Angeblicher Missbrauch von Alkohol in der Vergangenheit - kann ein Arzt das widerlegen?

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2 Antworten

Wirklich aussagekräftige und von Ärzten annerkannte Werte liefern nur eine Haaranalyse! Die Leberwerte reichen nicht aus um Alkoholkonsum be- oder zu entkräftigen. Anhand der Leberwerte wird kein Arzt eine Bescheinigung über keinen Alkoholkonsum austellen.

Die Haaranalyse kann bis zu 3 Monate rückwirkend gemacht werden. Dazu wird der EtG-Wert (Ethyl-Glucuronid, Abbauprodukt von Alkohol) der Haare bestimmt. Zusätzlich sollte noch der FSEE-Wert (Fettsäureethylester) bestimtm werden.

Anhand dieser beiden Werte kann man zimperlich genau die Alkoholkonsummenge der letzten 3 Monate festellen.

Eine Zusammenfassung und viele weitere Informationen darüber finden sich hier: http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?showtopic=82755

Danke. Kann man vor Gericht beantragen, dass ein solcher Test für einen selbst angeordnet wird, um den Vorwurf der Alkoholsucht zu entkräftigen? Selbst so einen Test zu veranlassen wird ja mit Sicherheit ziemlich teuer.

LG Nadue

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@Nadue

Ich würde den Test auf eigene Kosten machen, und ich würde ihn so schnell wie möglich machen, damit er so aussagekräftig wie möglich ist, da man eben nur 3 Monate rückwirkend nachweisen kann.

Die Kosten betragen ca. 90 bis 150 € für so einen Test. Vielleicht bekommst du die Kosten ja erstattet. Kann man bei Farherlaubnisbegutachtungsstellen machen, da wo man die MPU machen kann. Gibt zum Beispiel den TÜV, DEKRA oder die pima-mpu.

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@Chillersun03

90-150€ wird für die betreffende Person sicherlich zu teuer sein. Danke für deine Antwort.

LG Nadue

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Ja an Hand der Leberwerte könnte man es nachweisen wenn du öfter mal eine Blutuntersuchung gemacht hast kann man die Werte vergleichen.

Kannst du da etwas genauer werden? Es geht nicht um mich, meine Blutwerte werden regelmäßig kontrolliert, die der betreffenden Person bisher nicht. Wenn ich das richtig verstehe, kann man das nur, wenn man auch Blutwerte aus der Zeit vor diesem Vorwurf hätte?

LG Nadue

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@Nadue

Der Punkt ist: Wenn in der Vergangenheit Alkoholismus vorlag, dann ist die Leber ev. geschädigt. Das kann man feststellen, Vergleichswerte brauchts dazu nicht bzw. die Medizin hat ihre eigenen.

Diese Frage würd ich aber per Mail bei ner Fachstelle für Alkoholsucht stellen, die können sicher kompetent Auskunft geben.

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@blubber77

Es geht um die jüngste Vergangenheit. Ein expliziter Nierenschaden, wenn vorhanden, würde ja nur eine vergange Alkoholsucht (oder übermäßigen Konsum) bestätigen, nicht aber den Zeitraum dessen. Das wäre ja unbrauchbar, wenn es darum geht, zu beweisen, dass z.B. im letzten Jahr keine Sucht vorlag. Danke trotzdem.

LG Nadue

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