Analoge Spiegelreflex Vorteile

16 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also eine analoge Spiegelreflex-Kamera soll ja bessere Bilder liefern. Ist da was dran?

Und ob.

Zunächst sind die die Bilder gestalterisch meist deutlich besser, weil man bewußter und zielgerichteter fotografiert, um wertvolles Material zu sparen.

Dann ist die analoge Technik der digitalen bei weitem überlegen. Immer noch.

Kontrastumfang z. B. Fertige mal von einem 100 ASA SLR Kleinbild Negativfilm eine Vergrößerung von einem sehr guten und detailreichen Bild nach A2 und dann das gleiche Motiv und Objektiv mit einer DSLR Kleinbild 12MP :-(

Oder Modualitionsübertragungsfunktion (Detailschärfe).

Von kippenden Farbgängen, Aliasing, Blooming, Dithering, Moirée habe ich erstmals gehört, als ich digital fotografierte :-(

Keine Frage, wir reden hier von Äpfeln und Birnen - aber wenn das Werk zählt, fragt niemand nach dem (unzureichenden) Werkzeug.

Ein dritttes Problem: die meisten übersehen, daß die Lernkurve bei der DLSR deutlich stelier ist, wenn man denn gute Ergebnisse erzielen möchten. Nur diesen Weg geht niemand, der sich eine Erleichterung und Flexibilität mit seiner DSLR-Investition erhofft.

G imager761

Von kippenden Farbgängen, Aliasing, Blooming, Dithering, Moirée habe ich erstmals gehört, als ich digital fotografierte :-(

Meine digitale Kompakte, die macht schlechtere Fotos, als die "Ultra-Kompakte" analoge meiner Oma. :D

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Du hast in der Theorie vollkommen Recht. In der Praxis ist der Unterschied so marginal, dass selbst Profis den Unterschied nicht sehen.

Hier geht´s auch nicht, um den Profi, der als Drittkamera noch ´ne analoge EOS im Regal liegen, sondern um einen Schüler.

Im ernst: Wer setzt sich heute denn noch hin und sortiert Negative ein. Erkläre mal Deiner Freundin, dass Du die Fotos von ihr erstmal entwickeln lassen musst und dann übernächste Woche - nach dem Einscannen zuschickst, damit sie die in Facebook hochladen kann.

...da macht man sich doch lächerlich.

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@freixen

Macht man sich halt lächerlich. :D Ein Foto liegt bei mir sowieso mehrere Wochen zum Bearbeiten, dass eine Woche nicht mehr auffällt. ;)

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@freixen

In der Praxis ist der Unterschied so marginal, dass selbst Profis den Unterschied nicht sehen.

Selbst Anfänger erkennen deutlich die Verblauung in den Schatten, Moiré (Störmuster) in glatten Haaren und Farbrauschen (bunte Fehlpixelstellen) in (meist dunklen) Bildpartien.

Wer setzt sich heute denn noch hin und sortiert Negative ein

Niemand, der mit Erstauftrag für 4,95 EUR erstklassige Scans auf CD-ROM bestellt, die in 2-3 Tagen vorliegen.

Erkläre mal Deiner Freundin,...

Ich denke nicht, daß AaronDark2 derartige Schnappschüsse mit der SLR macht, die er in 5 Minten ebensogut mit einem (bluetoothfähigen) Fotohandy einstellen könnte :-)

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Tja, 5 Jahre später entlockt mir dieser Beitrag nur noch ein Schmunzeln: die technischen Vorteile sind dahingeschmolzen, meine Nikon D610 (und das ist kein aktuelles Topmodell!) vernichtet die gnadenlos: Iso 6400 lache ich, Dynamikumfang rund 15 Blenden, und auch die anderen genannten Probleme sind Schnee von gestern.

Ein Punkt allerdings ist geblieben: die Bemühungen um das perfekte Bild brauchen Zeit. Bei teurem Filmmaterial nimmt man sich die Zeit eher, während man bei der digitalen Knipserei gewillt ist draufzuhalten nach dem Motto "wird schon das Richtige dabei sein, der Rest wird gelöscht!" - Fehlanzeige, man hat nur Müll produziert!

