An Jurastudenten, Entscheidungshilfe?

Das Ergebnis basiert auf 13 Abstimmungen

Münster 30%
Heidelberg 23%
Düsseldorf 15%
Berlin 15%
München 7%
Freiburg 7%
Bonn 0%

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Düsseldorf

Ich gebe dir mal mein persönliches Ranking ab.

  1. Düsseldorf
  2. Heidelberg
  3. Münster
  4. Bonn
  5. Freiburg
  6. Berlin
  7. München

In Düsseldorf wirst du z.B. die AGs mit dem Professor zusammen haben, dass soll Berührungsängste abbauen. Im zweiten Semester sind es dann umliegende Richter der OLGs.

Düsseldorf hat sehr gute Examensergebnisse und einen NC von meist unter 1,5 was von Vorteil ist, so ist man unter „gleichen“ Kommilitonen. Es ist auch keine Massenuni wie Berlin oder München. Besonders München, die eigentlich so gut wie jeden nehmen und von allen auch den schlechtesten Examensdurchschnitt haben.

Die besten 10% der Juristen kennzeichnen sich laut Statistik wie folgt: Abischnitt von 1,5 (Durchschnitt 2,2), 3,3 Praktika (Durchschnitt 2,5) 20 Prozent beherrschen neben Englisch eine weitere Fremdsprache (aber nur knapp 10 Prozent ihrer "normalen" Kommilitonen), brauchen 1,5 Semester weniger als der Durchschnitt und sind länger im Ausland.

München z.B. hat einen NC von um die 3,0-3,3 und ist eine Massenuni. Da gehste schnell verloren. Besser sind da Plätze 1-5 — Berlin hat den Vorteil das man relativ viele Partnerunis hat und der NC bei meist unter 2 liegt.

Münster ist schön klein genau wie Heidelberg. Die sind auch ziemlich zu empfehlen.

München

Kann München sehr empfehlen.

Die besten Professoren findest du hier.

So wie ich das bisher mitbekommen habe machen die Professoren wenig aus. An der BLS z.B. sind vielleicht keine namenhaften Professoren, aber dort kommen mehr Spitzenjuristen aus den Examina raus.

Ich glaube auch das mit München einfach zu viel ist. Ich tendiere im Moment zu Münster und Düsseldorf.

Wie klassifiziert sich das eigentlich mit den „besten Professoren“? Dann würde ich mir das mal bei den anderen Unis angucken.

0
@juraerstie2019

. Ich habe mich mit vielen Studenten anderer Universitäten unterhalten und ich war vom Ergebnis ihrer Ausbildung oftmals nicht überzeugt.

Auch solltest du die bayrische Prüfung nicht unterschätzen und ihren Einfluss auf die Noten

Es gibt viele, die in München studieren und dann zur Examen in ein anderes Bundesland wechseln, um mit der guten Ausbildung hier, dort dann ein noch besseres Examen zu schreiben.

Drei Dinge sind für mich an einem Professor wertvoll, und zwei davon findest du hier bei vielen Professoren.

  1. Jeder Satz des Professors stimmt, jeder Nebensatz ist durchdacht, der Professor ist so Herr der Materie, dass er auch zu unvorbereiteten Dingen nicht raten muss. Und glaube mir, das ist nicht die Regel.
  2. Der Professor teilt dir zuverlässig auch fremde Meinungen mit (hier fehlt es bei einigen)
  3. Der Professor ist bundesweit führend, er wird gefragt, wenn es drauf an kommt, seine Bücher sind es, aus denen alle Studenten lernen.
0
@AnglerAut

Hat die Uni denn einen hohen Praxisanteil? Das war mir z.B. sehr wichtig als ich überlegt habe.

Nun, dann reicht es für mich doch die Bücher zu lesen? Dann höre ich lieber von anderen, so habe ich praktisch zwei „Welten“; anders als die Bücher kann die Vorlesung doch kaum sein oder?

Aber die Prüfungsordnungen gleichen sich doch ziemlich. Ich hab so ne Seite gesehen, da wurden alle nebeneinander gestellt. Da war eigentlich kein großer Unterschied. Fast alle Normen waren in den jeweiligen Ländern gleich. Unterschiede gab es dann nur wie viele Klausuren, Vorträge und mündliche Prüfungen man im Examen hat und welche Schwerpunkte angeboten werden.

Würdest du denn sagen, dass du besser ausgebildet bist als die anderen Studenten anderer Universitäten also z.B. von Münster oder Düsseldorf?

0
@juraerstie2019

Praxis ist relativ. Die Universitäten (alle) lehren dich vor dem ersten Staatsexamen das materielle Recht, da dieses dort abgefragt wird. Danach hast du noch gut 2 Jahre Referendariat, in denen du die Praxis erlernst.

