An was denkt ihr beim Thema Impfen?


28.05.2020, 21:05

Thema ist: Sollte der Staat eine Impfpflicht einführen? Fach: Philosophie/ Politik/ Ethik

18 Antworten

Ich finde, dass der Staat keine Impfpflicht einführen sollte. Grade das Coronavirus ist schonmal mutiert und wird es auch in Zukunft tun. Daher wäre so eine Verpflichtung meiner Meinung nach blödsinnig, weil dann immer wieder neue Impfstoffe produziert werden müssten für neue Virentypen.

Hinzu kommt, dass dem Menschen seine Entscheidungsfreiheit in diesem Bereich genommen würde. Jemand, der ein gutes Immunsystem hat, müsste sich auf einmal impfen lassen, obwohl er nicht infiziert war bzw. ist. So etwas ist für mich eine Zwangsart und ein ungerechtfertigter Eingriff in die menschliche Freiheit.

Jeder sollte sich impfen lassen, wenn sie oder er es für richtig und auch für notwendig hält. Bei der Grippe wurde schließlich auch niemand zur Impfung gezwungen. Das ist jedoch nur meine Meinung, die niemand zu teilen braucht, der es nicht möchte.

Gesundheit.

Bei jedem Impfen bin ich froh, dass es wieder eine Krankheit gibt, die ich nicht bekommen werde.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Daß es Impfungen gibt, ist eine gute Sache. Ich würde es gut finden, wenn es nicht nur eine Impfpflicht für Masern gäbe, sondern auch für Polio, Tetanus, Diphterie und Keuchhusten, auch Röteln wäre angebracht. Röteln sind gefährlich für schwangere Frauen, da ist dann meist das ungeborene Kind geschädigt, wenn sie sich in der Schwangerschaft mit Röteln infizieren. Die jährliche Grippeimpfung sehe ich weniger wertvoll an, da sie nur kurze Wirkung hat. Die Impfung gegen Pocken hat bewirkt, daß lt. WHO die Pocken weltweit ausgestorben sind. Es ist allerdings auch verständlich, daß es nicht gegen alle ansteckenden Krankheiten eine Impfung geben kann.

Warum auch Tetanus? Ich doch das Problem des einzelnen.

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@DeanWinchesterb

Weil Tetanus auch besonders für den Einzelnen sehr gefährlich ist. In der Erde sind oft Tetanusbakterien vorhanden, so daß man sich mit einer kleinen Wunde schnell infizieren kann. Eine Kollegin von mir hatte nur eine kleine Schramme am Knie, weil sie ausgerutscht war und auch unbeachtet gelassen, aber sie auch nicht gegen Tetanus geimpft war. Zwei Tage später bekam sie hohes Fieber und die Wunde war stark entzündet, nur mit viel Glück und Spritzen gegen Tetanus konnte ihr Leben gerettet werden. Seit dem sehe ich die Tetanusimpfung als sehr wichtig an. Schau mal bei Arztfilmen, ist jemand gestürzt und kommt zur Behandlung, ist immer die 1. Frage, wann war die letzte Tetanusimpfung.

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@Liesche

Das mag sein aber das is doch kein Grund jemand anderen dazu zu verpflichten sich dagegen impfen zu lassen. Das us wie wenn du Selbstmord verbieten würdest.

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Beim Thema Impfen denke ich daran, dass auf meinem Stapel an DVDs die Mini-Serie Charité darauf wartet angeschaut zu werden.
Da geht es, unter anderem, um sowas geniales, wie die Erfindung der Diphterieimpfung. Und die Diphterie ist nur EINE von vielen gefährlichen und Tödlichen Krankheiten, die man mit Impfungen in den Griff bekommen oder, im Falle der echten Pocken, sogar ausrotten konnte.
Masern, Polio, Diphterie, Pocken, Tetanus, FSME, Tollwut...
Die Liste ist lang und eindrucksvoll. Gäbe es diese Krankheiten heute noch in dem Ausmaß wie früher, etwa weil Generationen von Menschen den Impfschutz nicht so ernst genommen hätten, wie sie es getan haben, gäbe es aktuell mit Sicherheit WESENTLICH weniger Impfgegner.

Charité ist super!

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Beim Thema impfen denke ich, dass es sinnvoll ist. Durch impfen hat man schon viele Krankheiten aus Deutschland verbannt. Ich fände eine impfpflicht zwar sinnvoll aber ethisch etwas verwerflich. Geimpft zu werden ist ja irgendwie Körperverletzung und dazu darf man keinen zwingen.

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