Aneignung methodischer Verfahren im Medizin-Studium?

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3 Antworten

Ich kann nur für die Medizin sprechen: Im Studium spielen solche Inhalte nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Es gibt Statistik- Kurse (in der Regel in der Vorklinik), diese bleibt jedoch
relativ oberflächlich und geht kaum über das Oberstufen- Wissen hinaus.

Forschungsmethoden aus allen Bereichen werden auch am Rande thematisiert, man sollte aber nicht die Illusion haben, dass man nach dem
Medizinstudium in irgendeiner Form für komplexe Forschung geeignet ist.

Wenn man an der Forschung Interesse hat, lernt man die Methoden während der Arbeit an einem Forschungsthema (in der Regel geht es mit der Doktorarbeit los, die auch schon im Studium begonnen werden kann).

Das Medizinstudium selbst bietet höchstens in Wahlpflicht- Kursen die Möglichkeit, sich weitergehend mit solchen Themen zu beschäftigen. Das Ziel ist eben primär die Ausbildung von breit aufgestellten Ärzten und nicht von Wissenschaftlern (die meisten Mediziner beschäftigen sich ja - wenn überhaupt - nur während der Promotion mit Forschung).

Ob du in der Psychologie viel besser aufgehoben bist, kann ich dir nicht sagen. Jedoch ist wohl zumindest der Anteil von Statistik deutlich höher und auch in der Bachelor- und Masterarbeit wird man um wissenschaftliche Methoden nicht herum kommen.

Wenn es also sicher in die psychologische Forschung gehen soll, ist Psychologie vielleicht die bessere Wahl.

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Hallo!
Vermutlich wird keiner hier sein der das genau weiß.... Stell die Frage doch der Studienberatung der infrage kommenden Unis.
Ansonsten kannst du ja evt als Gasthörer für die entsprechende Vorlesung in Psychologie teilnehmen.
Ich denke es wandern genug fertige Mediziner in die Forschung ohne diese Methoden zu kennen :-)

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Kommentar von Arteloni
06.06.2016, 10:04

Das ist aber eine gewagte Vermutung. Glaubst du hier machen keine Medizinstudenten mit ;-)

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Kommentar von JanRuRhe
06.06.2016, 22:24

Meine Tochter studiert Medizin. Um es mal so zu formulieren: sie nimmt sich aus naheliegender Gründen wenig die Zeit für GF.
Und sicher gibt es Unis die diese Methoden lehren und welche die das nicht tun (ja, eine gewagte Annahme). Vielleicht bekommst du die Antwort die du benötigst. Viel Glück ;-)

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Teil des Studiums ist auf jeden Fall auch Statistik und Biomathematik, Medizinische Psychologei und Soziologie. Da werden solche Themen behandelt.

Außerdem musst du noch zwei Wahlfächer belegen in denen du dir an den meisten Unis auch solche Themen raussuchen kannst. Falls es nicht angeboten wird, kann man meistens auch mit denen sprechen so das z.B. auch ein Kurs aus dem Studiengang Psychologie oder anderen anerkannt wird.

Darüberhinaus wird dich auch niemand aufhalten dich in deiner Freizeit mit Statistik und Studiendesign etc. zu beschäftigen.

Eine Medizinstudium bietet auf jeden Fall bessere Chancen als ein Psychologiestudium.

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