Anderes Wort für Wirtschaftsflüchtling?

11 Antworten

"Wirtschaftsflüchtling" ist an sich nicht abwertend, sondern beschreibt eine bestimmte Situation. Wer in seinem Land keine Perspektive sieht, wegen hoher Arbeitslosigkeit, Armut und Elend, der versucht eben in ein Land auszuwandern, in dem er sich bessere Chancen verspricht. Daran ist doch nichts verwerfliches. So sind unter anderem auch die USA und Kanada von Europa aus "besiedelt" worden (die Ureinwohner wollten übrigens die Wirtschaftsflüchtlinge damals auch nicht).

Dass wir uns nicht in der Lage sehen, die Wirtschaftsflüchtlinge aufzunehmen, ist von dem legitimen Wunsch dieser Flüchtlinge unabhängig zu sehen und diese Ansicht ist genau so berechtigt.

Dieses Wort ist ja  eigentlich nicht "abwertend" gemeint, es wird leider nur oft abwertend verwendet.

Es ist eine Differenzierung und sagt nämlich aus, dass jemand aus rein wirtschaftlichen / finanziellen Gründen (um seine wirtschaftliche Lage in einem anderen Land verbessern zu können) flüchtet und nicht aus Angst um sein Leben.

Vielleicht passt "Armutsflüchtling"  besser.

Es gibt verschiedene Definitionen im Bereich der Migration bzw. des Asylrechts. Ich versuche da mal Klarheit zu schaffen:

  • Wirtschaftsmigration: Auswandern aus dem eigenen Land (ohne eine zwingende Not zu beinhalten, kann aber dennoch dahinterstehen) und Einwandern in ein Land mit einer positiveren finanziellen Perspektive
  • Wirtschaftsflucht: Auswandern mit Not, seine Familie ernähren zu können und Einwandern in ein Land mit einer positiveren finanziellen Perspektive; Schwierig von Wirtschaftsmigration zu unterscheiden, Wirtschaftsmigration wäre eher der Oberbegriff
  • Steuerflucht: Schwarzgeldkonten in der Schweiz, Steuervermeidung in Luxemburg und dergleichen, Steueroasen; Wenn dies gleichbedeutend mit Wirtschaftsflucht ist, würde ich mich heide2012s Vorschlag "Armutsflucht" statt "Wirtschaftsflucht" zur Abgrenzung benutzen.
  • (Kriegs-)Flucht: Die uns beim Wort "Flucht" sofort in den Kopf kommende, aber nicht ausschließliche Assoziation (siehe oben)
  • Fliehen/Flüchten: Wenn man "flüchtet", läuft man vor einem Problem davon, bevor es einen erreicht; läuft man vor dem Problem davon wenn es einen unmittelbar erreicht hat, nennt man es "fliehen".
  • Asyl: "Als Flüchtlinge anzuerkennen sind Menschen, wenn sie, wie es im Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 heißt, sich außerhalb ihres Heimatlandes befinden und berechtigte Furcht haben müssen, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Gesinnung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe verfolgt zu werden" (Wikipedia)
  • Subsidiärer Schutz: Aufnahme wegen Wirtschaftliche Not, Naturkatastrophen, Krieg oder Armut (keine Asylgründe)

Das Wort "Wirtschaftsflucht" an sich ist nicht negativ, wird nur von Flüchtlingsgegnern gerne im negativen Kontext gebraucht.

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