:25

Juristisch gesehen vielleicht ein Unterschied. Logisch gesehen nicht.

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Kommentar von MickyFinn
29.06.2016, 13:28

,,Kein Volksentscheid, sondern ein Referendum, wichtiger Unterschied" Deswegen schrieb ich auch: ,,so etwas wie einen Volksentscheid". Also ein direktes Mitbestimmungsrecht der einzelnen Bürger.

Ein Vorteil ist, die Knechtschaft der EU nicht mehr erdulden zu müssen und den Kurs der Flüchtlingskrise nicht mehr aufgezwungen zu bekommen... denn daher wählten die meisten für das Brexit

http://www.epochtimes.de/politik/welt/cameron-ueber-brexit-fluechtlingspolitik-der-eu-hat-zum-austritt-gefuehrt-a1340423.html

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Dass sie noch nicht raus sind bzw. noch nicht mal den Antrag gestellt haben, weißt du aber, oder?

Und das war auch kein Volksentscheid von denen. Informiere dich bitte etwas über das Thema, bevor du so komische Dinge hier verbreitest. 

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Kommentar von MickyFinn
29.06.2016, 13:30

ach... das dauert sicher ca. 2 Jahre, ist schon klar.

Deswegen schrieb ich auch: ,,so etwas wie einen Volksentscheid". Damit meinte ich: ein direktes Mitbestimmungsrecht einzelner Bürger.

Bitte langsam lesen -.-

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Kann ich mir gut vorstellen. Die momentanen Turbulenzen werden sich in vllt einem halben Jahr auflösen. LG

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Ja

Was die Sache mit dem Volksentscheid angeht, stimme ich dir zu. Aber sonst gibt es nur Schlechtes am Brexit. 

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