An welcher Stelle in der Bibel wird beschrieben das Jesus Schweinefleisch ass oder dies erlaubte?

15 Antworten

In Apostelgeschichte 10,9-15 steht: "Am folgenden Tag aber, während jene reisten und sich der Stadt näherten, stieg Petrus um die sechste Stunde auf das Dach, um zu beten. Er wurde aber hungrig und verlangte zu essen. Während sie ihm aber zubereiteten, kam eine Verzückung über ihn. Und er sieht den Himmel geöffnet und ein Gefäß, gleich einem großen, leinenen Tuch, herabkommen, an vier Zipfeln auf die Erde herabgelassen; darin waren allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels. Und eine Stimme erging an ihn: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! Denn niemals habe ich irgendetwas Gemeines oder Unreines gegessen. Und wieder erging eine Stimme zum zweiten Mal an ihn: Was Gott gereinigt hat, mach du nicht gemein!"

Da das Schwein auch zu den vierfüßigen Tieren der Erde gehört, wird es also in der Apg. 10 im Vers 12 beschrieben (mit anderen Tieren). Wichtig ist generell, dass die Speisevorschriften, die im Alten Testament für den Bund mit dem Volk Israel aufgestellt wurden, im neuen Bund mit den Christen nicht mehr gelten sollten ("Was Gott gereinigt hat, mach du nicht gemein!").

Sehr interessant ist auch die Antwort von "Bibelpraxis" auf diese Frage:

"Im Alten Testament findet man die Speisegebote in 3. Mose 11 (und 5. Mose 14). In Vers 7 steht dort, dass das Schwein ein unreines Tier ist. Und in Vers 8 kann man lesen, dass man deshalb von diesem Tier nichts essen soll.

Sagt das Neue Testament jetzt etwas zu diesem Thema? Am Anfang des Christentums gab es unter den Christen eine Auseinandersetzung, was für Gebote des Alten Testaments noch aufrecht zu erhalten sind. Um diese Frage zu klären, versammelten sich viele gläubige Männer in Jerusalem und kamen unter der Leitung des Geistes Gottes zu dem Ergebnis: „Denn es hat dem Heiligen Geist und auch uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Dinge: euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Hurerei“ (Apg 15,29). Es sind nicht einfach Menschen, die hier eine Veränderung veranlassen, sondern Gott selbst hat dies so sagen lassen. Es ist also keine Rede davon, dass Christen kein Schweinefleisch essen dürften.

Ein weiterer deutlicher Hinweis zu diesem Thema findet sich in Apostelgeschichte 10,12. Petrus stand kurz vor der Herausforderung, einem Heiden und vielen, die bei diesem zu Hause waren, das Evangelium zu verkündigen, und diese alle in das Königreich der Himmel, für das Petrus die Schlüssel anvertraut bekommen hat (vgl. Mt 16,19), hineinzuführen. Das war für einen Juden, der eigentlich nur mit Juden Umgang hatte, ein Problem. Um Petrus diesen Weg zu erleichtern bekommt er "eine Verzückung", in der er von Gott aufgefordert wird, Fleisch von Tieren zu essen, die aus alttestamentlicher Sicht unrein waren. Dreimal wird Petrus dazu aufgefordert. Auch das zeigt: Gott selbst hat etwas Gewaltiges verändert. Wer sich auf die Seite des Herrn Jesus Christus stellt, indem er sich bekehrt, steht nicht mehr unter dem Gesetz vom Sinai. Für diesen gelten diese Gesetze nicht mehr. Sondern er darf die Freiheit, zu der er berufen worden ist (vgl. Gal 5,13) ausleben. Das ist keine Gesetzlosigkeit, sondern die Freude, dem Herrn Jesus in allem zu verherrlichen.

Lass mich noch einen grundsätzlichen Gedanken zum Gesetz des Alten Testaments anschließen. Christen - also Menschen, die Jesus Christus als ihren persönlichen Retter angenommen haben - sind von dem Gesetz freigemacht worden. „Denn Christus ist das Ende des Gesetzes" (Rö 10,4). Das Gesetz hat keine Autorität mehr über einen Christen. Denn er ist mit Christus gestorben. Und auf einen „Toten" hat das Gesetz keine Wirkung mehr. Nicht, dass ein Christ gesetzlos leben würde. Aber Er steht nicht mehr unter dem alttestamentlichen Gesetz, sondern ist davon freigemacht, um in Neuheit des Lebens und in der Kraft des ewigen Lebens für den Herrn Jesus zu leben.

Was haben dann die Vorschriften im Gesetz für eine Bedeutung? Die Speisevorschriften zeigen uns beispielsweise, dass ein Mensch ist, was er isst. Wenn ich mich mit moralisch schlechten Dingen ernähre, werde ich mich damit geistlich verunreinigen und damit keine Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus praktisch erfahren können. Ich werde Ihn verunehren und mich selbst innerlich von Ihm mehr und mehr entfernen."

