Anbaubalkon müssen alle Eigentümer einverstanden sein?

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6 Antworten

In einem solchen Falle kann der Balkon angebaut werden, wenn ein qualifizierter Mehrheitsbeschluß vorliegt. Die Gemeinschaft einschließlich der mit "Nein" stimmenden Eigentümerin kann an den Kosten durch einen Gerichtsbeschluß über die Zulässigkeit der Durchsführung einer solchen Maßnahme, die der genrellen Verbesserung der Wohnqualtität und der der damit einhergehende qualtitaiven aufwertung des Gesamtobjektes entspricht, wenn tatsächlich alle übrigen Mieteigentümer diese Auffassung vertreten. Klagen lohnt in solchem Falle. Für Einzelbauer oder Einzelkämpfer allerdings ist ein solches Unterfangen aussichtslos!

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es sollte aber nicht nur Klarheit daüber bestehen ob er gbaut werden darf oder nicht, sondern auch über die Kosten und Folgekosten. Im Grundsatz gehören Balkone zum Gemeinschaftseigentum. Spätere Reparaturen gehen zu Lasten aller Eigentümer.

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Wie ist denn der Beschluß verkündet worden? Normalerweise doch als mehrheitlich angenommen.

Sollte vor Beschlußfassung nicht ausdrücklich auf eine erforderliche Allstimmigkeit hingewiesen worden sein (denn wenn dem so wäre, gilt der Beschluß als nichtig), dann warte noch die Anfechtungsfrist von einem Monat ab, denn mehrheitl. angenommene Beschlüsse über bauliche Veränderungen sind nicht nichtig sondern lediglich anfechtbar.

Wurde einem Eigentümer mit bestandskräftig gewordenem Beschluss der Anbau eines Balkons genehmigt, kann nicht von einer Nichtigkeit dieses Beschlusses gesprochen werden, da die Eigentümerversammlung auch hinsichtlich der Genehmigung baulicher Veränderungen am Gemeinschaftseigentum Beschlusskompetenz besitzt (BGH v. 20.9.2000, V ZB 58/99, NJW 2000, 3500).

Bei einem unangefochten in Bestandskraft erwachsenem Beschluß stünde Deinem Balkonanbau möglicherweise nichts im Wege, dies setzt natürlich voraus, das der Beschluß ordentlich formuliert ist (z.B., das nicht auch gleichzeitig am Balkon per Beschluß Sondereigentum begründet werden sollte, kein Hinweis auf Allstimmigkeit, inhaltlich bestimmt, kein Nachteil für den nicht Zustimmenden usw.).

Und ganz wichtig: Besonderheiten der Teilungserklärung/Gemeinschaftsordnung zusätzlich beachten. Sind hier ggf. besondere diesbezügliche abschließende Regelungen vereinbart?

Bevor Du also loslegen solltest und eine Menge Geld verausgabst, laß dich noch einmal zuvor eingehend beraten.

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Ich denke schon, dass alle zustimmen müssen, da sich ja die Aussenansicht des gesamten Hauses ändert.

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Nein. Es gilt das Mehrheitsprinzip. Die genauen Voraussetzungen kannst Du im Wohnungseigentumsgesetz nachlesen.

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nein, ihr nein hat keine auswirkungen, da du ihre wohnqualität nicht beeinflußt, du kannst das teil also bauen lassen. viel spaß aufn neuen balkon. hol dir aber noch ne baugenehmigung vom amt

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Kommentar von Volker13
11.10.2010, 20:30

Vorsicht mit solchen Aussagen.

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