Angeleinter Hund reagiert aggressiv auf andere Hunde und alles (Bein, Hand, etc.)was dazwischen kommt wird weggeschnappt?

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8 Antworten

Hallo Lady1004,

bis ein Hund an der Leine dann Umschnappen als Übersprungverhalten zeigt muß schon sehr vieles an Strafreizen an dem Hund passiert sein.

Nachdem Du die Hündin schon als Welpe hattest, dürftest Du ohne Bauchgefühl und Empathie für den Hund wohl falschen Ratgebern gefolgt sein.

Dein Hund hat erfahren und gelernt:

  • dass Du den Hund in brenzlige, Angst machende Situationen führst, statt derartige Unannehmlichkeiten und Stress für den Hund zu vermeiden.
  • dass Du Deinem Sozialpartner Hund auch nicht gegenüber Fremdhunden schützen kannst oder willst.
  • dass er, der Hund Stress durch nicht ausweichen können an der Leine, nur noch durch Eigeninitiative, wie massives Drohen und nun sogar mit Umschnappen von sich fern halten kann.
  • dass Du den Hund, wenn er in Panik sich abwehrend verhält auch noch strafst. Zum Beispiel durch Rucken und Ziehen an der Leine, durch Anschreien usw.
  • dass Du glaubst der Hund lernt sein Verhalten zu ändern wenn ein Halsband ihn würgt...
  • dass er sich nur noch helfen kann auszuweichen wenn er um sich schnappt, weil Du ihm die Bewegungsfreiheit nimmst.

Wenn Du ganz ehrlich zu Dir bist, dann musst Du zugeben, daß das Vertrauen Deines Hundes durch dich ziemlich missbräuchlich enttäuscht worden ist. 

Nun könntest Du noch den Fehler machen falsche Ratschläge anzunehmen, deinen Hund zum Beispiel zu zwingen hinter Dir zu laufen, ihm die Sicht nehmen, ihn in eine "Drillerziehung" oder "Dominanzerziehung" hineinzuzwingen.

Dann ist alles kaputt, was eine gute Mensch - Hund Beziehung ausmachen könnte.

Wie Du nun das Vertrauen Deiner Hündin wieder erwerben kannst, das lernst Du nicht hier im Internet, nicht durch anonyme Ratschläge in Hundeforen von allerlei "Möchtegern-Hundeerziehern"

Das Einzige das ich Dir in Eurer misslichen Situation noch wirklich wärmstens empfehlen kann: Bitte suche Dir einen Hunde Verhaltenstrainer bei Dir vor Ort welcher Dir hilft Deine Anfangsfehler wieder wett zu machen.

Bitte in die Suchmaschine eingeben: 

Die Postleitzahl deines Wohnortes und - IBH-hundeschulen 

So findest Du - auch in Deiner Wohnumgebung - einen gut ausgebildeten und laufend fortgebildeten, erfahrenen Hundeverhaltensexperten. 

Lass Dir helfen, so schnell wie möglich positiv mit Deinem Hund umzugehen. Zu wissen wie Du in solchen Situationen mit Deinem Hund - deeskalierend - umgehen mußt....

Damit Du nicht von Deiner Hündin in panischer Angst gebissen wirst!

Merke Dir - Du bist der Verursacher dieses Angstverhaltens. Nur Du kannst das wieder zum Positiven wenden. Fang an! Mach endlich das Richtige und etwas vernünftiges - Pro Deinem Hund. Der Halter ist der einzige Anwalt des Hundes.

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Kommentar von xAdmiralAckbarx
16.05.2016, 00:41

M.E. ein völlig übertriebener Beitrag. Merkt man schon alleine dadurch, dass du den Text in der Fragestellung überhaupt nicht richtig gelesen hast.

Die Fragestellerin besucht bereits seit 18 Monaten eine Hundeschule. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn die Schule auch Mitglied beim IBH ist, da dies sicherlich kein Garant für einen guten Hundetrainer- oder experten ist.

Brenzlige Situationen lassen sich oftmals nicht umgehen. Es ist absolut nicht möglich Unangenehme Situationen für gänzlich zu vermeiden. Hier einen Vorwurf zu halte ich daher für völlig überzogen.