Meine Lösung: bewusst fotografieren mit Stativ! Und kein "schneller" Kugelkopf, am besten ein Getriebeneiger! Der nötigt einem die Zeit ab die man braucht den Bildausschnitt immer wieder zu betrachten, das Stativ doch noch einen Meter nach rechts zu tragen, doch noch ein wenig tiefer zu stellen, doch noch ein wenig zu schwenken, ein Schnipselchen im Vordergrund aus dem Bild zu entfernen, ... dann steckt in der heutigen Digitalfotografie mehr Potential als in der analogen Fotografie!

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eine analoge Spiegelreflex-Kamera

Da gab es auch damals schon gewaltige Unterschiede. Wahlweise ein lichtschwaches Billig-Zoom oder eine hochauflösende Festbrennweite von Zeiss.

Wenn Du heute ein Objektiv zu vergleichbarem Preis wie damals kaufst, dazu eine Kamera mit einem Vollformat-Sensor und ca. 30 MPixel (ist auch nicht teurer als ein gutes analoges Gehäusse damals war), dann gibt es nur noch einen Punkt, in dem der Film eindeutig überlegen ist: deutlich höherer Konrastumfang.

Was man heute mühselig mit mehreren unterschiedlich belichteten Aufnahmen (geht natürlich nicht bei bewegten Objekten) als HDR-Aufnahme zusammenbaut, hatte der analoge Film bereits eingebaut.

Wenn Du aber nicht unbegrenzt Geld ausgeben kannst, dann liefert die gebrauchte Analog-Kamera bedeutend bessere Bilder als die neue Digitale zum gleichen Preis. Aber damit die auch richtig zur Geltung kommen, müsste man sie individuell vergrößern, was wiederum ein eigenes Fotolabor voraussetzt.

Wenn Du die Negative einscannen willst, ohne bei diesem Schritt die ganze Qualität wieder zu verlieren, brauchst Du einen Scanner, der das gut kann - diese sind selten und teuer. Oder Du lässt sie einscannen, das liegt aber in der hier benötigten Qualität in der Größenordnung ein Euro pro Bild.

Ich arbeite teilweise auch noch mit analogen Kameras, ich lasse dann den Film entwickeln, gleich Papierbilder 10x15 oder 13x18 davon machen sowie einen Scan einfacher Qualität. Für viele Fälle reicht das schon, die Scans sind fürs Verschicken gut genug, oder um sie auf einer Website einzubinden.

Die ein, zwei Fotos, die ich nachbearbeiten möchte (mein Fotolabor habe ich beim letzten Umzug an das Jugendhaus verschenkt), scanne ich dann ein - den teuren Scanner hatte ich ohnehin für andere Zwecke gebraucht, aber Du könntest auch scannen lassen, wichtig ist, dass die Auflösung und der Kontrastumfang weitgehend erhalten bleiben.

DH für diesen sachlich fundierten Beitrag :-)

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das ist eine glaubensfrage. aber man sollte wissen, dass nur die vollformat-dslr´s die volle kleinbild-auflösung haben. aber das ist trotzdem ein glaubenskrieg. die ewig-gestrigen fotografen wollen dir aufschwatzen, dass analog besser ist und immer besser bleiben wird. andere fotografen hingegen erzählen dir, das digital mittlerweile vielfältiger ist als analog und einfacher. die meisten fotografen haben nur angst, weil die fotografie jetzt für jeden erschwinglich geworden ist. da erzählt dir jeder was anderes. ich fotografiere einfach viel lieber digital, weil das schneller und einfacher zu handhaben ist. ich hab damals auch analog fotografiert. für mich „reicht“ digital. und große vorteile bei analog sehe ich auch nicht. wenn du viel mit analog machst, einscannst, ausdruckst etc..., dann brauchst du auch noch viel wissen über die entsprechenden geräte.

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