Angeblicher Konto-Betrug. Strafbar?

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7 Antworten

Hallo sveaeliaza,

also mal eins vorweg. Der folgende § ist hier recht aussagekräftig:


§ 15 StGB - Vorsätzliches und fahrlässiges Handeln

Strafbar ist nur vorsätzliches Handeln, wenn nicht das Gesetz fahrlässiges Handeln ausdrücklich mit Strafe bedroht.


Betrug, gem. § 263 StGB gehört zu den Taten, die man nicht ausersehen oder unwissentlich und auch nicht fahrlässig begehen kann, sondern Betrug ist eine Straftat, bei der man die Tat mit Vorsatz begehen muss, damit eine Bestrafung möglich ist.

Wenn er also weder die Sachen beim Kleiderkreisel angeboten hat und auch in sonst keiner Weise an der Tat aktiv mitgewirkt hat, kann er dafür nicht bestraft werden.

Die Frage die sich mir nur stellt ist:

Was hätte ein Betrüger davon, wenn er die Kontonummer Deines Freundes angibt? Dann würden die vermeintlichen Kunden zwar das Geld überwiesen, aber wie sollte der Betrüger dann wiederum an das Geld auf dem Konto rankommen?

Eine falsche Bankverbindung angeben ist eine Sache und Problemlos möglich, aber fast unmöglich ist es unbemerkt das Geld vom Konto einer fremden Person wieder runter zu holen.

Also so ganz schlüssig ist Deine Sachverhaltsschilderung nicht.

Ein Betrüger hätte nichts davon, wenn er ein fremdes Konto angibt, aber er kein Zugriff auf die gezahlten Beträge hätte.

Hätte der Kontoinhaber aber das Konto wissentlich für den Täter, der die Sachen beim Kleiderkreisel eingestellt hat, zur Verfügung gestellt, wäre zumindest eine Mittäterschaft denkbar.

Schönen Gruß
TheGrow

Natürlich darf eine Geschädgte Informationen über den vermeidlichen Schädiger einholen - du musst sie ja nicht beantworten :-)

Und er hat natürlich Zahlungseingänge zu erstatten, wenn er unwahrscheinlicherweise Opfer eines Hackers wurde - das merkt man doch, wenn man häugiger Geld überwieen bekommt, dass einem offenbar garnicht zusteht :-O.

Ob er tatsächlich so unschuldig ist wie du vermutets, wäre umso unwahrscheinlicher, wie er gleich mehrer Zahlungseingänge behielt, ohne den offensichtlichen Mißbrauchsverdacht anzuzeigen, sich den Überweisungsabsendern zu erklären und Erstattung vorzunehmen.

Andernfalls darf man jemanden, der sich einen Vermögensvorteil verschaftt, durchaus als Betrüger bezeichnen :-)

G imager761

Sie arbeitet bei einem Anwalt, wie Du selbst schreibst, also muss sie keine Anwältin sein. Frage den Freund direkkt ob es der Wahrheiit entspricht. Wenn nicht kann (muss) er reagieren.

Ich würde an deiner Stelle deinen Freund informieren,der es ja angeblich war.halte du dich da lieber raus,das kann auch alles nur ein blöff sein..kommt mir sehr suspekt vor.könnte auch eine Masche sein,um an deine persönlichen Daten zu kommen.

Leider kann ich ihn nicht erreichen. Eigentlich könnte es mir ja egal sein, nur irgendwie finde ich das alles seeeehr merkwürdig. Danke dir! :)

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Natürlich darf sie auch selbst ermitteln !

Über die Rechtslage muss das Gericht entscheiden, aber generell haftet je der für sein Konto.

Halt Dich da raus

Informiere deinen Freund, damit dieser sein Konto prüft. Aber dass ein Bankkonto einfach von Dritten übernommen wird, ist nicht möglich. Den Kontakt zu dieser "Frau" sofort abbrechen, sie redet zu 99% Stuss und hat noch nie eine Anwaltskanzlei von innen gesehen. Vom Schreibstil her ist das ein Kind, das noch nichtmal volljährig ist.

ignorieren und sperrem

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