Es ist im Text nirgends zu erkennen, dass sie den Hund nicht schützen will. Der Vorwurf entbehrt jeglicher Grundlage!

Dass der Hund für dieses Verhalten bestraft wird ist ebenfalls nicht zu erkennen. Entbehrt ebenfalls jeglicher Grundlage!

Gleiches trifft darauf zu, dass der Hund mit dem Halsband gewürgt wurde...

Dass sie dem Hund die Bewegungsfreiheit nimmt und der Hund sich deshalb zu wehr setzt ist ebenfalls nicht erkennen.

Auf der Grundlage der Feststellungen dann von einer großen Entäuschung zu reden, halte ich für völlig fehl am Platz. Mag sein, dass hier Fehler gemacht wurden.. Aber deine Vorwürfe sind nach den Informationen nicht haltbar!

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Wenn du doch schon in der Hundeschule bist, dann nimmt dir halt mal deine Trainer(in) mit zu einer einzelstunde.

Aufm Platz klappt meistens alles prima, weil man dort unter Anleitung korrigiert wird und du schnell aus deinen Fehlern lernst.

Mach eine Privatstunde aus, habe ich auch gemacht und nicht nur einmal.

Finde ich schon hart wenn deine Hündin, vor lauter Übermut nach dir schnappt oder den Klamotten.

Keiner kennt dich und Hund hier, deine Trainer schon. Also Einzelstunde vereinbaren und genau das Problem vor Ort angehen.

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Dein Hund hat Dich nicht mehr als "Leithund" im Visier und hat durch Deine Unsicherheit aus der Vergangenheit gelernt sich selber zu verteitigen und die Angst/ Agression umzulenken.

Jetzt hilft nur absolut konsequentes Handeln und vor ALLEM KEINE ANGST VON DIR!

Nimm ein absolutes Highlitleckerli mit auf die Runde und wenn Euch ein hund entgegen kommt, dann so ablenken, dass Dein Hund zu Dir schaut und zwar hoch zu Dir . Das Leckerlich kann dabei vor Deinem Mund sein.

Wichtig ist absolut konsequent mit kurzer Leine an dem anderen Hund vorbei zu gehen!

Kein Drama , keine Zuquatschen von Deinem Hund

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Kommentar von YarlungTsangpo
15.05.2016, 23:09

Nein! Man zwingt keinen in panischer Angst befindlichen Hund dicht an anderen, Angst machenden Hunden vorbeizulaufen! Auch nicht für irgendwelche "Erziehungsratschläge"

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Kommentar von oki11
16.05.2016, 09:34

Ich rede auch nicht davon mit einem panischen Hund eng an einem anderen Hund vorbei zu laufen, sondern die Situation zu meistern die der Hund hat wenn ein anderer Hund angeleint entgegenkommt!

Der Hund hat einfach gelernt zu pöbeln wenn ein anderer Hund an der Leine entgegenkommt und diese Situation muss verändert werden.

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Mansche Beiträge finde ich etwas in Bezug auf die Folgerungen, die sie aus dem beschriebenen Verhalten ziehen, überinterpretierend.

Also: auch meine Hunde schnappen mal gegen das, was gerade im Weg ist, wenn sie sehr erregt sind. Bedeutet aber nicht dass da ein Problem mit der Rolle in der Hierarchie oder gobe Erziehungsfehler oder Charaktermängel des Besitzers bestehen. Die zwei schnappen sich gelegentlich gegenseitig (weil sie an die Katze nicht rankommen..), das bedeutet auch nicht dass sie sich gegenseitig sonst zerfleischen, ist die Katze weg, ist alles vergessen.

Die Situation ist für deinen Hund wohl aus der Unsicherheit Stress pur. Nimm ihm das nicht zu übel.

In solchem Erregungszustand (den man durch Druck und "Dominanz" noch steigern kann, was in einigen Filmen des wohl gemeinten amerikanischen Hundetrainers auch zu Beißvorfällen führt), lernt dein Hund nichts. Da wäre es wichtig, die Erregung zu erkennen und ihm helfen, aus der Situation gut rauszukommen oder erst gar nicht rein.

