An wen kann man sich wenden, wenn man unfreiwillig in der Psychiatrie festgehalten wird?

8 Antworten

Hey

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„Innerhalb von 24 Stunden muss die Klinik in der Regel einen Antrag auf Unterbringung beim Amtsgericht stellen, und dabei auch angeben, weswegen und wie lang der Patient vermutlich in der geschlossenen Psychiatrie bleiben muss und wie er therapiert werden soll“, erklärt Peter Falkai. „Manche werden da schon wieder heimgeschickt. Viele bleiben eine Woche bis zehn Tage.“ In dieser Zeit kann der Kranke auch zwangstherapiert werden, wenn er nicht Herr seiner Sinne ist. Die Fixierung ans Bett oder die Ruhigstellung mit Psychopharmaka fallen darunter.

Was Mediziner als notwendige Maßnahmen betrachten, um einen aufgewühlten Menschen zu stabilisieren, empfinden Betroffene oft als brutal, entwürdigend und unmenschlich. Gerade psychisch Kranke, die sich nach einer akuten Ausnahmesituation wieder „ganz normal“ fühlen, sehen sich durch den erzwungenen Aufenthalt in der geschlossenen Abteilung entrechtet und geradezu misshandelt. Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener vertritt die Interessen derer, die sich gegen jeden Zwang in der Psychiatrie wenden. Eine Art Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht soll vor Zwangsbehandlung schützen.

Fordern die Ärzte eine längere Therapiezeit in der geschlossenen Abteilung, muss ein unabhängiger Gutachter die Maßnahme alle vier Wochen überprüfen und ein Gericht sie bestätigen. „Mit den Jahren bauen sich verantwortungsvolle Psychiater ein Netz von Kontakten zu sachverständigen Richtern und guten Gutachtern auf, die das Wohl des Patienten im Blick haben“, sagt Peter Falkai zum Vorwurf, dass Gutachter sich die Kranken oft gar nicht ansehen und blind dem Urteil der Vorgänger folgen. „Wenn ein Patient absolut nicht mit einem Gutachter sprechen will, muss das akzeptiert werden. Die Beurteilung ist dann nur aufgrund der Aktenlage zu treffen. Ich denke, dass das die Ausnahme sein sollte und in der Regel eine persönliche Untersuchung erfolgen muss.“

Keinerlei Zwang können die Mediziner einer psychiatrischen Klinik auf Menschen ausüben, die sich freiwillig in stationäre Therapie begeben. „Ein solcher Patient kann jederzeit auf eigene Verantwortung gehen, selbst wenn wir das in dem Moment für völlig falsch halten“, sagt Psychiatrie-Professor Peter Falkai."

Gruß, Dana

Leider hab ich es schon erlebt, weist man sich ein und innerhalb 24h hat sich alles beruhigt und du eine Akte dort hast, dass sie dich dann da behalten, für etwas was du dich nicht eingewiesen hast.

Ich hab mich mal im akuten Fall wegen Fremdgefährdung eingewiesen und die Ärzte stellten einen Rückbehalt aus, ich müsste also übers Wochenende warten auf den Gutachter am Montag. Was selten passiert das diese dann nicht dem folgen was Ärzte empfehlen.
Ich hab dem Gutachter erklärt, dass ich mich wie ein Idiot fühle, dass die Ärzte mich damals wegen Eigengefährdung behalten wollten, trotz der Tatsache, dass ich mich wegen was anderem in deren Obhut gegeben habe. Ich hab gesagt das ich bekannte Borderlinerin bin, aber ich in dem Moment weder akute Suizidabsichten hätte, noch als ich her kam. Sie mich wegen was behalten wollten, dass irrsinnig wäre. Als die Gutachterin das hörte gab sie mir recht und ich konnte gehen. Man muss echt Glück haben.

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Hallo

Um dich länger in einer Psychiatrie festzuhalten bedarf es eines richterlichen Beschlusses. Darum kümmern sich die Ärzte. Wenn der Richter berfindet , dass du Eigen- bzw. Fremdgefährdend bist, wird er dich nicht gehen lassen. In aller Regel folgen die Richter der Empfehlung des Arztes, weil sie selber wenig bis gar keine medizischen Kenntnisse haben.

Am besten du verhälst dich kooperativ (auch wenns schwer fällt). Dann bist du am schnellsten wieder draußen.

LG

wenn du einen beschluss hast, kommst du erst wieder raus, wenn ein positives gutachten über dich vorliegt und der zuständige richter der meinung ist, dass das dokument schlüssig ist und er den beschluss aufhebt.

ein beschluss wird durch einen richter ausgefertigt und ist bindend.

und in deinem fall sehe ich ehrlich gesagt derzeit keinen grund, einen beschluss, falls einer vorliegt, aufzuheben.

du tust merkwürdige dinge, die dich in gefahr bringen.

Aber wenn kein Beschluss vorliegt? Wie entsteht überhaupt so ein Beschluss?

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