Was ich dir aus München sagen kann ist, dass alle Lehrstühle auch mit Praktikern zusammenarbeiten, die zu Gastvorträgen und Diskussionen kommen. Und das sind dann auch gerne mal eine Staatssekretärin, ein leitender Jurist von Siemens oder der Leiter einer Kommission aus Brüssel.

Unterschätze nicht die Vorlesungen. Hier trennen sich leicht die guten Noten von den schlechten. Einen Fall lösen, lernst du aus jedem Buch. Verständnis für die Materie im großen, lernst du eher, wenn es dir jemand erklärt. Und diese Erkenntnisse bringen Dir am Ende wirklich was.

Um auf deine letzte Frage zu antworten, ja das würde ich behaupten. Hinter jedem Professor sitzen noch Assistenten, die noch voller Eiffer dabei sind, sich einen Namen unter ihrem Professor zu machen. Einige offensichtlich zukünftige Professoren, die die Tutorien leiten und wo du ein weiteres Mal sehr viel mitnehmen kannst.

0
@AnglerAut

Aber wie kommt es dann das der Schnitt im Examen in München so schlecht ist? Es werden ja auch viele mit schlechten Abinoten aufgenommen.

Nachdem der andere Kommentator das zu Düsseldorf gesagt hat habe ich mir die Praxis da mal angesehen, die ist schon sehr bemerkenswert. Erst ist man mit Professoren in AGs und das mit wenigen 30 Leuten, weil die kaum Studenten aufnehmen, dann mit Richtern aus den OLGs und dann mit Rechtsanwälten aus den Großkanzleien und es werden spezielle Kurse mit Schreibtrainern angeboten. Und man hat die Kurse Informatik für nicht Informatiker und BWL für nicht Ökonomen.

ich habe nun da auch mal die Professoren mit Amazon verglichen und die haben auch alle einige Bücher geschrieben.

Ich weiß einfach nicht ob es ein großer Vorteil ist nur mit 250 Leuten im ersten Semester anzufangen. In der Schule waren kleine Klassen immer sehr gut.

Was mich auch stutzig macht ist das in jedem Ranking nur die guten Professoren stehen und die da die höchste Anzahl an Forschung in München haben, aber in Studienbedingungen etc. immer eher schlecht sind.

Münster und Düsseldorf klingen nach so Komplettpaketen. Münster ist hier auch mehr genannt worden.

0
@juraerstie2019

Nun ich habe in Düsseldorf begonnen zu studieren und mein Examen in München gemacht und als wissenschaftliche Hilfskraft in Potsdam gearbeitet. Ich habe ein Münchner-Prädikatsexamen (11 Punkte) und es hat mir kein bisschen im Berufsalltag an Vorteilen gebracht. 

Das die Professoren die „besten“ sein sagt man als Erstie, wenn man bisher keine Hausarbeit geschrieben hat oder denkt da noch an Dieter Medicus, Karl Larenz etc. Losschelders, Petersen, Walker können ohne Probleme mit Hau oder Lorenz mithalten. Ich vermute AnglerAut ist Erstie und wird nun von deiner Generation abgelöst. Wenn jemand von den „besten“ Professoren schreibt, sollten alle Alarmglocken angehen. Da kann man unmöglich schon viel in der Literatur unterwegs gewesen sein und dann noch „besser“ als andere? Wohl Lokalpatriotismus. Fakt ist aber das München gute Professoren hat.

Besser ausgebildet sind die Münchner auch auf gar keinen Fall, hält sich die Waage mit den anderen Unis, da sind in Deutschland alle sehr gleich. Wenn du promovieren willst, dann hat München die meisten Plätze, das macht sich dann im Ranking bemerkbar. Bis dahin wechselst du sicher nochmal die Uni.

München hat keine guten Studienbedingungen, die Bibliotheken sind ausreichend, kein Vergleich zu anderen (kleineren) Unis. Viel zu wenige Plätze und keine schöne Atmosphäre zum Lernen. Ich kenne viele die nach München gewechselt sind in freudiger Erwartung und fast jeder wurde enttäuscht, ich auch. Man erkennt es nur, wenn mal mehr als eine Uni studiert hat und dann auch etwas mehr als Grundstudium. Düsseldorf und Münster haben eine gute Mischung. 

Oh ja und das Unirep in München kann man total vergessen. Das ist eine normale Vorlesung mit viel zu vielen Studenten. Da würde ich dann ein privates Rep. nehmen. Auch das hast du anders in Düsseldorf und das schon ab dem ersten Semester.

0
@Tschaikowsky65

Ein netter Kommentar, wenn man ihn richtig liest.

