angebundende Pferde- Tierquälerei?

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11 Antworten

hoi,

das kannst du ganz einfach selbst feststellen.

wenn du eines der pferde ansprichst, reagiert es oder reagiert es nicht? werden die pferde zwischendurch getränkt, werden sie geputzt, auf weideverletzungen kontrolliert? gibt es beissereien zwischen den pferden? ist genug los, dass die pferde immer etwas zum gucken haben? stehen jung- und altpferde zusammen? junge pferde lernen nämlich sehr viel durch zuschauen und nachahmen. meist sind junge pferde, die so schon "gelernt" haben, völlig unproblematisch beim ersten satteln, trensen und anreiten. sie haben ja schon bei den anderen von anfang an mitbekommen, dass da nichts schlimmes passiert. wird soviel rücksicht genommen, das "pferdefreunde" nebeneinander stehen dürfen? ist immer ein verantwortlicher anwesend, so dass bei ungewöhnlichen situationen sofort eingegriffen werden kann?

stehen die pferde auf hartem oder auf weichem boden? harter boden schont beim stehen sehnen und gelenke. sind die anbinder durch balken voneinander getrennt? werden kot, putzstaub und hufkratzschmutz mehrmals täglich entfernt? kann urin ablaufen? gibt es wetter- und windschutz? bekommen die pferde auch im winter die möglichkeit, sich zu bewegen?

wenn die pferde entspannt wirken, zutraulich, ausgeglichen und gepflegt wirken, sowie respekt vor ihren pflegern haben ohne ängstlich zu wirken, ist normalerweise alles in ordnung.

es ist wesentlich besser als eine boxenhaltung, bei der die pferde im geschlossenenstall 22 stunden am tag an eine staubige wand starren müssen, aber natürlich nicht so gut, wie gruppenhaltung in einem aktivstall.

wir müssen uns eines klarmachen: pferdehaltung ist immer ein kompromiss. pferdegerechte haltung steht und fällt mit dem pferdehalter. eine artgerechte haltung kann es bei einem domestizierten tier niemals geben, ganz gleich ob hund, pferd, esel, schaf oder rind. man kann nur dafür sorgen, dass es den tieren gutgeht und dass sie sich wohlfühlen.

lg und schönes fest noch, pony

Sehr gute, sehr differenzierte und kenntnisreiche Antwort!!!

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OK ist das ganz und gar nicht, sondern reine Bequemlichkeit der Hofbetreiber.

Es ist halt etwas mehr Laufaufwand, die Tiere, die gerade nicht dran sind wieder zurück zur Koppel zu bringen und von dort wieder zu holen - oder sind die Koppeln so weit entfernt, dass ein reibungsloser Schulbetrieb nicht möglich wäre ?

Bei uns gehört zu den Reitstunden immer auch das selbständige Holen des Pferdes, denn guter Unterricht beginnt am Boden - das richtige Führen (vor dem Pferd und am langen Zügel/Führseil, durch entsprechende Körpersprache nicht überholen lassen.....) ist ein wichtiger Bestandteil.

Der örtliche Tierschutzverein bzw. das Veterinäramt könnte ja mal einen Blick drauf werfen in wieweit es sich um die verbotene Ständerhaltung handeln könnte.

Infos dazu auch hier: http://www.tierschutzbund.de/1970.html

Tierquälerei ist es wirklich nicht, schön jedoch auch nicht (es geht nur um die 3 h am Anbinder), So, finde ich die Haltung ganz gut, manche kommen nie auf Koppel, stehen dafür immer in Box und können sich grad mal um die eigene Achse drehen, da finde ich als Alternative 3 Stunden stehen, 2-3 Stunden Arbeit und der Rest Wiese schon besser. Noch besser wäre es, wenn die Stallbesitzer einen Laufstall bauen würden und die Pferde in der Wartezeit dort hin gehen könnten, wo sie fressen, saufen und sich bewegen könnten, dann wäre es perfekt ;-) Mach dir jedenfalls keinen Kopf, das verkraften die Pferde, vor allem wenn sie es gewohnt sind, sie freuen sich später über die große Koppel :-)

Das ist keine Tierquälerei !!! Ich meine so schön ist es nun auch nicht aber auch nicht schlimm. Pferde können schon mal 3-4 stunden angebunden stehen bleiben. Früher haben sie es mit den Pferden auch gemacht ! und wenn sie abends wieder ihren freilauf bekommen ist es völlig ok.

