Angenommen ein verkleideter Horror Clown greift mich grundlos am Spätabend an?

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14 Antworten

der Angreifer; du darfst aber nur im Rahmen der Verhältnismäßigkeit agieren; Bei KO aufhören

Dankeschön

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Notwehr muss nicht verhältnismäßig sein!

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Notwehr ist eine Verhältnismäßigkeit fremd.

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Die Notwehr und die Verhältnismäßigkeit - ein offenbar unausrottbarer Irrtum.

Beispiele:

Frau X wird vergewaltigt. Sie hat nur die einzige Möglichkeit sich zu wehren, als dem Vergewaltiger das in Reichweite ihrer Hände liegende Küchenmesser in den Rücken zu rammen. Der Vergewaltiger stirbt. 

Angriff gegen die sexuelle Selbstbestimmung wird mit tödlicher Abwehr beantwortet = unverhältnismäßige Abwehr = keine Notwehr, würde man den Verhältnismäßigkeitsvertretern folgen = Verurteilung wegen Totschlag = die Frau sollte sich besser vergewaltigen lassen anstatt sich zu wehren.

Herr Y versucht mit ernsthafter Tötungsabsicht den X zu erwürgen. X ist körperlich überlegen und könnte den Angriff leicht mit einer kräftigen Ohrfeige abwehren. Da der Angriff aber auf das Leben des X abzielt, zerschlägt der X dem Y mit gezielten Schlag den Kehlkopf, Y stirbt. 

Angriff auf das Leben wird mit tödlicher Abwehr beantwortet = verhältnismäßige Abwehr = laut Verhältnismäßigkeitsanhängern Notwehr = keine Bestrafung. 

Und noch ein Beispiel gegen die Verhältnismäßigkeit:

X klaut dem Y die Brieftasche mit 100 €. Y verteidigt sich mit einem Faustschlag, X geht ko. Ab welcher Summe dürfte Y überhaupt schlagen, würde 100 € nur eine Ohrfeige, 200 € einen Faustschlag und 500 € zwei Faustschläge rechtfertigen? 

Gut dass die Notwehr tatsächlich erforderlich, nicht verhältnismäßig sein muss. 

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@furbo

Woran man mal wieder sieht, dass "mann" immer noch in der Steinzeit leben darf und frau rechtslos ist.

  Kinder und Frauen : immer unterlegen.

Aber es wird über andere, sog. frauenfeindliche Religionen geschimpft. Alles Heuchelei!

Wenn ich mich in Deutschland vergewaltigen lassen muss, statt mich  wehren zu dürfen, habe ich nicht wesentlich mehr Rechte als die Frauen hinterm Schleier. Im Gegenteil, ich muss noch arbeiten gehen und Geld reinholen.

Traurig!

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§ 32 Abs. 2 StGB.

Alles was du tun musst um den Angriff gegen deine Person oder Dritte abzuwehren ist legitim.

Erst wenn die Gefahr definitiv nicht mehr vorliegt, weil der Täter kampfunfähig ist, ist die Notwehrsituation beendet und du könntest dich bei weiterem Vorgehen strafbar machen.

An dieser Stelle sei aber nochmal auf § 33 StGB hingewiesen.

Von Verhältnismäßigkeit steht nirgendwo was im Gesetz.

Danke für die fachmännische Antwort!

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Ich habe jemanden sehr verletzt und zerbreche mir nun den Kopf über meine Dummheit ?

Das Problem ist, da du ein Kampfsportler bist, dass du dich erst mit deiner Kampfsportart verteidigen darfst, wenn du deinen Angreifer mindestens drei mal vorgewarnt hast, dass du diese Sportart beherrschst, da du ansonsten vor dem Gesetz als Waffe gilst. Du darfst die Kampfsportart jedoch verwenden ohne Vorwarnung, wenn dein Angreifer selber eine Waffe dabei hat, zB ein Messer. Dumme Gesetzeslage in Deutschland, aber leider ist es so. Demnach wenn du dich ohne Vorwarnen verteidigst, kriegst DU die Strafe.

Vielen Dank

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Das Problem ist, da du ein Kampfsportler bist, dass du dich erst mit
deiner Kampfsportart verteidigen darfst, wenn du deinen Angreifer
mindestens drei mal vorgewarnt hast

Aus welchem Hintern hast du denn den Mumpitz gezogen? Manche Leute schaffen es wohl nicht ihr Geschäft auf dem Klo zu verrichten und dann kommt so ein Tipp-Stuhlgang zustande...

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@kevin1905

Haha, voll gut. Kann man aber nicht besser sagen.

