An welchen Arzt muss ich mich wenden (Frage nur an Leute die sich auch wirklich ein bisschen auskennen)?

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6 Antworten

Hallo,

du könntes ich sein.. Ok habe auch ADHS und leider bipulare Depression mit 3 weiteren Symtomen. War schon 4 mal in stadionärer Behandlung, doch geholfen hat mir es nicht wirklich. Das liegt an unserem Krankheitsbild, wir sind durch unserem ADHS anders als andere Depressive Menschen. Es gibt nur unterstützte Medikament nichts was wirklich hilft. Das muss man leider sagen, denn durch meine Erfahrung mit meiner Krankheit habe ich schon vieles mit gemacht. Bin jetzt Frührentener... Also weis ich wovon ich rede. Mir hat nur eins geholfen, andere Menschen mit den gleichen Symtomen und keine Klinik. Die zeigen dir eine Weg, aber alles andere muss du selbst heraus finden. Egal wo du wohnst suche die Gleichgesinnte, denn die sind die dir wirklich helfen können. Alles anderen sind nur belesende..Empfehlung spreche mit Menschen mit ADHS..

Gruß

Sneiper72

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Kommentar von VulpesInculta1
30.05.2016, 09:38

Vielen Dank für deine offene Antwort. Ja mir hilft es schon wenn ich teilweise ähnliche Lebensgeschichten höre. Oftmals fühl ich mich total einsam mit meinen Problemen auf dieser Welt. Viele Leute aus meinem Umfeld kennen  mich eigentlich nicht wirklich und ich muss stets eine Art Maske aufbehalten. Ich denke viele würden gar nicht auf die Idee kommen, dass ich teils so massive Probleme habe. War zum Beispiel in der Schule immer einer der besten usw. Als Kind war ich sogar hochbegabt. Und was hab ich damit erreicht? Rein gar nix. Mehrere Ausbildungen abgebrochen, in der Klapse gelandet, das Studium geschmissen etc. Manchmal will ich einfach nur meine sieben Sachen packen und irgendwo im Wald leben aber die Gesellschaft fordert halt. "Du bist doch intelligent, du kannst doch soviel, du bist Mehrsprachig, mach was draus usw." Mittlerweile hab ich jegliches Interesse an dieser Gesellschaft verloren. Bin total plan und ziellos. Kann mich kaum noch mit anderen Menschen identifizieren, kapsle mich sozial mittlerweile auch nur noch komplett ab weil ich mich so fremd fühle. In der Familie ist auch jeder irgendwie  nur "erfolgreich"...

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Man kann es von verschiedenen Seiten er betrachten. Nachdem das Problem länger besteht, kannst Du sicher sagen  wem Du vertraust. Von Ritalin bis....

Hätte ich es, würde ich Homöopathie nehmen (Hochpotenzen) Impfungen ausleiten, und Methionin nehmen wegen dem Histamin Überschuss und Schlafstörungen. Auch Vit, D Mangel kommt  vor. 

PS: Ich habe einen "Fall" zu Hause. 

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Kommentar von VulpesInculta1
30.05.2016, 11:18

Ich bin halt prinzipiell vielem gegenüber skeptisch geworden. Egal ob Schulmedizin oder Alternativmedizin.  Ich hab mir das überlegt und bin halt auf der Suche nach jemandem der mir sozusagen einen komplett Check meines Systems machen kann.  Vitamine, Mineralien, Hormone, vlt Botenstoffe (weiss nicht was da möglich) ist usw. Frage ist nur was muss ich da alles checken lassen soll und was überflüssig wäre.

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"Viele Köche verderben den Brei", heißt es. - Da du deinen Körper sehr gut kennst und dich außergewöhnlich umfangreich damit beschäftigst hat, fällt es schwer dir einen weiteren Facharzt für deine ganz bestimmten Wünsche zu nennen. Unser Chefarzt (ich war 20 Jahre in einem Allgemeinkrankenhaus tätig) sagte: " Ich frage den Patienten immer was er meint, was er hat. In den meisten Fällen hat der Patient Recht. Der Mensch kennt seinen Körper selbst am Besten". Du scheinst diese Aussage zu bestätigen. Nicht immer ist es gut "selbst sein eigener Arzt" zu sein. Der Patient läuft Gefahr in eine Art Abhängigkeit zu geraten, da es um sein eigenes "ICH" geht. Der Körper gehört nun mal zu dir.

Überlege ob das bei dir zutrifft. Wenn ja, könnte es dir Türen öffnen um dich nicht mehr so intensiv mit deinem Körper, deinem Befinden zu beschäftigen. Ein guter Ansatz um neu anzufangen hieße dein Selbstbewusstsein zu stärken um aus diesem Kreislauf (Depressionen, Medikamente usw.) rauszukommen.