Zahme Reitpferde sind domestizierte Nutztiere und keine Wildtiere mit unbändigem Freiheitsdrang. Für solche Reitpferde stellt diese Situation wohl keinerlei Stress dar, schon gar nicht dann, wenn sie es so gewohnt sind, geschweige denn eine höhergradige Beeintächtigungen des Allgemeinbefindens. Vernachlässigung oder gar Schmerzen scheiden hierbei offensichtlich komplett aus. Wodurch sollte dann noch eine Quälerei bedingt sein ?

Eben, eben, DH. Und wenn man die Ponies fragen könnte, ob sie lieber zum Reiten hergenommen werden oder in der Zeit am Anbinder stehen, wette ich meinen rechten Arm darauf, dass mindestens 75 % der Ponies laut rufen "Anbinder!!!".

Genau wie wir Menschen auch, müssen eben auch Tiere für Kost und Logis auch mal kleine Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Ich habe auch nicht jeden Tag Lust darauf, im Büro zu sitzen, würde es aber auch nicht als Quälerei bezeichnen.

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@CrazyDaisy

Genau ! Ein Großteil der Pferde / Ponys würde vermutlich die Pause am Anbinder den Reitstunden sogar vorziehen. Und ja, i.d.R: haben Reitpferde in Deutschland ein gutes Leben, auch bei einem strukturierten Tagesablauf wie auf einem Reiterhof. Wie auch bei den Menschen müssen für Sicherheit und Komfort, Versorgung und Unterkunft und dergleichen mehr eben auch gewisse Abstriche von eine vollständigen "Freiheit" wie die der freien Wildbahn gemacht werden. Aber auch wenn es grundsätzlich um Stallhaltung oder Wildbahn ginge würden die meisten Reitpferde sicher für den Stall abstimmen wenn man sie fragen könnte.

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@PrinceCharming

pferde würden definitif NICHT für den stall abstimmen ! vielleicht würden das die menschen, die zu bequem für die wildbahn sind, aber nicht die pferde!! pferde wären froh würden sie aus ihren schei* ständern oder sonst was rauskommen und herdenkontakt und freiheit geniesen ! klar müssten sie sich dann selbstversorgen, aber ich bin mir sicher das sie das in kauf nehmen würden ! wie fändest du es würde ich dich in einem stinkendem dixiklo einsperren ?= ich sage nicht das es jedem pferd schlecht geht, im gegenteil es gibt welche die haben es auf ihrer koppel etc. richtig gut, allerdings würden sie nie gerne an anbindern leben !

das mit den ponies auf diesem hof ist aber keine quälerei, wenn sie immerhin den rest des tages auf weiden verbringen dürfen !:)

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Ich halte es ganz und gar nicht für Tierquälerei. Es ist ein gutes Training, wenn die Tiere einige Stunden angebunden stehen müssen. Sie nutzen es ja als Ruhephase und haben ansonsten 20 Stunden Freizeit und Freiheit. Davon träumt so manches Boxenpferd, das im Sport harte Arbeit leisten muss und ansonsten in seinem eigenen "Klo" auf max, 12 qm stehen muss, weil es sich auf der Weide ja "verletzen" könnte.

Wenn bei den Pferden gut durchgewechselt wird, find ich das eigentlich ganz okay. Aber wieso kommen die nicht einfach zurück auf die Weide?

