Angebot und Nachfrage: Wieso verlangt der Produzent mehr Geld pro Anzahl bei steigender Menge?

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9 Antworten

Das ist eine Frage, wie die Produktion ausgelastet ist.

Stelle Dir vor eine Fabrik hat 1 Halle und in dieser Halle ist eine Maschine für die Produktion. Der Platz reicht für zwei.

ProSchicht kann die Maschine 1.000,- stück produzieren.

Also bei der Steigerung von 500 zu 1.000 Stück werden die Kosten sinken, weil die maschine so, oder so da ist.

ab 1001 bis 2.000würde die Maschine schneller abgenutzt, weil sie dann im Schichtbetrieb läuft und das Personal muss für eine zweite schicht eingestellt werden.

Dann wäre die Frage, wenn auf 2001 + X erhöht wird. Eine Nachschicht kostet Zuschläge und extreme Abnutzung einer Maschine die voll durchläuft.

Eine zweite Maschine kann ohne zusätzlichen Platzbedarf gekauft werden. Der Abschreibungsanteil und die Betriebskosten sind also ebenso hoch wie bei 1-1000 Stück 8entsprechen pro Stück fallend.

Also sind die 2.001 -2200 Stück z. B. sehr Teuer.

Wenn dann also die Stückzahl auf über 4000 steigen soll, müsste eine neue Halle gebaut werden, da wird es richtig teuer.

Man nennt das auch die "Sprungkosten", weil schon eine geringe Erhöhung der Menge die Kosten "springen" lässt. Beschrieben über die dann sehr hohen Grenzkosten.

Man muss es also pro Produkt sehen.

Mikkey 01.08.2016, 19:54

Als Beispiel, dass dies nicht nur graue Theorie ist:

Im letzten Jahr ist der Aktienkurs von Leoni eingebrochen, weil die enorm große Nachfrage nur auf die beschriebene teure Weise befriedigt wurde.

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Nach der Theorie ist eine Produktion zu 80% ausgelastet, es besteht ein Puffer von 20% für Nachfragespitzen.
Steigt die Nachfrage wird der Preis erhöht, was theoretisch die Nachfrage bremst. Gleichzeitig steigt der Gewinn pro Stück, das einzige woran ein Unternehmen Interesse hat.

Bleibt die Nachfrage steigend muss das Unternehmen die Produktion erhöhen, mehr Personalkosten, mehr Materialkosten, mehr Investitionen, auch dann steigert die hohe Nachfrage den Preis.
Soweit kein Wettbewerber billiger produziert.

Hei, krassdodel, die Regel lautet: Je größer das Angebot, umso geringer die Preise. Man kann aber auch, wenn man sich der Nachfrage sicher ist, die Preise heraufsetzen - das heißt dann: Je größer die Nachfrage, umso höher die Preise (trotz sinkender Stück- Kosten bei steigender Massenerzeugung). Oder nicht? Grüße! 

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Steigende Massenfertigung könnte aber auch bedeuten, dass die Nachfrage nach dem erforderlichen Rohstoff steigt und dadurch der Rohstoffpreis anzieht ... dann träfe dein Beispiel möglicherweise zu.

Folgender Zusammenhang gilt:

Höhere Nachfrage (mehrere Interessenten) führt zu höheren Preisen

Angenommen auf dem Markt gibt es zur Zeit 800 Tonnen Zitronen. Es gibt Interessenten für 1000 Tonnen, dann wird der Preis solange steigen, bis 200 Tonnen an Nachfrage wegfallen (weil zu teuer) und es zu einem Gleichgewicht bei 800 Tonnen kommt.

Höhere Produktionsmengen sorgen hingegen für geringere Stückkosten und auch für niedrigere Preise.

Die Kosten für die tausendste Schraube ist dabei höher als die der ersten.

Das ist barer Unsinn! Dass mit steigender Stückzahl die Stückkosten grundsätzlich sinken, bedarf hier hoffentlich keiner Erörterung. Ein PkW für 20 Tausend Euro wird in Millionen-Stückzahlen produziert, ein gleichartiges Unikat würde zig Millionen Euro kosten. Eine grundsätzliche Umkehrung dieser Banalität wirst Du dazu garantiert nicht finden.

Was hast Du da nur im Hinterkopf? Mit steigender Stückzahl steigen z.B. die Risiken bei Investitions- und Marktplanung. Wenn ich z.B. eine Milliarde investiere in eine Autofabrik und diese dann nur halb auslasten kann wegen einer Fehleinschätzung des Marktes, dann war das eine gigantische Fehlinvestition, die so bei kleinen Losgrößen in der Produktion nicht auftreten kann. Aber nach solchen Zusammenhängen hast Du hier nicht gefragt.

Mikkey 02.08.2016, 17:13

Es ist nicht angebracht, hier mit Kraftausdrücken um sich zu werfen. Um welchen Sachverhalt es geht, hättest Du herausfinden können, wenn Du die bisherigen Antworten gelesen hättest.

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Es steigt nicht der Preis der Herstellung, sondern der Preis im Verkauf. 

Sprich bei der Herstellung macht die Menge den Preis immer kleiner, aber beim Verkauf steigert die Nachfrage den Preis. 

Da hast Du was falsch verstanden

Richtig, ein Beispiel wäre hilfreich! Aber das sollte von Dir kommen, denn Deine Behauptung widerspricht jeder Logik und allen Erfahrungen. Wenn es den Fall gibt, dann ist er eine ziemliche Ausnahme.

Andersherum ist es korrekt.

krassdodel 01.08.2016, 18:46

Das Beispiel das verwendet wurde war "Wenn nur wenige Äpfel von einem Bauer angeboten werden, kann er einfach die tief hängenden Äpfel am Baum nehmen. Wenn er aber mehr anbieten/produzieren will muss er höher steigen (mehr Arbeitsaufwand, höhere Kosten) um noch mehr Äpfel anbieten zu können. In dem Beispiel hat das für mich halbwegs Sinn ergeben aber im Normalfall leuchtet das Beispiel mir nicht ein.

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tevau 02.08.2016, 17:01
@krassdodel

Das würde aber auch nur so sein, wenn und solange der Bauer ein Monopol hätte. Ansonsten würde die höhere Nachfrage nämlich durch andere Bauern befriedigt, die einfach mehr Bäume pflanzen und die billig abernten.

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Das ist eigentlich genau andersrum, wo hast du das genau her?

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