Damit du zur Ruhe kommst und innerer Zufriedenheit, ja zu einer Lösung, kann ich dir nur raten mit "Selbsthilfe" anzufangen. Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut gibt hervorragende Anleitungen in seinen Büchern. Suche dir das raus, was auf dich zutrifft.

Bzgl. Medikamente: Brauch dir zu sagen, dass du bestimmt entscheiden kannst, was, wann usw. du absetzen kannst. Also aufpassen.

Wünsche dir alles Gute!

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Kommentar von VulpesInculta1
30.05.2016, 09:44

Vielen Dank. Das ist aber ja genau das Ding. Ich hab mich jetzt jahrelang eigentlich kaum noch damit  beschäftigt und einfach das gemacht was ich "für richtig halte". Ergebnis ich hab so ziemlich alles in den Sand gesetzt was man in den Sand setzen kann (aus gesellschaftlicher Sicht halt). Studium geschmissen, arbeitslos, kein Interesse an irgendwas, keine Perspektive nichts. Genau deswegen möchte ich ja wieder in Behandlung und nach einer Lösung suchen. Wenns nach mir und meiner Intuition ginge, würd ich irgendwo in der Pampa leben und Viecher jagen...

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Begeb dich doch mal mit deinem Problem zum Hausarzt.

Der hört sich deine Probleme an und "überweist" dich dann weiter.

Der erste Ansprechpartner sollte immer dein (hoffentlich langjähriger) Hausarzt sein. Von da aus, step by step, von Arzt zu Arzt. Dauert natürlich eine Weile..

Ich habe mir mal sagen lassen bzw. von einem Sozialpädagogen sagen lassen das man beim LAGESO eine gute Beratungsstelle hat.

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Kommentar von VulpesInculta1
30.05.2016, 08:54

Vielen Dank für die Antwort. Ja da liegt eben auch das Problem. Ich hab eine Hausärztin aber die will mir dann einfach irgendwelche SSRIs verschreiben und ich bin sehr skeptisch gegenüber solchen Sachen. Ich hab in meinem Leben schon relativ viel probiert. Psychotherapie, Medikation usw. Das einzige was ansatzweise geholfen hat, war Hypnosetherapie aber auch das konnte bei weitem nicht alle Probleme beheben. Ich bin zurzeit auf der Suche nach einem neuen Hausarzt.

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Wie wäre es mal mit einem stationären Aufenthalt in einer Fachklinik? In München wüßte ich was, aber in der Schweiz muß ich leider passen. In einer Klinik kann man Dich jedenfalls durch die ganze Diagnostik schieben und zwar in kurzer Zeit. Wenn ein guter Psychiater (beispielsweise) das koordiert, kann schon was Vernünftiges dabei herauskommen. Ob Du allerdings eine Zeit in einer Klinik sein willst, mußt Du selber entscheiden. Ich würde es machen. Gruß, q.

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Kommentar von VulpesInculta1
30.05.2016, 09:04

Danke. Ich war schon einmal stationär nach einer Krise in Behandlung. Damals war ich ca. 15 Jahre alt. War für mich der absolute Horror  und war praktisch wieder nur dieselbe Behandlung mit irgendwelchen Antidepressiva die außer Nebenwirkungen kaum was bringen. Ich bin überzeugt, dass viele meiner psychischen Probleme stark an physische/biochemische Probleme geknüpft sind die bis jetzt vielleicht unentdeckt geblieben sind.  z.B die Schlafstörungen sind teilweise gar nicht vorhanden. Danach hab ich wieder wochenlang extremst Probleme usw. Oftmals kommt alles zusammen und dann gibts wieder Phasen wo ich praktisch überhaupt keine psychischen Probleme habe. Daher möchte ich gerne mal eine Untersuchung machen die mehr auf der physischen Seite ans Licht bringen könnte.

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So viele Krankheiten auf einmal? Hast doch bestimmt noch welche vergessen. Ob da ein Arzt durch guckt ist fraglich.

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Kommentar von VulpesInculta1
30.05.2016, 09:57

ADHS und entsprechende Komorbiditäten sind keine Seltenheit. Allergien sind auch weit verbreitet. Wenn ein Arzt nicht in der Lage ist da den "Durchblick" zu haben sollte man das Medizinstudium an sich vielleicht hinterfragen. Das Problem ist eher, dass alle klassischen Ansätze zur Behandlung gescheitert sind oder die Diagnosen in erster Linie falsch sind... Also brauch ich entweder einen Arzt der mit neuen Ideen kommt oder ich muss dem Arzt ganz klar sagen können was ich von ihm will.

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