Trainieren kannst du in Situationen, in denen der Hund noch gelassen genug ist, um lernfähig zu sein. Wenn er diese Situationen "beherrscht", ein Alternativverhalten zeigen kann (dich anschauen auf Befehl, sitzen, bei Fuß gehen....) und auch Belohnung annimmt, dann können langsam auch angstbesetztere Situationen gemeistert werden und der Hund hat die Erfahrung "Ich kriege das hin und werde gelobt" statt "jetzt habe ich Angst und werde auch noch bestraft/bedroht") - sehr vermenschlicht, aber so ungefähr denke ich versehst du was ich meine.

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Kommentar von xAdmiralAckbarx
16.05.2016, 12:15

Das würde das Symptom bekämpfen aber nicht das Problem... 

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Kann es sein dass ihr ein Halsband benutzt oder dass sie einmal negative Erfahrungen gemacht hat?

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Kommentar von Lady1004
15.05.2016, 21:40

Wir haben beides: ein Halsband und ein Geschirr. Wir haben sie am Halsband festgemacht, In der Hoffnung dass sie merkt das es nicht so angenehm ist.

Die erste Huschu in der wir waren War die absolute Katastrophe! Und ja, dort hat sie leider schlechte Erfahrungen gemacht 😞

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Kommentar von Besserwisserin3
15.05.2016, 21:49

Dann nimmt besser nur das Geschirr. Dadurch dass sie sich warscheinlich gewürgt hat wurde das würgen mit der Begegnung von anderen Hunden verknüpft. Und dadurch kann dann einen leinenaggression entstehen.

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Du sagst, sie hat keinen Respekt vor Dir. Ich sage, sie hat kein Vertrauen in deine Führungsqualität.

Du hast sie in ihrer Unsicherheit nicht geschützt und sie fing an, das selbst zu regeln.

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Kommentar von Lady1004
15.05.2016, 21:46

Und wie Zeige ich ihr, dass sie das nicht nicht machen muss?

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Schau mal den amerikanischen Hundeflüsterer (kommt z.b. Auf Sixx)
Der bekommt das immer hin, kannst du ja ein paar Tricks abschauen, denn genau solche Fälle hat er auch

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Kommentar von brandon
15.05.2016, 21:39

Man kann einige Folgen auch auf YouTube ansehen.

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Kommentar von YarlungTsangpo
15.05.2016, 23:11

Das sind tierschutzrelevante Erziehungsmethoden! In jedem Abspann dieser Filme wird darauf eigens hingewiesen solches nicht einfach am eigenen Hund anzuwenden!

Deswegen sollte das dann auch nicht als " Ratschlag" kommen!

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Tja, hört sich ganz danach an als wärst du in einer der vielen kommerziellen Hundeschulen gelandet. MMn kannste getrost weitere Wege in die Hundeschule aus deinem Terminplan streichen.

Wichtig ist das du das Zepter ab sofort übernimmst. Fehlverhalten, darf nicht ignoierert werden sondern muss klare Konsequenzen habe. Ab sofort würde ich beim Spaziergang den Hund nur noch hinter mich laufen lassen. Ebenfalls absolut ohne Ausnahme nur noch mit Schleppleine. Alles was vor euch passiert hast du alleine im Blick. Drängt sich der Hund vorbei, dann zurückschieben. Kommt ein anderer Hund, dann hinter sich ablegen lassen. In diesem nicht sitzen oder gar stehen. Am besten sogar mit dem Kopf nach unten. Jedes Fehlverhalten korrigieren. Klare Ansagen! Nicht Zutexten! Kein Anschreihen KEINE GEWALT. Um zu verhinden dass der Hund aufsteht, kann man sich auch auf die Leine stellen. Das aber nur bei einem Geschirr. Weiter steht man immer zwischen dem anderen Hund und seinem Eigenen. Breiter Körper... Starke Austrahlung.... Diese Konsequenz muss jetzt bei allem sein. Kein Fehlverhalten mehr ignoriert sondern es muss alles Konsequenzen haben. Das braucht ne Menge Zeit und Geduld. Ich würde mir vielleicht auch eine Hundeschule oder einen Trainer suchen wo nicht alleine nur mit pos. Bestärkung gearbeitet wird. 

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Kommentar von YarlungTsangpo
15.05.2016, 22:42

Dieses "Dominanz" der Hund soll hinten laufen hat mit heutigem, modernen Wissen über reales Hundeverhalten nicht das Geringste zu tun.

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