Quelle: http://www.bibelpraxis.de/index.php?article.1597

Nicht eindeutig Schweinefleisch und auch nicht zur irdischen Lebzeit Jesu, aber vielmehr danach und bezogen auf "alle möglichen Vierfüßler [wozu auch das Schwein gehört], Kriechtiere der Erde und Vögel des Himmels" (Apostelgeschichte 10,12) und auf die Verweigerung von Petrus erhielt dieser die Antwort: "Was Gott für rein erklärt, nenne du nicht unrein!" (Apostelgeschichte 10,15)

Für mich gibt es nur einen Grund, weshalb darin keine Wasserlebewesen erwähnt wurden: Offenbar hatte man diesen gegenüber keine solchen Bedenken.

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Wie bitte?

Markus 7,18 Er antwortete: »Seid ihr denn auch so unverständig? Begreift ihr das nicht? Alles, was der Mensch von außen in sich aufnimmt, kann ihn nicht unrein machen,

19 weil es nicht in sein Herz, sondern nur in den Magen gelangt und dann vom Körper wieder ausgeschieden wird.« Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein.

Zu "alle Speisen" gehört doch auch Schweinefleisch, oder?

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@helmutwk

Hast Du überhaupt meine Antwort gelesen, bevor Du diesen Kommentar geschrieben hast? Du bestätigst nur meine Aussage, abgesehen von dem Punkt, dass ich von etwas geschrieben habe, was wohl nach der irdischen Lebzeit Jesu Christi geschah.

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@JTKirk2000

Gefragt wurde ursprünglich, was Jesus gesagt hat. Und wenn du mit "nicht zur irdischen Lebzeit Jesu" anfängst, dann sagst du letztlich, dass Jesus nichts dazu gesagt hat. Und dagegen hab ich protestiert.

Dass du zu Punkten, nach denen nicht gefragt wurde, was Richtiges gesagt hast, finde ich weniger wichtig.

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45
@helmutwk

Dann beanstande doch meine Antwort. Mich soll es nicht stören. Es ist aber Fakt, dass das, was ich geschrieben habe, ein Punkt ist, weshalb im Christentum Schweinefleisch nicht verboten ist, oder willst Du das bestreiten?

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@JTKirk2000
Es ist aber Fakt, dass das, was ich geschrieben habe, ein Punkt ist, weshalb im Christentum Schweinefleisch nicht verboten ist

Stimmt. Nur wurde nicht danach gefragt. Sondern danach, ob das auf Jesus zurückgeht. Und zu dem Punkt war deine Aussage falsch.

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Dass Christen Schweinfleisch essen dürfen, wurde beim Apostelkonzil beschlossen. Kannst du dir ja ergoogeln. Der Leiter der Jerusalemer Gemeinde war sein Bruder Jakobus. Der war eher für die Gesetze von Moses. Die ersten Christen waren ja Juden. Da aber immer mehr sog. Heidenchristen missioniert wurden, die also vorher keine Juden waren, haben die dann beschlossen die jüdischen Gesetze für die Heidenchristen aufzuheben. Die neuen Heidenchristen sollten behandelt werden wie Gäste im Judentum und mußten nur ein Minimum der jüd. Gesetzte einhalten.. Für Gäste die unter den Juden lebten gab es keine Beschneidungs- und Essensvorschriften usw.. Da aber immer mehr sog. Heidenchristen dazu kamen, die ehemaligen Juden weniger wurden, war das dann im Laufe der Zeit ein Selbstläufer.

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Also sind so ziemlich alle heutigen christen eigentlich HEIDEN-Christen? find ich erlichgesagt sehr passend... und wer erlaubte es denen die Gesetze zu verändern oder z erlassen?

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@DerDaveee

Ja, im frühen Christentum unterschied man zwischen Heidenchristen und Judenchristen. Spielt aber in der heutigen Zeit keine Rolle mehr. Ich habe doch so in etwa beschrieben wie das entstand. Jakobus war z.B.  der Bruder von Jesus (auch ein ehemaliger Jude) und auch ein Nachfolger (Apostel) von Jesus. Welche Apostel damals dabei waren, kannst du dir ja ergooglen. Dürfte so um 50 n. Chr. gewesen sein.

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@DerDaveee

und wer erlaubte es denen die Gesetze zu verändern oder z erlassen?

Ändern? Die Gesetze galten für das Volk Israel, nicht für andere Völker. Also nicht für Heidenchristen.

Das sog. "Apostelkonzil" war übrigens keine Versammlung von Heidenchristen, das waren alles Juden.

Und schließlich: sie hatten ja schon von Jesus gehört, dass alle speisen "halal" sind:

Markus 7,18 Er antwortete: »Seid ihr denn auch so unverständig? Begreift ihr das nicht? Alles, was der Mensch von außen in sich aufnimmt, kann ihn nicht unrein machen,

19 weil es nicht in sein Herz, sondern nur in den Magen gelangt und dann vom Körper wieder ausgeschieden wird.« Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein.
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