Angela Merkel oder Gerhard Schröder?

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Das Ergebnis besteht aus 8 Abstimmungen

Schröder 62%
Merkel 37%

13 Antworten

Schröder

Erstmal hat Merkel die Agenda 2010 nicht unterstützt. Sie wollte etwas deutlich weitergehendes, etwas extrem unsoziales. "Kopfpauschale" wäre hier ein Stichwort.

Ansonsten: Schröder war nicht so US-hörig wie Merkel, hat in der Gesellschaftspolitik einiges vorangebracht(u.a. Reform des Staatsangehörigkeitrechts und Lebenspartnerschaft), und auch seine Wirtschaftsreformen haben positiv gewirkt. V.a. die Hartzreformen sind der Hauptgrund dafür, dass Deutschland heute eines der krisenfestesten Länder der Welt sind(hat ja u.a. die Finanzkrise gezeigt). Lässt sich auch mathematisch herleiten anhand der Suchtheorie. 

Schröder hat auch versucht, ein Einwanderungsgesetz und die doppelte Staatsbürgerschaft auf den Weg zu bringen.  Scheiterte leider beides am unionsdominierten Bundesrat. Und die Union sperrt sich ja bis heute gegen diesen vernünftigen Ansätze.

Allgemein würde ich die Einwanderungspolitik als wichtigstes Erbe Schröders bzw. der Rot-Grünen Regierung ansehen: Es wurde endlich akzeptiert, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, und es wurde erstmals Integrationspolitik betrieben. Die Vorgängerregierungen- auch die SPD-geführten- haben das unterlassen, was ein schwerer Fehler war. 

Also definitiv Schröder. Meiner Meinung nach einer der Kanzler, die Deutschland wirklich vorangebracht haben. 

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Weder noch.

Schröder hat mit der "Agenda-Politik" gerade die Situation für die untere Mittelschicht sehr problematisch gemacht, gleichzeitig im Bereich Wirtschaftspolitik durch diverse Regelungen den Großunternehmen Marktanteile zugeschanzt, während kleinere Mittelständler darunter leiden mussten.

Merkel hat die Belange der unteren Mittelschicht sowie des kleineren Mittelstandes komplett ignoriert. Stattdessen eine Aussitz-Politik, die Großunternehmen und ausländischen Interessen dienlich ist, aber wieder zu Lasten des "Durchschnittsbürgers" geht.

Sowohl Schröder wie auch Merkel haben eine Politik gemacht, die die jüngere Hälfte der Bevölkerung benachteiligt und die Älteren bevorzugt. Bei Schröder waren es die Anspruchskürzungen für Jüngere, während gleichzeitig älteren Arbeitnehmern gewisse Ansprüche weiter zugestanden wurden. Bei Merkel ist es die verfehlte Rentenpolitik, die den Älteren fleißig mehr Geld und "Sonderlocken" zugesteht, während für die Jüngeren gar nichts mehr übrig bleiben wird.

Ich werde bei der nächsten Bundestagswahl AfD wählen.

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Merkel

Beide habe sehr gute Arbeit geleistet.

Unter Schröder wurde die Agenda 2010 eingeführt, ein absolutes Erfolgsmodell, ein Ausländergesetz auf den Weg gebracht, dass dem Umstand des Einwanderungslands endlich Rechnung trug und den Weg für gezielte Integrationsförderung eröffnete und die Energiewende weg von fossilen Brennstoffen und Atomenergie hin zu erneuerbaren eingeleitet.

Merkel hat zunächst die Finanzkrise und später die Euro-Krise bravorös gemanaged, so dass wir ohne spürbare persönliche Konsequenzen durch sie hindurchkamen. Unter ihr wurde die Nettoneuverschuldung der öffentlichen Haushalte auf Nul zurückgefahren, der höchste Beschäftigungsstand in der deutschen Geschichte gestemmt, die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten Stand seit 25 jahren runtergefahren und die reallöhne erhöht. So nebenbei wurde auch noch erfolgreich die Flüchtlingskrise in einer humanitären Weise angegangen.

Merkel kommt da besser weg, hat aber auch mehr Zeit gehabt und "schönere" Problemvorlagen zu meistern.


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Kommentar von W4hrheitsf1nder
07.11.2016, 11:11

Wenn man jmd trifft der glaubt das die Finanzkrise und Eurokrise durchstanden ist, weiß man das diese Person einfach keinen Schimmer von der Materie hat.

 Auch sonst sind ihre Ansichten vor allem eines, extrem naiv.

