An welche Epoche erinnert das romantische Gedicht "Ein froher Wandersmann" Eichendorffs?

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2 Antworten

Ludwig Tieck hat geschrieben, Eichendorff sei der "letzte Ritter der Romantik". ...

Diese poetischen Bilder erfüllen einen mit einer süßer Sehnsucht. - Wonach eigentlich ? Nach einer längst vergangenen Zeit ? - Der Dichter Werner Bergengruen meint, das ist eine romantische Illusion:

"Eichendorffs Welt ist stilisiert. Es hat sie nirgends und nie gegeben.
Aber es gibt sie überall und zu jeder Zeit."

http://www.deutschlandradiokultur.de/wem-gott-will-rechte-gunst-erweisen.1278.de.html?dram:article_id=192027

Danke, das ist ein sehr interessanter Artikel. Meine Frage ist damit allerdings leider noch nicht beantwortet.

Es muss irgendwie einen Zusammenhang geben mit einem Text einer älteren Epoche. Ich denke an die Renaissance ( Volkslieder gewannen zu der Zeit an Bedeutung ). Wegen der christlichen Prägung , denke ich irgendwie an Luther...

Keine Ahnung, anscheinend gibt es sogar intertextualität ( Also wurden Teile eines älteren Textes angewendet ).

Naja, dann muss ich halt doch den Prof mal fragen.

Trotzdem vielen Dank für dein Mitdenken.

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Epoche und Intertextualität sind zwei grundverschiedene Sachen.

Der Text ist betont "epochenfrei" (s. Naturbeschreibung!), denn die Aussage soll allgemeingültig sein.

Steht in der Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts (Erstes Kapitel):

"Und als ich endlich ins freie Feld hinauskam, da nahm ichmeine liebe Geige vor und spielte und sang, auf der Landstraße fortgehend:...."

"Die Trägen, die zu Hause liegen..." meinen die Philister, das ist ein Topos der romantischen Dichtung (s. dazu etwa Brentano), die Eichendorff ja vertritt.


Höchstens könnte man an Luthers Lied (nach Psalm 127) denken:

"Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunst,
so arbeit' jedermann umsonst;"

Da müsste man aber den Zusammenhang genau herstellen.

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