Angabe der Motorleistung?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Salue

Hier ein paar Erfahrungswerte meiner Messungen: Messung am ausgebauten Motor an der Kurbelwelle auf einem Prüfstand (Messung gemäss DIN Norm, heute Euronorm): z.B. 100 kW.

Mit Handschaltung (Messung im 3. Gang) auf der Rolle des kompletten Fahrzeuges: zwischen 75 und 78 kW, Abgabe an die Rollen.

Automatik (hydraulisch (in 2. Stufe bei 3 und 4 Stufen-Automaten) Abgabe an die Rolle ca. 66 bis 70 kW.

Die Amerikaner verwenden die SAE-Norm. Auch hier, ausgebauter Motor im Labor, allerdings ohne Nebenaggregate. Da müssen mindestens 10 % vorneweg abgezogen werden.

Die Italiener verwendeten früher die CUNA-Norm. Da war nicht mal ein Auspuff dran, der Ansaug durfte verändert werden. Bei diesen Angaben kann man vorneweg 20 % abziehen.

Moderne Leistungsprüfstände sind in der Lage, ca. die Leistungsabgabe an der Kurbelwelle, im eingebauten Zustand, zu ermitteln.

Vor der Leistungsmessung treibt der Prüfstand das Auto an. Damit ist einigermassen ermittelbar, wie viel Leistung im Antriebsstrang (Schleppleistung) verloren geht.

Nach der Leistungsmessung wird nun dieser Wert wieder dazugezählt und wir haben,  den Wert am Motorausgang. Zu meinem Erstaunen kam das Resultat recht genau an den Wert im Labor heran. Die Toleranz +/- lag bei bescheidenen 1 bis 2%.

Es grüsst Dich aus der Schweiz

Tellensohn

 

Die Angaben in Deutschland sind nach Euro-Richtlinie 80/1269.

Bei einigen Amis steht da SAE PS, da ist die Motorleistung "brutto", ohne den Abzug der Nebenaggregate.

Natürlich muss die verloren gegangene Leistung auf dem Weg zur Antriebsachse abgezogen werden.

Wer genau wissen will, was sein Auto "auf die Straße bringt" kann zum (ADAC-) Leistungstest auf den Prüfstand.

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Die anderen schreiben, dass wurde schon abgezogen und die Leistung durch die Verbrennung ist 25% mehr.

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In Deutschland wird, wenn nicht anders gekenzeichnet, die Motorleistung angegeben, heisst die Leistung die an der Kurbelwelle anliegt.

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Also kommt nur noch Steigung und Rotationsenergie der Reifen von der Beschleunigung weg

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@Usedefault

Für die Radleistung musst Du die Verlustleistung des Antriebstrangs abziehen, also Getriebe und Antriebswellen. Man rechnet in der Regel mit ca. 15% Verlust.

Externe Faktoren wie Gefälle oder Widerstand der Straße haben nichts mit den technischen Daten des Autos zu tun. Eine schweres Rad schadet einer guten Beschleunigung natürlich auch, da hier mehr Kraft benötigt wird, um die Massenträgheit zu überwinden.

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@flauski

Ist das Getriebe alles außerhalb des Motorblocks? Also die ganzen Stangen und Zahnräder welche die Kraft an die Räder weiterführen?

Nein nicht direkt mit den technischen Daten. Aber wenn man eine Steigung hochfährt, dann steigt ja die Drehzahl wegen der Geschwindigkeit langsamer an, wodurch die Leistung über eine Sekunde gesehen niedriger ist.

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26
@Usedefault

Ja, das Getriebe ist außerhalb des Motorblocks.

Nein, das Auto hat egal ob bergauf oder begab immer die gleiche Leistung. Die benötigte Energie ist nur eine andere. .

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@flauski

Das ist ein Blödsinn den ich am Anfang auch dachte!

Wenn das Auto bei 5000 Umdrehungen mehr Leistung hat als bei 4000, dann erreicht es insgesamt gerade aus eine höhere Leistung, nur das Drehmoment ist gleich.

Die höhere Leistung deshalb, weil sich das Drehmoment beim Bergauffahren langsamer erhöht auf 5000, weil die Geschwindigkeit langsamer ansteigt

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26
@Usedefault

Leider stimmt das nicht. Der Drehmoment des Motors ist bei unterschiedlichen Drehzahlen nicht gleich. Meist flacht die Drehmomentkurver schon vor der Spitzenleistung ab.

Luftdruck etc mal aussen vor, ein Motor hat beim bergauf fahren die gleiche Leistung und Drehmoment. Er braucht nur für die gleiche Beschleunigung im Vergleich zu einer Ebene mehr Leistung,

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@flauski

Der Trugschluss liegt im Unterschied von Leistung zu Leistung über eine Sekunde.

Die Momentanleistung hängt vom Drehmoment ab, aber wenn sich das Drehmoment nicht so schnell ändert, weil es ja direkt mit der Drehzahl steigt, dann ist zwar die Momentanleistung gleich, nicht aber die Leistung über eine Sekunde.

Das ist zumindest meine Anschauung.

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@Usedefault

Leistung über eine Sekunde? Was meinst du da? Die Leistung ist ein Momentanwert und wird nicht über die Zeit Integriert. Du meinst vielleicht Energie.

Leistung ist immer Drehmoment*Winkelgeschwindigkeit oder Drehmoment*Drehzahl*einem Faktor.

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@michiwien22

Bei Elektrosignalen ist Peff auch Leistung der einzelnen Spannungen.

Und die Summe der Motorleistungen ist die Durchschnittsleistung?

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Yamaha YZF R 125 Motorschaden?

Hallo,
ich habe seit Dezember 2016 eine r125 Bj 2008. ca. 12.000 km. Habe sie immer warm gefahren. Als ich heute normal 100 km/h im 5. Gang gefahren bin (ca 8500 Umdrehungen) ist die Leistung so abgefallen als wäre ich im roten begrenzer angelangt und das Motorrad wurde gebremst ,also der Reifen hat nicht blockiert. Habe dann sofort die Kupplung gezogen und den Motor erstmal aus gemacht. Nach 10 sek. habe ich die Maschine wieder gestartet und alles war wie immer. Leistung war wie immer,also Beschleunigung war auch super. An der Ampel bemerkte ich noch so ein leichtes metallisches klackern. Bin dann noch 5 km nachhause gefahren und alles war normal außer halt dieses leichte klackern. Zuhause habe ich dann das Öl gecheckt und da war bisschen mehr als die Hälfte drin. Habe dann wieder alles aufgefüllt und das klackern ist noch leiser geworden. Aber warum ist so wenig Öl drin gewesen? Was ist passiert als ich diesen Vorfall hatte? Und was ist daran jetzt kaputt? Was würdet ihr mir empfehlen was ich machen soll?
Ps: Kompressionen sind auch super
Vielen Dank schonmal
Mit freundlichen Grüßen

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