Der Unfug, den man hier oft liest, ist echt beeindruckend.

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Das steht in den Gesetzen, wie ein guter Kollge von mir, der uebrigens eine Kampfsportart betreibt, sagte.

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@Bellaa1210

Und dem wurde das von seinem Lehrer erzählt? Er soll mal sein Gesetz raussuchen. Aber er kann sich die Mühe sparen, es existiert nicht ^^

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Du darfst Dich nur so weit wehren, wie es nötig ist.

Du würdest es ja aus Notwehr tun, also wäre er wahrscheinlich trotzdem der Schuldige.

Hallo asiawok,

Da es sich bei deinem Handeln dann um Notwehr handeln würde, trifft dich keine Schuld und du würdest wahrscheinlich keine Strafe erhalten.

Viele Grüße 

MrDog 

Vielen Dank!

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Völlig falsche Antwort.

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@supersuni96

Begründe bitte @supersuni96, denn ich wüsste nicht, was an der Antwort falsch wäre! 

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@MrDog

Jemand, der Kampfsport betreibt und erlernt hat, lernt auch, dass er seine sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten nicht in dem Umfang einsetzen darf, dass er den unterlegenen Gegner schwer verletzen würde. Wenn er dies trotzdem tut, begeht er gefährliche Körperverletzung. Das ist ein Straftatbestand und hat nichts mehr mit Notwehr zu tun. 

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@supersuni96

Während ein Angriff unmittelbar läuft darf ich alles tun um diesen zu beenden, bis zu dem Moment wo der rechtswidrige Angriff gegen mich nicht mehr vorliegt.

(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen
gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen
abzuwenden.


Das kann von einem Schubsen bis zum Genickbruch alles sein. Erst ins Gesetz schauen, dann überlegen ob man wirklich Schwachsinn schreibt.

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@supersuni96

Sicher erfüllt er einen Straftatbestand. Denn wäre das nicht der Fall, bräuchte er nicht den Rechtfertigungsgrund der Notwehr. 

Auch als Kampfsportler unterliegst du, wie jeder sich Notwehrende, der Einschränkung: die Abwehr muss erforderlich sein. 

Für Kampfsportler gibt es keine Sonderregelungen!

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Und jetzt?

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@asiawok

Es hängt natürlich davon ab, ob du ihn mit Absicht schwer verletzt, oder ob es nur auf ein Versehen deinerseits zurückzuführen ist, da du Kampfsportler bist

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@MrDog

Mr. Dog: Im Kampfsport gibt es kein "Versehen". Gerade ein Sportler, der eine Kampfsportart lernt, lernt zu allererst die Gesetze und die Folgen seines Handelns. Er lernt, in welchen Verhältnismäßigkeiten er sich "wehren" darf und er lernt, dass er seine Kampfsporttechniken eben NICHT als Gegenwehrmittel an Nicht-Kampfsportlern einsetzen darf. 

Einfach mal nichts Dummes schreiben, wenn man keine Ahnung hat. Und davon haben eine ganze Menge Leute hier offensichtlich recht viel "keine Ahnung".

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@supersuni96

Du darfst deinen Kampfsport trotzdem als Notwehr einsetzen, sicherlich ist es keine Lösung jemanden schwer zu verletzen, aber dennoch darf man auch als Kampfsportler dafür sorgen, dass man nicht verletzt wird und dies auch mit dem erlernten Kampfsport.

Scheinbar hast du meinen Kommentar vorher nicht gelesen, aber offenbar solltest du dich nochmal darüber informieren ab wann Handeln Notwehr ist und ab wann nicht, ich jedenfalls habe mir deinen Kommentar "zu Herzen" genommen und erneut Recherche betrieben.

Viele Grüße

MrDog 

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@supersuni96

Anderen Leuten Unwissen unterstellen aber eine Antwort geben die juristisch so nicht vertretbar und hochgrad unterkomplex ist.

Dem Unwissen würde ich trotzdem zustimmen, das ist auf gutefrage wirklich der Horror. Da braucht man auch gar keine Clowns mehr.

Zum Thema: Selbstverständlich darf man Kampftechniken einsetzen, soweit das erforderlich ist. Rein rechtlich betrachtet wird hier durchaus ein gewisser Spielraum eingeräumt, denn eine Notwehrhandlung ist erforderlich, wenn sie das mildeste geeignete Mittel ist um den kampf sicher zu beenden bzw. den Angriff abzuwehren.