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Kommentar von dan030
07.11.2016, 11:36

Bzgl. Merkel und Euro-/Finanzkrise: sie hat das vielleicht "gemanaged", aber nichts gelöst. Das ist eher ein Aussitzen und Scheckbuchpolitik gewesen, die da betrieben wurde.

Die Situation in den Euro-Südstaaten hat sich im Prinzip nicht verbessert. Die ganzen "Rettungsgelder" sind ja zum überwiegenden Teil auch gar nicht dort angekommen, sondern es wurden damit Forderungen von Gläubigern abgelöst/gesichert. Also primär Milliarden für die Finanzindustrie.

Eine substanzielle Lösung wäre daran zu erkennen, dass Defizite in den Staatshaushalten der Krisenländer verringert und gleichzeitig binnenwirtschaftliches Wachstum auf (selbst-)tragfähiges Niveau entstehen würde. Davon sind wir aber weit entfernt. Im Gegenteil: Länder wie insbesondere Griechenland bluten völlig aus, weil die Dauerkrisenlage zu einem "brain drain" bei der jüngeren Generation führt. Das wird es in Zukunft umso schwerer für so ein Land machen, selbst wieder auf die Füße zu kommen. Wenn dann noch dazu der politische Wille fehlt, einen wirklichen Strukturwandel vorzunehmen, dann bleibt die Krisenlage bestehen.

Im übrigen: Deutschland steht in den Statistiken immer toll da. Stichworte hohes Pro-Kopf-BIP und Außenhandelsüberschuss. Solange aber die Handelsbilanzüberschüsse nicht produktiv in die Volkswirtschaft gehen, sondern primär für M&A-Aktivitäten im Ausland eingesetzt werden, kommt dieser ganze nominale Überschuss nicht in der heimischen Wirtschaft an. Das ist ein ganz zentraler Punkt, den die Politik gern ignoriert bzw. aktiv verschweigt. Auf dem Papier sieht alles rosig aus. In der Realität schon weniger.

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Deine spitzfindig politisch argumentierten Fragen erwecken in mir das Gefühl, du willst provozieren!

Ich habe mir soeben einige durchgelesen und kann zum größten Teil auch nicht nachvollziehen, daß es dir allen ernstes darum geht, eine zufriedenstellende und fundierte Antwort erhalten zu wollen!

Nichtwählen oder ungültig ist keine Option.

Eben..daran auch schon fest zu machen für mich..Provokation!

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Kommentar von teletobbi
06.11.2016, 17:17

Das ist keine Provokation, sondern soll die Wahl von 05 reanimieren und Stimmung erfassen, ob ihr euch genauso wie damals gegen Schröder aussprecht oder die Erfahrung mit Merkel eher Schröder bevorzugt.

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Die CDU wollte die Agenda 2010 bestimmt nicht noch radikaler, denn die ist ja schon sehr radikal. Würde das diese Partei dennoch wollen, hätte sie nach Schröder viele Jahre dazu Zeit gehabt.

Fazit: im Sozialabbau ist die sPD einfach nicht weiter zu toppen.

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Merkel

Als Sozialdemokrat kann ich voller Überzeugung sagen, dass Merkel in den letzten 10 Jahren, eine sozialdemokratischere Politik gemacht hat, als Schröder.

Schröder hat den Untergang der SPD als Volkspartei eingeläutet. Vom Hoffnungsträger einer Generation, die unter Kohl groß wurde, zum Arbeitgeberfreundlichen Lebemann, der alles verraten hat, wofür ein Willy Brandt jemals stand.

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Kommentar von W4hrheitsf1nder
07.11.2016, 11:07

Dann wüsste ich doch gerne mal was an Merkels Politik denn "sozialdemokratisch" war. 

Rentenabbau, Lohndumping, Abbau des Sozialstaates sind sicher alles andere als "sozialdemokratisch".

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Ich würde die Wahl verweigern. 

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Merkel

Ich finde Merkel ist eine tolle Kanzlerin. Gazprom-Schröder mochte ich nie besonders.

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Schröder

Wenn ich mich entscheiden muss, dann Schröder.

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Hätte, hätte, Fahrradkette, deine Frage macht keinen Sinn. Frage lieber: Merkel oder Gabriel.

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Kommentar von teletobbi
06.11.2016, 17:07

Habe ich schon.

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Weder noch! 

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Schröder

Lennister hat das schon so perfekt formuliert, das ich da nichts weiter sagen muss.

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Schröder

 Merkel nee nicht nochmal.

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