Erhält man an Krankheitstagen weniger Arbeitstunden als Sollarbeitszeit?

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4 Antworten

Durch Krankheit/Urlaub dürfen weder Plus- noch Minusstunden entstehen.

Ein AN der krank wird muss so behandelt werden als hätte er gearbeitet. Wenn im Arbeitsplan für die Krankheitstage 7,8 Stunden eingeplant wurden, müssen auch diese 7,8 Stunden gerechnet werden.

Wie lange ein anderer MA braucht, spielt keine Rolle und ist uninteressant. Mit dem Entgeltfortzahlungsgesetz hat das nichts zu tun. Der AG soll mal belegen auf welcher Rechtsgrundlage er hier zu wenig Stunden rechnet.

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Kommentar von Hexle2
11.04.2016, 06:55

Danke fürs Sternchen

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Ist soweit ich das sehe eine Frage des Arbeitsvertrages u. Tarifvertrages, s. Absatz 4

Höhe des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts

(1) Für den in § 3 Abs. 1 oder in § 3a Absatz 1 bezeichneten Zeitraum ist dem Arbeitnehmer das ihm bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit zustehende Arbeitsentgelt fortzuzahlen.

(1a) Zum Arbeitsentgelt nach Absatz 1 gehören nicht das zusätzlich für Überstunden gezahlte Arbeitsentgelt und Leistungen für Aufwendungen des Arbeitnehmers, soweit der Anspruch auf sie im Falle der Arbeitsfähigkeit davon abhängig ist, daß dem Arbeitnehmer entsprechende Aufwendungen tatsächlich entstanden sind, und dem Arbeitnehmer solche Aufwendungen während der Arbeitsunfähigkeit nicht entstehen. Erhält der Arbeitnehmer eine auf das Ergebnis der Arbeit abgestellte Vergütung, so ist der von dem Arbeitnehmer in der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit erzielbare Durchschnittsverdienst der Berechnung zugrunde zu legen.

(2) Ist der Arbeitgeber für Arbeitszeit, die gleichzeitig infolge eines gesetzlichen Feiertages ausgefallen ist, zur Fortzahlung des Arbeitsentgelts nach § 3 oder nach § 3a verpflichtet, bemißt sich die Höhe des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts für diesen Feiertag nach § 2.

(3) Wird in dem Betrieb verkürzt gearbeitet und würde deshalb das Arbeitsentgelt des Arbeitnehmers im Falle seiner Arbeitsfähigkeit gemindert, so ist die verkürzte Arbeitszeit für ihre Dauer als die für den Arbeitnehmer maßgebende regelmäßige Arbeitszeit im Sinne des Absatzes 1 anzusehen. Dies gilt nicht im Falle des § 2 Abs. 2.

(4) Durch Tarifvertrag kann eine von den Absätzen 1, 1a und 3 abweichende Bemessungsgrundlage des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts festgelegt werden. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages kann zwischen nichttarifgebundenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern die Anwendung der tarifvertraglichen Regelung über die Fortzahlung des Arbeitsentgelts im Krankheitsfalle vereinbart werden.




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Wenn er krank war,war er krank,Punkt. Ihm stehen die Stunden zu,unerheblich davon wie lange der Ersatz gebraucht hat die Arbeit zu erledigen.

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Kommentar von zeraphina2304
07.04.2016, 11:29

Genauso dachte ich mir das auch. Danke für deine Antwort!

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Nein, das ist so nicht richtig. Er muss seine im AV festgelegte Arbeitszeit bezahlt bekommen.

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Kommentar von zeraphina2304
07.04.2016, 11:22

Danke für die Antwort!
Die Bezahlung steht außer Frage, er bekommt Festgehalt. Es geht lediglich um die Stunden, die aufgeschrieben werden, immerhin geht das von den Überstunden natürlich ab.

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