Angebot vom Arbeitgeber für einen Aufhebungsvertrag?

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5 Antworten

Hallo. Internetrecherche ist gut. Aber wegen Renteneintritt fragst du am besten bei der Rentenanstalt nach. Höchstwahrscheinlich wirst du aber ein Rentenabschlag bekommen, dass. H.  Je früher du in Rente gehst umso mehr bekommst du Prozentual weniger Rente.

Du kannst nachdem AL1 nicht mehr bezahlt wird in die Familienhaus wechseln, solange du kein Einkommen hast. Da du aber eine Ausgleichszahlung bekommst musst du die auch versteuern und davon Sozialversicherung bezahlen.

Du scheinst nicht sehr lange in dem Werk zu sein. Normalerweise bekommt man bei solchen Modellen  pro Zugehörigkeitsjahr 1 Monatsgehalt plus x.  Frag bei der Gewerkschaft nach wo du das Angebot Gegenrechnen kannst. Oft genug wird das eine oder andere vergessen zu erwähnen. 

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Ich würde mich da vorher mal gut beraten lassen, von der Rentenkasse auf alle Fälle kostenlos und von einem Fachanwalt für Sozialrecht. 

Wer mit Aufhebungsvertrag seinen Job freiwillig aufgibt, der bekommt eine Sperrzeit von 12 Wochen beim Alg1. Und da dir 2 Jahre Alg1 zustehen, werden am Ende noch mal 12 Wochen abgezogen, sodass du insgesamt nur 18 Monate Alg1 bekommen kannst. Ggf kann auch noch die gezahlte Abfindung angerechnet werden, da bin ich mir nicht so sicher. 

Mag auch sein, dass die Rentenzahlung nicht angerechnet wird, weil diese ja eben für den Rentenausgleich ist.

Wegen der Krankenversicherung solltest du dich mal bei der Krankenkasse informieren.

Bei den 45 Jahren zählt die Arbeitslosigkeit (unter Bezug von Alg1) zwar, aber nicht am Ende, weil man genau deinen Fall vermeiden will. Eine Rentenberaterin hat allerdings mal bei uns gesagt, dass es einen einfachen Trick gibt, wenn dir dann nur noch Monate bis ein Jahr fehlen, kannst du neben der Arbeitslosigkeit einen geringfügigen Job ausüben (z.B Zeitung austragen) und dich dort sozialversicherungstechnisch abrechnen lassen, d.h. es werden Rentenbeiträge gezahlt (wenn auch wenig) und die Zeit zählt deshalb mit bei den 45 Jahren. 

Es gibt da aber noch ein Problem. Ist man arbeitslos, dann können die einem zum vorzeitigen Rentenantrag zwingen, dh tut man es nicht, gibt es kein Alg2 mehr, von einem Gericht wurde das als rechtmässig beurteilt. 

Du musst dann 3 Jahre vor  Renteneintrittsalter die Rente beantragen mit 3 Jahre Abschlag oder du verzichtest auf Alg1. 

Das solltest du dir alles mal genau durchrechnen und dich informieren bei Fachleuten. 

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Ich würde mich an deiner Stelle nicht auf deren Aussagen verlassen. Ich denke das dir hier auch niemand eine konkrete Aussage geben kann.

Ich kann dir auf alle Fälle sagen, das du bei einem Aufhebungsvertrag auf jeden Fall eine Sperre für Arbeitslosengeld 1 bekommen wirst. Und Arbeitslosengeld 2 wirst du auch nicht beantragen können, da du die Abfindung bekommen hast. Von dieser Abfindung musst du deinen Lebensunterhalt bestreiten und auch deine Krankenversicherung mit Sicherheit selbst bezahlen.

Aber für genauere Informationen würde ich an deiner Stelle persönlich bei der für dich zuständigen Arbeitsagentur und bei deiner Krankenkasse vorsprechen. Außerdem solltest du auch mal zur Deutschen Rentenversicherung gehen und dich dort erkundigen, wie viel Rente du überhaupt bekommen würdest.

Was du auch bedenken solltest ist, das die Abfindung ja Brutto ist. Das heißt die wird versteuert. Du bekommst also keine 50000 Euro ausgezahlt.

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Kommentar von PaulNeustadt
22.09.2016, 08:15

Meine größten Zweifel sind, ob ich überhaupt ALG1 bekomme, denn ich kriege ja 3 Jahre lang die sog. Rentenausgleichszahlung. Der Kollege vom Personal meinte, das wäre aber eine sog. "unschädliche Leistung" und hätte keinen Einfluß auf ALG1. Wenn das so wäre, wär das zwar super für mich, aber eigentlich ziemlich unsozial. So kritisch bin ich schon.

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wenn du eine Kündigungsschutzklage ins Auge faßt, fährst du besser, weil die AG dies Instrument fürchten wie der Teufel das Weihwasser, vorrausgesetzt du hast dir nichts zu Schulden kommen lassen. Wobei wir beim Thema wären, denn erstens bekommst du nur bei anerkannter betriebsbedingter Kündigung keine Sperrzeit und zweitens gibt's dann ja auch noch das wohlwollende Zeugnis - im übrigen mußt du auch zu erkennen geben, daß du weiterhin eine Arbeitsstelle suchst - bietet also alles Tür und Tor für eine handfeste psychische Belastung, wenn du keine objektive Hilfe erfährst.. Dein AG ist da keine Hilfe, und auch ein Anwalt, der natürlich hier richtig absahnt, vertritt unter Umständen gleichzeitig auch Arbeitgeber - das wären dann schlechte Ratgeber für dich - sprich auch die 5telregelung an und die Altersteilzeit... ohne Kampf wird nicht abgehen

viel Erfolg dabei!

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Kommentar von PaulNeustadt
27.09.2016, 11:39

Nein, ich will ja aufhören zu arbeiten. Wenn ich den Aufhebungsvertrag nicht unterschreibe, dann arbeite ich einfach weiter. Das ist ja nur ein Angebot vom Arbeitgeber.

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Leider kann ich dir nur deine erste Frage beantworten: Ja, du bekämst eine Sperre bei der Zahlung des ALG, weil du zu deiner Arbeitslosigkeit aktiv beigetragen hast. Hast als aktiv mitgwirkt. Deshalb bekommst du (meines Wissens nach) 6 Wochen Sperre.

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