Es gibt schon die einen oder anderen Ponys, die nicht so gerne geritten werden, die dann schon meistens übrig bleiben .. Die Weiden sind weiter entfernt und dann würde es zu lange dauern sie immer holen und wegbringen zu müssen und die lieben ponys stehen immer zum Ponyführen bereit.

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@Mirasa

Oh man, die können einen ja echt leidtun. Aber als Tierquälerei würde ich das nicht bezeichnen

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jede tierhaltung ist tierquälerei - ist ja auch körperverletzung wenn ich nen mensch in nen stall einsperre :D da es mir aber eigentlich am ar5ch vorbeigeht esse ich mal meinen von tierquälereiriefenden burger auf ;) wenn du tiere einsperrst musst du dir auch keine gedanken um tierquälerei machen...

Falsch, ganz falsch. Wenn ich einen Menschen einsperre, ist das Freiheitsberaubung, aber keine Körperverletzung.

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@wat3rboy

Stimmt du hast recht, erschiessen wir doch all unsere Pferde! Und da es sowieso nirgends mehr möglich ist Tiere in der Wildnis zu haben. Erschiessen wir doch alle Haustiere!

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@aoesunking

So einen Käse hört man doch selten, wat3rboy :-D. aoesunkin- gutes Argument :-) wobei wir das gar nicht machen müssten, da gibts genug Wilderer und andere Kranke. Wie blöd das manche den Unterschied zwischen Tierquäler und Leuten, die sich liebevoll um ihre Tiere kümmern, nicht kennen .......

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Nein, das ist keine Tierquälerei, aber schön auch nicht.

Tiere die man nicht benötigt, die könnte man auf die Weide oder in die Boxen bringen.

Aber es sind ja die Kunden, wie Du, die so einen Hof existieren lassen - erst wenn da keiner mehr hingeht, hört das auf.

Na, mach man halblang, so ein bisschen Anbindetraining schadet nicht. Im Auslauf stehen Pferde auch die meiste Zeit einfach so herum und dösen - das können sie in diesem Fall ruhig auch am Anbinder tun. Und die Box ist nun wahrlich keine Alternative - draußen herrscht wenigstens frische Luft und wenn "pferd" nicht dösen möchte, gibt es wenigstens was zu sehen und nicht nur die Wand anzustarren.

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@CrazyDaisy

Stundenlanges Anbinden hat mit Anbindetraining so gar nichts zu tun!

Und in einem Auslauf können die Pferde FREI WÄHLEN, OB SIE SICH BEWEGEN ODER NICHT und IN EINER BOX HABEN SIE DIE MÖGLICHKEIT ZU STALLEN, SAUFEN UND FRESSEN.

In was für einem hochgemauerten Saustall steht denn Dein Pferd, dass da keine frische Luft in der Box herrscht und keine Fenster zum Hinausschauen sind ???

Dein Kommentar hätte einen Daumen runter verdient, wenn es das gäbe!

Pferde sollte man nicht parken !!!

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@CrazyDaisy

Ich sehe das genauso wie Plattschnacker....Das hat nichts mit Anbindetraining zu tun, wenn die Tiere stundenlang geparkt werden. Da sind die Verantwortlichen einfach zu bequem und haben keine Lust, den weiteren Weg zur Koppel in Kauf zu nehmen. Ständerhaltung ist übrigens verboten....Pferde müssen sich bewegen können, bei Gefahr ihrem Fluchtinstinkt folgen können. Das ist angebunden nicht möglich.

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@Plattschnacker

Mein lieber Plattschnacker (und auch Maxund Willi) - meine Pferde sind 24 Stunden am Tag draußen. ich weiß aber, wie es in den meisten Reitställen aussieht. Und "frische Luft" und "Box" schließt sich praktisch aus, das sollte auch Dir klar sein.