Du zählst jetzt die einzelne Professoren von verschiedenen Unis auf und teilst uns mit, dass diese mit München mithalten können. Das geht natürlich, nur wer studiert an 12 Unis gleichzeitig ?

Du hast keine Vorteile im Berufsleben durch dein 11-Punkte Münchner Examen ?

Darf ich fragen, wo du jetzt arbeitest und welche Vorteile du dir denn vorgestellt hättest ?

Zum Unirep hast du recht, da sitzen gerne mal viele drin. Aber die Diskussion läuft über max. 10 Leute, und das ist eher viel. Wenn du also deine Diskussion in kleiner Runde suchst, so musst du dich nur beteiligen.

0
@juraerstie2019

Ist es ein Nachteil für dich, wenn Leute mit einem schlechten Schnitt aufgenommen werden und du dann daraus hervorragst ?

Wenn viele nur halbmotiviert ihr Studium angehen, während du glänzen kannst ?

Stören tun dich die, die Vorlesungen nicht besuchen sicher nicht.

Das mit den AG für 30 Leuten durch einen Professor kommt mir jetzt seltsam vor. Redest du vom Schwerpunkt ? Da findest du das auch in München, vorher sicher nicht.

Es würde aber auch heißen, dass der Professor dann eine AG mehrmals halten müsste, denn er wird recht sicher mehr als 30 Studenten haben. Und ganz ehrlich, das kann ich mir nicht vorstellen. Das machen Assistenten ...

0
@AnglerAut

Na ja wenn es „die Besten“ sind, dann sollten sie doch mit allen Professoren in Deutschland konkurrieren. München hat ohne Frage gute Professoren es sind aber nicht „die Besten“ der Superlativ ist in so einer Kategorie einfach total falsch.

Gute Professoren haben alle hier zu wählenden Unis. Besonders Berlin und Bonn haben bezüglich der Gutachten auf Bundesebene deutlich mehr Jahresveröffentlichungen. Bringt nur einem Studenten nichts.

Nein, ich habe den Platz in Potsdam wegen der 11 Punkte bekommen und etwas Glück, aber nicht weil ich in München war. Ich habe im Referendariat Ausbildungsplätze bekommen weil ich 11 Punkte hatte, nicht weil sie aus München stammten. Ich habe meine Assiociate-Ausbildung bekommen, weil ich 11 Punkte hatte. Ich war der Einzige aus München, die Mehrzahl der First-Year waren von anderen Unis; zugegeben es war Frankfurt.

Jetzt bin ich selbstständig und kein Mandant guckt darauf ob beim Examen München oder Düsseldorf steht. Wenn dann sollte man ein gutes Examen anstreben, die Uni ist dabei Nebensache.

Das ist aber eben nicht der Sinn und Zweck eines guten Unireps und spricht nicht für die Gesamtqualität. Wie du schon sagst 10 Leute sind dabei der Rest nicht. Allein deshalb ist das Examen aus München eben nichts mehr Wert als die Note.

Als Student sollte man auf Studienbedingungen achten. Das ist Ausstattung, Betreuung, Studienumfeld und Qualität der Lehre. München hat definitiv eine gute Lehre, aber nicht besser als Bonn oder Heidelberg oder Berlin you name it.

Bibliothek und Betreuung durch Fachkräfte kommt eben viel zu kurz. In München schaffen von allen Studenten viel weniger ein Prädikatsexamen - darauf kommt es an. Ein acht Punkte Münchner-Examen ist eben kein Prädikatsexamen; auch nicht wenn es aus München ist.

Ich kenne die Unis in München, Düsseldorf, Potsdam, Berlin und Frankfurt aM weil ich in jeder der Unis dort gearbeitet oder studiert habe. Ich kenne Kollegen aus vielen anderen Unis und kenne ihre fachliche Qualität als Associates oder auch als Referendare. Die Examensnote zeigt hier recht eindeutig wie jemand steht. Nun und München hat im Schnitt kein Prädikatsexamen.

0
@Tschaikowsky65
Na ja wenn es „die Besten“ sind, dann sollten sie doch mit allen Professoren in Deutschland konkurrieren.

Die Argumentation ist doch nicht schlüssig. Wenn ich behaupte, Real Madrid ist die beste Fußballmannschaft der Welt, dann kannst du doch nicht dagegen argumentieren, dass du ein besseres Team aufstellen kannst, wenn du aus allen anderen Teams ein neues zusammen stellst.

Nein, ich habe den Platz in Potsdam wegen der 11 Punkte bekommen ...

Du hast also nach deinem Examen alles erreicht, was du angepackt hast, richtig?

Jetzt bin ich selbstständig und kein Mandant guckt darauf ob beim Examen München oder Düsseldorf steht.

