?An wen kann man sich wenden, wenn ein älterer Mensch (Pflegestufe 3) schlecht bis garnicht gepflegt/versorgt wird? Die Pflegekasse fühlt sich nicht zuständig?

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7 Antworten

Leider gar nichts. Wenn der Betroffene oder seine Angehörigen ("Betreuung") nicht selbst eine Pflege wollen, kann man gar nichts machen. Habe das selbst mal für einen Verwandten nachgefragt bei der Krankenkasse und auch gefragt, wie das z.B: mit allein lebenden Senioren ist, die sich nicht auskennen und nicht von alleine eine Pflegestufe beantragen oder halt ablehnen. Die erschreckende Antwort war: Dann passiert nichts. Es passiert nichts, wenn der Betroffene oder der Betreuer keine Pflegestufe beantragt bzw. den Pflegedienst anfordert. Passiert das nicht, gibt es keine Vorgaben, dass der Pflegedienst von alleine auf diesen Menschen zugehen kann oder man ihm eine Pflegestufe organisieren kann. (In meinem Fall handelt es sich um einen Menschen im Vollbesitz seiner geistigen Kräftige, keine Ahnung, ob das bei einem Dementen etc. genauso wäre).

Das heißt konkret, wenn jemand völlig verwahrlost alleine in seiner Wohnung lebt, sich nicht mehr selbst versorgen und waschen etc. kann, aber keine Betreuung hat und nicht selbst die Pflege beantragt oder jemanden damit beauftragt, passiert nichts, es kommt dann bei Info keiner vorbei und organisiert das für den, wenn er geistig "fit" erscheint und dies ablehnt. Man muss selbst auf die Kasse zugehen.

Einzige Möglichkeit: Auf den Betroffenen einwirken, dass er dir entweder eine Vollmacht ausschreibt oder selbst die nötigen Schritte einleitet.

Pflegestufe 3 ohne eingeschränkte Alltagskompetenz entspricht jetzt Pflegegrad 4.

Als erstes sei einmal gesagt, dass die Pflegekasse (die ist bei den Krankenkassen integriert) auf jeden Fall bei einer solchen Meldung tätig werden muss, denn die Kassen zahlen ja nicht umsonst das Pflegegeld! Das heißt die Leistung wird nur gezahlt, wenn die Pflege auch sicher gestellt wird. Das scheint ja hier schon mal nicht der Fall zu sein und ist somit meldepflichtig. Du kannst verlangen, dass Dein Name anonym bleibt, aber die Kassen müssen!! diesem Hinweis nachgehen. Ich weiß das wirklich ganz genau, da ich selbst jahrelang bei einer Pflegekasse gearbeitet habe und auch uns einige solcher Fälle gemeldet wurden. Wir wurden dann immer tätig, indem der MDK einen Auftrag zwecks Begutachtung bekam. Wenn wirklich gravierende Pflegemisstände erkannt wurden (die kann man auch nicht bei Voranmeldung des MDK gleich beseitigen- z,Bsp. Dekubitusse an Beinen und Gesäß, denn die heilen sehr langsam und sind Ausdruck von falscher oder unterlassener Pflege) wurde ein Pflegedienst zur Pflege beauftragt und der Pfleger bekam kein oder nur noch anteiliges Pflegegeld..

Du kannst aber auch gleich eine Meldung beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen veranlassen oder wie bereits erwähnt bei der Aufsichtsbehörde der Krankenkassen. Ein unangemeldeter Besuch bei dem Pflegebedürftigen wäre die beste Möglichkeit, die tatsächliche Sachlage festzustellen. Aber damit auch jemand zu Hause ist, werden die Leute vorher angeschrieben.

Pflegestufe 3 gibts ja gar nicht mehr.

Was soll denn das überhaupt heißen, die Pflegekasse fühlt sich nicht zuständig?

Hat diese Person einen bestätigten Pflegegrad?

Und was hat der Tag häßlich damit zu tun?

es gibt keine Pflegestufe 3 mehr... ein bisschen mehr Infos wären hilfreich..

WO wird dieser Mensch versorgt ? Zuhause oder in einem Heim ?

An den Sozialpsychiatrischen Dienst deiner Stadt. Einfach mal googeln.

Versuch es beim MDK medizinischer Dienst

Das Bundesversicherungsamt ist Aufsichtsbehörde der Krankenkassen und damit auch der Pflegekassen.

Die Pflegekasse i s t zuständig.

Bundesversicherungsamt (BVA)

Friedrich-Ebert-Allee 38

53113 Bonn

Tel: 0228 / 619-0

Fax: 0228 / 619-1870

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