An welche Regeln müssen sich Zeitarbeitsfirmen halten, wenn es um die freien Tage geht?

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2 Antworten

Die Rechtsprechung orientiert sich bei der Frage, wie weit ihm Voraus einem Arbeitnehmer sein Dienstplan mitgeteilt werden muss, an einer Bestimmung aus dem Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG § 12 "Arbeit auf Abruf" Abs. 2:

Der Arbeitnehmer ist nur zur Arbeitsleistung verpflichtet, wenn der
Arbeitgeber ihm die Lage seiner Arbeitszeit jeweils mindestens vier Tage
im Voraus
mitteilt.

Das gilt auch z.B. für die Anordnung von Überstunden aus dringenden betrieblichen Gründen.

Diese Vorlaufzeit von 4 Tagen gilt selbstverständlich nicht für unvorhersehbare Notfälle.

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Kommentar von Familiengerd
08.02.2016, 01:17

Ergänzung:

Selbstverständlich gilt das dann auch für die Mitteilung des Arbeitgebers, wann es keinen Arbeitseinsatz gibt, Du also frei hast.

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Kommentar von Mj8424
08.02.2016, 01:29

Was wäre bei einer Zeitarbeitsfirma denn ein dringender betrieblicher Grund? Dass sie zu wenig Personal zur Verfügung haben ist doch soweit ich weiß kein Grund Überstunden Anordnen zu können, oder? Ich würde auch gern wissen, wie so eine Anordnung von Überstunden seitens des Arbeitgebers auszusehen hat. Die sind ja immer sehr darauf bedacht, dass ich Stunden auf diesem Arbeitszeitkonto "anspare". Die ich dann denke ich mal benutzen soll um eine eventuell anfallende Einsatzfreie Zeit zu überbrücken, was nach meinen Erkenntnissen aber auch illegal ist. Also zu fordern, dass ich die Stunden dafür in Anspruch nehme. Soweit ich weiß darf der Arbeitgeber zwei Tage im Monat selber bestimmen, wann ich diese Stunden zu nehmen habe. Das Problem ist, dass diese ganzen vertraglichen Angelegenheiten für mich so kompliziert sind, weil ich ja kein Jurist oder sonstwas bin und ich das Gefühl habe, dass die Firma genau darauf abzielt und einfach mal alles versucht was geht. Allerdings habe ich keinen Bock darauf, dass die mit mir so umspringen.

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Ich würde mich einfach mal an eine Gewerkschaft wenden.

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Kommentar von Familiengerd
08.02.2016, 00:51

Für die Beantwortung dieser Frage braucht man keine Gewerkschaft (so notwendig sie sonst grundsätzlich ist!).

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