Angefangen mich zu ritzen und Depressionen was soll ich tun?

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8 Antworten

SVV ist eigendlich kein Symptom einer Depression (kann jedoch seltener vorkommen), Suizidgedanken hingegen schon. SVV selbst kommt vor allem bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen vor.

Es ist unabdingbar, dass du dir professionelle Hilfe suchst. Je früher diese Krankheiten erkannt und behandelt werden desto warscheinlicher sind die Heilungsaussichten.

Ich kann keine Ferndiagnose wagen (wie niemand hier), ich kann dir jedoch Anhaltspunkte geben.

Damit es zu einer Diagnose Depression kommt, müssen bestimmt
objektive Kriterien "erfüllt" werden. Diese sind im internationalen
Diagnoseverzeichnis ICD-10 festgehalten. "Erfüllt sein" müssen mind. 2
Haupt- und 3 Nebensymptome.

Hauptsymptome einer Depression gemäss ICD-10 sind:
- Freudlosigkeit und/oder Interessensverlust
- Stimmungseinengung bis hin zum Gefühl der Gefühlslosigkeit
- Antriebslosigkeit und/oder erhöhte Ermüdbarkeit

Nebensymptome einer Depression gemäss ICD-10 sind:
- Schlafstörungen
- Suizidgedanken
- Psychomotorische Aktiviertheit oder Hemmung
- Negative Zukunftsperspektive bzw. Hoffnungslosigkeit
- Vermindertes Konzentrationsvermögen
- Veränderter Appetit
- Vermindertes Selbstwertgefühl und/oder Selbstvertrauen

Depressionen können isoliert oder im Zusammenhang mit anderen psychischen Erkrankungen wie z.B. Angststörungen und/oder Persönlichkeitsstörungen auftreten. Also auch bei Borderline. Ich will dir keine Borderline-Diagnose aufschwatzen, dir nur Hinweise geben, damit du deine Situation besser einschätzen kannst.

Bei Borderline ist vor allem das Diagnosewerk DSM-V der APA (Amerikanischer Psychiatrie Verband) zu erwähnen. Damit es zu einer Diagnose Borderline kommt, müssen mind. 5 der unten erwähnten 9 Symptome zustreffen.

    - Hektisches Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden.

    - Ein Muster instabiler und intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.

    - Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.

    - Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden
    Bereichen (z. B. Geldausgaben, Sexualität, Substanzmissbrauch,
    rücksichtsloses Fahren, "Essanfälle").

    - Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.

    - Affektive (emotionale) Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z. B. Depressionen, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).

    - Chronische Gefühle von Leere.

    - Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).

    - Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.

Wenn du unter einer Depression oder einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leidst bzw. den Verdacht hast zu leiden, dann teile dies unbedingt einer Fachperson (Psychiater/Psychologe) mit. Du kannst auch erst zu deinem Hausarzt gehen, welcher die anschliessend einer Fachperson überweisst.

Mit SVV ist nicht zu spassen, besonders da es zur Sucht werden kann. Suche dir also unbedingt Hilfe.

PS: Ich selbst leide unter chronischen Depressionen (jedoch nicht unter Borderline).

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Du MUSST dir einen vertrauenswürdigen Gesprächspartner suchen. Ob der dich kennt oder nicht ist erstmal nicht so wichtig (sprich Familie/Freunde oder Therapie ist erstmal wurscht), hauptsache du kannst mit jemandem reden. Das Ungesündeste in so einer Situation ist, alles in sich hineinzufressen und kein (gesundes) Ventil zu haben. Das Ventil das du grade unterbewusst nutzt ist Selbstverletzung, und du merkst ja, wie gut das funktioniert...es gibt Methoden, davon wegzukommen ohne äußere Hilfe (z.B stattdessen Gummiband gegens Handgelenk springen lassen). Aber letzten Endes würde ich dir doch eine Therapie empfehlen. Depression ist eine Krankheit, die behandelt und sogar geheilt werden kann. Therapeuten haben den Vorteil, dass sie erstens professionelles Training hinter sich haben und wissen, wie man mit solchen Situationen umgeht. Außerdem erwarten sie nichts von dir, du kannst sie nicht schockieren (wie das bei Familie und Freunden der Fall wäre). Die Gespräche mit ihnen an sich werden meist nicht viel ändern, aber sie können dein Denken in andere Bahnen leiten, und das macht den gravierenden Unterschied. Über kurz oder lang solltest du es trotzdem deine Familie wissen lassen. Aber so aussichtslos es auch scheint: Es gibt einen Weg raus. Allen Beispielen die ich persönlich kenne geht es mittlerweile bedeutend besser. Verschließ dir diese Tür nicht und pack es an. Gott hat noch viel Gutes mit dir vor.

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Du willst Dich im Moment selbst bestrafen und schädigen. Etwas anderes ist Ritzen doch nicht. Auch Selbstmord ist eine Gewalttat, eine aggressive Handlung.

Abgesehen davon, dass Du dringend Hilfe von Profis brauchst, kannst Du Dich schon mal fragen, WAS denn diese Aggression auslöst. Wo sie herkommen könnte. Und sei Dir bewusst, dass mit tiefem Selbsthass nicht zu spaßen ist. Sobald ein solcher Gedanke kommt, schieb ihm einen Riegel vor und sag: STOP! Das geht hier eindeutig zu weit! 

Alles Gute für Dich

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Wenn du diagnostizierte Depressionen hast, bist oder warst in Behandlung. Dein Therapeut/ Psychiater ist der richtige Ansprechpartner.

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Jedes Leben hat Höhen und Tiefen. Die Tiefen sind Herausforderungen die du schaffen musst. Dich zu Ritzen bringt garnichts. Egal was in der Vergangenheit passiert ist, die kann man nichg mehr umändern. Deswegem vergesse die Vergangenheit und blick nach vorne. Wenn du das nicht schafts versuche mit einem Therapeuten.

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Es ist erstmal zu bezweifeln, dass deine Frage stimmt! Wenn doch, solltest du zum Psychiater gehen und dich in Behandlung geben!! Oder du musst irgendwo anders Hilfe holen!!!

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Andracus 16.10.2016, 07:34

Wieso bezweifelst du das?

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Tamtamy 16.10.2016, 07:46
@Andracus

Es gibt eine Menge Leute, denen es um die Aufmerksamkeit geht. Das könnte auch bei diesem Beitrag der Fall sein.
Deswegen halte ich den Ratschlag für richtig: hol dir professionelle Hilfe (Telefonseelsorge, Arzt, Facharzt für Psychiatrie, Beratungsstelle, im akuten Fall: NOTRUF 112).

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gehe schnell zum arzt denn es könnte schneller chronisch werden als du denkst?

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Geht mir genau so nur ohne ritzen ... man sollte der Herr übr seine Gedanken sein ... ich und du sind aber Gefangene und sollten irgendwie lernen unseren Verstand zu kontrollieren....

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