Angebliches "Straßenrennen"?

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3 Antworten

Hallo Kev9632,

sobald Dir von der Bußgeldstelle ein Anhörungsbogen mit folgendem Tatvorwurf zugesendet wird, würde ich einen Rechtsanwalt mit der Vertretung Deiner Interessen beauftragen:

"Sie nahmen als Kraftfahrzeugführer an einem nicht genehmigten Kraftfahrzeugrennen teil."

Der Rechtsanwalt sollte dann rechtlich einwandfrei begründen, warum kein Rennen stattgefunden hat.

Der Tatbestand des Fahrzeugrennens ist nämlich nicht nur erfüllt, wenn man an einem abgesprochenen und durch Regeln klar definierten Rennen teilgenommen hat, sondern es langt nach gängiger Rechtsprechung schon das Kräftemessen zweier Fahrzeuge durch den Ampelsprint.

Der Rechtsanwalt sollte also genau begründen, warum bei Euch kein Kräftemessen stattgefunden hat.

Sollte die Bußgeldstelle zu dem Schluss kommen, dass Ihr doch ein Kräftemessen durchgeführt habt, droht Dir laut bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog der folgende Bußgeldbescheid:

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Tatbestandsnummer: 129618

Tatvorwurf: Sie nahmen als Kraftfahrzeugführer an einem nicht genehmigten Kraftfahrzeugrennen teil.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 29 Abs. 1, § 49 StVO; § 24, § 25 StVG; 248 BKat

Bußgeld: 400,00 Euro plus 28,50 Euro an Verwaltungsgebühren

Punkte: 2

Fahrverbot: 1 Monat

A - Verstoß

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Was das Bußgeld von 400,00 Euro angeht, so ist das der Regelsatz für ein fahrlässig durchgeführtes Rennen.

Wird Dir vorgeworfen das Rennen mit Vorsatz, sprich mit Absprache des Porschefahrers (und hier langen schon Zeichen oder ein kurzes "na zeig mal was Dein Wagen drauf hat), durchgeführt zu haben, so ist der Regelsatz von 400,00 Euro auf 800 Euro zu verdoppeln.

Was die Beweislast angeht, so muss das Rennen nicht aufgezeichnet worden sein. Die Aussagen der Polizisten gelten als Zeugenbeweis.

Schöne Grüße
TheGrow

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Kommentar von Kev9632
26.05.2016, 05:52

Wie sollte man beweisen das kein kräftemessen durchgeführt wurde? 

Zum "Zeugenbeweis" Dann würde es doch Aussage gegen Aussage stehen oder nicht ? 

Bei mir saß noch ein Freund im Auto der es auch bezeugen könnte 

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Natürlich bringt es etwas, wenn du deinen Anwalt einschaltest. Das ist die Person, die dich am besten aus dem Wirrwarr herausholen kann. Tätige deine Aussage bei der Polizei, dein Freund ebenfalls >> Aussage vs. Aussage. Eventuell lassen sich die Polizisten ja überzeugen, ansonsten musst du sowieso wohl oder übel den Anwalt einschalten.

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Kommentar von Kev9632
26.05.2016, 04:14

Ich bin immer skeptisch eine Aussage bei der Polizei zu tätigen.. Ich werd erstmal mit meinem Anwalt reden .. Danke sehr 

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Wenn man Unrecht erfährt, sollte man immer dagegen kämpfen!

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Kommentar von Kev9632
26.05.2016, 04:09

Ich habe bei den anderen sowas Gelesen wie, dass die Aussage der Polizei als Beweis bei so etwas genügt. Was mir aber etwas dubios vor kommt.

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