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@MasterJohanna

Eine Kampftechnik einzusetzen, richtet sich nach der Situation des Angriffs. Einem Angreifer einen Kehlkopfschlag zu verabreichen, der lediglich die Faust gegen mich erhebt, ist sicher nicht das "mildeste Mittel". Man darf sich in der Notwehrsituation in der Form verteidigen, dass man den Angreifer immobilisieren und ggf. entwaffnen kann. Dazu ist eben das mildeste Mittel aus der Kampftechnik zu wählen. 

Und wenn man den Angreifer in irgend einer Form verletzt hat, weil man ihn kampfunfähig gemacht hat, ist man verpflichtet, Hilfe zu holen und den Verletzten wieder zu "retten". Dieser Punkt scheint hier auch von allen Vergessen zu werden. Wer sein Opfer liegenlässt, macht sich strafbar.

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@supersuni96

Interessanter Fall...

Das mildeste gleich geeignete Mittel um den Angriff sicher zu beenden. Tödliche Verteidigung ist oft nicht nötig. Mal ein Handgelenk zu brechen o.Ä. ist da wieder ganz was anderes. Tödliche Verteidigung sollte aber i.d.R. vermieden werden.

Die Strafbarkeit ist nur aus echtem Unterlassungsdelikt gegeben, nicht hingegen aus unechtem Unterlassen, das stünde nicht im Einklang mit der Rechtsordnung (Gleichwertigkeit von Tun und Unterlassen). Das verwirklichte Unrecht der unterlassenen Hilfeleistung ist ausgesprochen gering. Zu berücksichtigen ist hier in der Strafzumessung auch noch der Angriff.

Aber ja, es wird wahrscheinlich ein § 323c verwirklicht.

Viele Grüße, JS

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@supersuni96

Im Kampfsport gibt es kein "Versehen". 

Blödsinn. Auch den trainiertesten Kampfsportlern unterlaufen Fehler. In meiner vorletzten Dan-Prüfung habe ich meinem Uke mittels Fußtritt die Nase gebrochen, shit happens... 

Und: ob sich ein Kampfsportler mit erlernten Techniken wehrt, ist seine eigene Entscheidung. Es gilt für ihn, wie für jeden anderen, dass die Abwehr erforderlich sein muss. 

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Superdünn 96
Da hast du  Recht

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... der Sportler (wenn es denn überhaupt Sport ist) natürlich, denn ihm darf auch so einer nicht einfach zerbröseln, so lese ich die Spielregeln.

Es gilt das Gesetz der Verhältnismäßigkeit. Demnach darfst du nicht unnötig brutal vorgehen. Aber so wie ich dich einschätze, ist dieser Clown anschließend sowieso 4 Wochen zu keiner Aussage fähig. Bis dahin bist du schon lange wieder in Wok-hausen.

Notwehr muss nicht verhältnismäßig sein!

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@exxonvaldez

Sie ist auf Grund gelaufen und hat die halbe Welt verseucht. Siehst du, man kann dir immer noch nicht trauen.

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Da hast du Recht !

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@asiawok

... aber dann bleibt wenigstens etwas hängen. Siehe nur die Werbung und auch die Sülze der so hochgejubelten aus Berlin.

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Na das nennt man Notwehr. Also der sich verteidigt kriegt wohl kein Ärger

Wenn du weißt wann du aufhören SOLLTEST kann dich auch keine Anzeige wegen KV usw erwarten

Es wurde schon gesagt das man diese Clowns schlagen darf wenn die dich erschrecken bzw angreifen also du bist dann nicht schuld

Dankeschön

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Kein Ding :)

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da du kampfsportler bist, weißt du ja wie sehr du jemanden verletzt. wenn du ihn also kampunfähig schlägst, alles gut dann wars notwehr. Darüber hinaus ist es schon wieder grenzwertig

Ich weiß wie man jemanden ausschaltet ohne ihn töten zu müssen

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@asiawok

töten und kampfunfähig sind komplett andere sachen. den typen auf den boden werfen und weg rennen und den typen auf den boden werfen und behindert treten sind schon welten auseinander

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Wenn du ihn halb tot schlägst hat das glaub ich nich mehr was mit Notwehr zu tun. Es kommt immer auf die Situation an.

Nein ich schlage ihm nur bewusstlos

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@asiawok

Auch hier stellt sich die Frage, ob die ihn auch einfacher unschädlich hättest machen können, gerade als Kampfsportler. Denke so einfach bist du dann nich ausm Schneider

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@asiawok

Was wenn du dir nur einbildest dass er dich "angreift"? Was wenn es nur ein Schauspieler oder sonst was ist? Dann darfst du dich dafür verantworten.

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"An der Stelle nochmal Shoutouts an den Notwehr-Paragraphen" - Kollegah, Genozid

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