Und eine Anbindetraining von wenigen Minuten ist wertlos - wer glaubt, er hat nach zehn Minuten ein anbindesicheres Pferd, ist ein hoffnungsloser Optimist.

Drei Stunden am Anbinder ist einfach keine Quälerei und mit Ständerhaltung nun wirklich nicht zu vergleichen. Ein Pferd hält es auch drei Stunden ohne Futter- und Wasseraufnahme aus - sonst dürfte es ja auch nicht solange geritten werden. Und urinieren ist ja am Anbinder durchaus möglich.

Der Amtstierarzt lacht Dich jedenfalls aus, wenn Du diesbezüglich eine Beschwerde startest.

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@MaxundWilli

Demzufolge dürfte man ein Pferd nie anbinden. Aber auch nicht in eine Box stellen, denn auch dort kann es seinem Fluchtinstinkt nicht folgen. Nett gedacht, aber ist das realistisch?

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@PrinceCharming

Ich geb auch mal noch meinen Senf dazu: Ich tendiere so eher in die Mitte von CrazyDaisy und Plattschnacker. Das Anbinden für 3 Stunden finde ich nicht ok- zu lange. Mir ist für meine Pferde schon eine Stunde zu lange wenn man mal was an der Mähne macht oder so... leg da aber immer Futter hin. Anbindetraining ist etwas anderes und das braucht man auch nicht jeden Tag 3 h zu machen. Allerdings verkraften die Pferde das. CrazyDaisy hat soweit Recht, das man die Haltung und Pflege von Schulpferden nicht mit Privatpferden vergleichen kann. Diese Ställe sind eher alt, stickig und dunkel- da ist eine Box eher nicht so prickelnd..... Und MaxundWilli: Wo ist denn Ständerhaltung verboten? In den neuen Ställen. In den alten nicht und da wird es immer weiter gemacht, weil das Vet-Amt den Umbau nicht verlangen kann..... "Fluchtinstinkt folgen" ist auch kein Argument! Das können Pferde weder angebunden, noch in der Box, noch unterm Reiter noch beim Führen usw. usw. usw. Das ist etwas zu weit her geholt.

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@kathleen1995

naja so kann man das auch nicht sagen... unsere schulpferde stehen laufställen zusammen an der frischen luft!

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@kathleen1995

Du hast vollkommen recht, kathleen. Und natürlich sind 3 Stunden am Anbinder nicht das Schönste für ein Pferd. Wenn man aber weiß, wie die meisten Ställe funktionieren, finde ich die Haltung insgesamt gesehen, wirklich gut. Wenn man Stallbetreibern, die ihren Pferden soviel Freiheit (20 Stunden auf riesigen Weiden) gönnen, auch noch das Leben schwermacht, führt das in letzter Konsequenz nur dazu, dass die reine Boxenhaltung gefördert wird. Denn da fällt es eben weniger auf, wenn die Pferde nur herumstehen...

Außerdem ist auch nicht gesagt, dass es wirklich immer dieselben Pferde sind, die nicht geritten werden, schließlich haben die Reitschüler durchaus verschiedene Vorlieben.

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ich habe mal eine Frage , wie heißt der Hof ? :)

natürlich ist das ok, wenn die große gehege haben. du hast in deiner überschrift was von angebunden geschrieben???

ja, sie werden wenn sie nicht geritten werden den ganzen vormittag angebunden, da war ich mir nicht sicher ob das gut für sie ist

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@Mirasa

sowas ist natürlich schlecht, tiere brauchen ihren auslauf. wenn du dir nicht sicher bist ob alles ok ist, dann gehst du am besten zu einem tierarzt und fragst den. notfalls die polizei rufen!

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@derfold

Jau, genau, die Polente hat ja auch nix Besseres zu tun... omg

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@GWIFACH

Es geht nicht um Ständerhaltung - die werden einfach ein paar Stunden angebunden, sonst stehen sie auf der Koppel. Beitrag richtig lesen bitte ...

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