Anderer Job als Informatiker?

13 Antworten

Mit 14 könntest du alternativ auch an deiner Mathe-Schwäche arbeiten, du bist ja noch jung. Das kannst du auch mit dem Programmieren (das kannst / lernst du doch hoffentlich gerade?) verbinden. Schreib dir doch für die aktuellen Themen im Matheunterricht Programme, die Formeln lösen bzw. Aussagen beweisen. So könntest du dir z.B. ein Programm schreiben, das bei einer eingegebenen Parabelgleichung Nullstellen, Schnittpunkte, Scheitelpunkt, Öffnung, usw... berechnet und den Graphen zeichnet oder 10 Millionen Würfe mit einem Würfel simulieren, um zu beweisen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine gerade Zahl tatsächlich bei 1/2 liegt (funktioniert auch mit beliebigen anderen Aussagen). Im Vergleich zu anderen Fächern muss man bei Mathe relativ wenig Faktenwissen lernen, man muss das Fach verstehen. Beim Programmieren gilt eigentlich das Gleiche, Mathematik und Informatik sind sich gar nicht mal so unähnlich.

Denn fehlende Mathekenntnisse werden dir beim Programmieren irgendwann auf die Füße fallen, weil du dann einfach schlechte Programme schreibst. Programme, die entweder unnötig langsam sind oder falsch rechnen. Wenn wir mal das "Hacker"-Beispiel aus einer anderen Antwort nehmen: Ein Brute-Force-Angriff (also das Durchprobieren aller möglichen Buchstabenkombinationen eines Passwortes) ist deutlich schneller, wenn man die Anzahl der Zeichen reduzieren kann und noch schneller, wenn man beispielsweise eine Variante einer Wörterbuch-Attacke nehmen kann. Ob ein Brute-Force-Angriff überhaupt Sinn macht, kann (und sollte) man ebenfalls abschätzen können.

Ein Informatikstudium ohne Mathekenntnisse kannst du vergessen, das wird nix. Bei einer Ausbildung zum Fachinformatiker hast du zwar deutlich weniger Matheunterricht, aber auch dort wirst du Mathekenntnisse brauchen (siehe den zweiten Absatz meiner Antwort) und deswegen legen die Arbeitgeber bei der Bewerbung Wert auf gute Mathenoten im Zeugnis.

Das mit dem Programmieren stimmt überhaupt nicht. Es gibt nämlich noch einen Unterschied zwischen logischem Denken (und effizientem Denken) und Mathematik. Und zwar einen riesen Unterschied. Man muss nicht wissen wie Matrizen, Integrale etc. funktionieren, um gut programmieren zu können. Natürlich braucht man auch Mathematische Ansätze, aber die sind nicht immer erforderlich und auch selten schwierig zu verstehen.

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@agent888

Es kommt drauf an, was man Programmieren möchte. Matrizen sind der mathematische Grundstein von jedem 3D-Computerspiel und finden auch in der Bildverarbeitung reichlich Anwendung, die sieht man tatsächlich öfters. Ein Paradebeispiel für einen komplizierten mathematischen Ansatz ist die Fouriertransformation (wieder u.a. Bildverarbeitung), aber da gibt es auch noch mehr. Irgendeine Form von Mathematik sieht man aber überall, wo man beruflich programmiert.

Es gibt nämlich noch einen Unterschied zwischen logischem Denken (und effizientem Denken) und Mathematik.

Die Logik ist ein Teilgebiet der Mathematik, und gerade mit der boolschen Algebra kommt man als Programmierer schnell in Kontakt, wenn man gut programmieren möchte - nämlich dann, wenn man verknüpfte Bedingungen so kurz wie möglich schreiben möchte.

Ich bin beruflich Frontend-Entwickler und habe werde da sogar minimal mit Mathematik konfrontiert, aber trotzdem komme ich immer wieder in Situationen, in denen ich verstehen möchte, wie das von mir benutzte "unbekannte System" (was auch immer das gerade ist), funktioniert und dann gucke ich in den JavaScript-Standard oder irgendwelche Sourcen hinein. Wenn man das "unbekannte System" als Blackbox betrachtet, die aus irgendwelchen magischen Gründen richtig funktioniert, dann ist die Fehlersuche umso schwerer, wenn man irgendwelche falschen Ergebnisse bekommt.

Ich habe übrigens Informatik studiert und bin nun schon seit über 10 Jahren in der Branche, ein bisschen was verstehe ich von dem Thema inzwischen schon.

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Kannst dir mal den Ausbildungsweg Fachinformatiker Anwendungsentwicklung anschauen. Ansonsten Fachhochschule ist auch Praxisorientierter als normale Uni. Würde mir aber noch net so viele Gedanken machen. Bei mir hats mit Mathe auch bis zur Oberstufe gedauert bis es gut lief.

Schau einfach, dass du mit dem Stoff hinterher kommst, dann wird das schon.

Wenn du unter Mathematik rechnen verstehst, das wirst du so gut wie nicht brauchen.

Im Informatikstudium rechnet man ehe rmit sehr kleinen Zahlen in gewaltigen Formeln, es ist also eher das Verständnis mathematischer Regeln und Beweise (bzw. die Fähigkeit, da szu erlernen) gefordert.

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