Analyse eines Stückausschnittes mit Stufen-und Funktionstheorie?

2 Antworten

eins vorweg: in deiner Frage wirfst du Stufen und Funktionen durcheinander. Die Stufen sind durchnummeriert (meistens mit römischen Ziffern) und bezeichnen einen Akkord lediglich in Bezug auf die Ausgangstonart (a-Moll steht in C-Dur auf der VI. Stufe). Die Funktionstheorie beschreibt die Akkorde in ihrem Verhältnis zur Ausgangstonart und untereinander und ermöglicht so auch komplexere Fortschreibungen zu beschreiben (D-Dur in C-Dur wird stufentheoretisch lediglich benannt (II.3+) in der Funktionstheorie aber in einen Zusammenhang gesetzt (Doppeldominante (=Dominante zur Dominante))) (a-Moll in C-Dur aus dem obigen Beispiel ist dann die Tonikaparallele). Die Grundform eines Akkordes und damit seinen namensgebenden Grundton erhältst du, wenn du erstens alle Töne möglichst dicht zusammenoktavierst und sie dann zweitens so lange umschichtest, bis du (bei Dreiklängen) zwei Terzen übereinander hast (bei Vierklängen sind es dann 3 Terzen). Optisch ergibt sich dann ein Schneemann ohne Lücken (entweder alle Noten auf oder alle Noten zwischen den Linien). Der unterste Ton ist dann im Normalfall der Grundton des Akkordes.

sehr schöne Antwort

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Ich erlaube mir ein paar korrekturen und ergänzungen:

1. nicht "meistens" sondern immer römische ziffern! Wenn man öfter z.b. jazzanalysen macht kommt man bald drauf, dass die funktionstheorie hier schnell ausgedient hat und eine erweiterte stufentheorie die bessere wahl ist. Daher haben viele autoren die dreiklangstypenzeichen der akkordsymbole in die stufenbezeichnungen übernommen, also etwa "II-" oder "VIIo"...

2. eindurung eines moll-stammakordes bedeutet stets dominantisierung, d h. eine "II.3+" (was für ein Symbol!?) gibt es nicht, das ist eine "(V)", eine zwischendominante zur VI- !

3. Hier sollte noch das prinzip der klangvertretung (nebenstufen können hauptstufen vertreten) ergänzt werden, die diatonische terzverwandtschaft: bei vertretungen stehen die grundtöne von vertretenem (hauptstufe) und vertretendem akkord (selbständige nebenstufe) im diatonischen terzabstand. Bei k3-abstand spricht man von "parallele", bei g3 von "gegenklang". So ist etwa die II- "Sp", vertritt also (recht häufig) die IV.

4. Das terzschichtungsprinzip ist korrekt angesprochen. Die grundton-erkennung funktioniert aber nur bei selbständigen (r5-rahmen) dreiklängen so einfach. Unselbständige (o, +) haben oft den grundton nicht (sind "verkürzt") oder woanders liegen. Grundsätzlich heisst einen akkord "umkehren" dass man unterste töne nach oben oktaviert wodurch immer andere akkordtöne in den bass zu liegen kommen. Ist der tatsächlich oder latent (s verkürzung) vorhandene grundton in der terzschichtung ganz unten so spricht man von "grundstellung". Achtung hier: im klaviernotensystem ist der baston i.d.r. im bassschlüssel-system, d h er ist mit einzubeziehen. Beliebter studentenfehler ist es im 4stimmigen satz die "stellung" von akkorden nur an den 3 oberstimmen festzumachen!

5. Das ganze sollte man zunächst nur in dur-tonalität an dreiklängen festigen und erst dann auf moll und vierklänge ausweiten!

LG Max

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also der bass sagt dir was der Grundton ist

1.was ist basston

2.mit welchem ton (von unten) fängt der drei-vierklang im Violinschluessel an

3.wenn der unterste der selbe wie bass ton ist dan ist es Grundstellung !wenn es der 2 ton ist dann ist es 1 Umkehrung.Und wenn es der oberste ist dann ist es 2.Umkehrung !!!😘😘😘😘

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