Ich will jetzt nicht pingelig sein, aber die Argumentation überzeugt auch hier nicht. Gucken denn deine Mandanten darauf, ob du im ersten Staatsexamen 11 Punkte hattest, teilst du ihnen das mit ?

Das ist aber eben nicht der Sinn und Zweck eines guten Unireps und spricht nicht für die Gesamtqualität. Wie du schon sagst 10 Leute sind dabei der Rest nicht. Allein deshalb ist das Examen aus München eben nichts mehr Wert als die Note.

Wenn du dabei bist, stört es dich dann, wenn hinter dir noch 40 sitzen, die Mitschreiben und den Fall nicht vorbereitet haben ?

Die Examensnote zeigt hier recht eindeutig wie jemand steht. Nun und München hat im Schnitt kein Prädikatsexamen.

Im Schnitt hat keine Uni ein Prädikatsexamen. München liegt für Bayern leicht über dem Durchschnitt. Und wenn man rein dieser Argumentation folgt, dann muss man sein Examen doch praktisch in Berlin machen, dort ist die Prüfung wohl am einfachsten, oder bist du da auch anderer Meinung ?

0
@AnglerAut

Dann sag mir wonach die „die besten“ Professoren klassifizierst. Bei Real Madrid sind es die Siege oder Titelgewinne. Wenn es um Veröffentlichungen in Lehrbüchern oder Kommentaren geht, dann hat Bonn im Verhältnis Professor/Veröffentlichung mehr. Absolut gewinnen natürlich Köln, Berlin und München als große Unis weil es mehr Professoren gibt.

Nimmst du Verfahren vor dem BVerfG so nannte ich schon, dass München dort nicht mehr hat als Berlin. Liegt eben an der Lage. Aber auch da müsste man erstmal eine Zeitspanne überlegen. Insgesamt, die letzten 5 Jahre? 10?

München ist ohne Frage eine sehr gute Uni. Wenn man jedoch die Möglichkeit hat mit einem Abi unter 2 nach Heidelberg, Bonn, Münster oder Düsseldorf zu kommen dann sollte man das annehmen.

Du hast also nach deinem Examen alles erreicht, was du angepackt hast, richtig?

Jein. Aber so wie du es meinst ja. Nur das hat die Zahl ausgemacht und ich habe nur in München mein Examen geschrieben, studiert habe ich wie genannt in Düsseldorf. Ich bin nur zum Examen gewechselt und habe dort das Unirep gemacht.

Ja ich schreibe München: 1. Examen (zweistelliges Prädikatsexamen)

Ein Unirep mit 20 Leuten bei denen der Dozent auf jeden eingehen kann halte ich für besser. Denn von den 20 machen mehr ein gutes Examen. Klar betrachtet man nur den Einzelfall, dann kann auch in dem Unirep in München eine Examensnote im sehr guten Bereich fallen, trotz der Umstände. Nur das ist keine Kategorie für einen Studienanfänger. Wir wissen nicht welche Art er sein wird. Und die statistische Empfehlung ist da klar gegen München.

Das stimmt nicht. Es gibt einige Unis, die im Schnitt über neun Punkten haben. Die BLS und EBS haben das jedes Jahr. Düsseldorf hatte die letzten Jahre auch in den Examensjahrgängen über 9 Punkte. Bonn hat seit Jahren über 9 Punkte im Durchschnitt beim Examen. Heidelberg hat dies genau so, im letzten Jahr (So die JuS) war der Schnitt bei über 11 Punkten, so auch in Freiburg. Letztes Jahr war der Schnitt in München, so die JuS Tabelle, bei 8 Punkten. Interessant ist hier Berlin FU unter 9 und die HU über 10.

Aber auch in Bayern, Bayreuth über 9 im letzen Jahrgang, FAU über 9, so auch Augsburg und Regensburg. München hat zwar mehr Absolventen, aber viele die den Schnitt weit nach unten ziehen. Das zeigt mir das die Bedingungen nicht gut sind. Das ist eben eine statistische Größe.

0
@Tschaikowsky65

Verwechselst du vielleicht gerade den universitären Teil mit dem Staatsexamen ?

0
@AnglerAut

Nicht das es mir bekannt wäre. Für die Wahl der Universität gehört das Staatsexamen zweifelsfrei dazu.

Wie genannt, Betreuung und Ausstattung pro Student sind in Münster und Düsseldorf erstklassig. Das ist definitiv der universitäre Teil. Im Staatsexamen haben sie die besseren Durchschnittsexamina und beide Universitäten haben einen fabelhaften Ruf bei Großkanzleien, gerade Düsseldorf.

Du hast Kommilitonen die alle einen Abischnitt besser als 2,0 haben. Schaut man auch hier die Statistik an so haben die besten 10% der Jurastudenten alle einen Schnitt von 1,5. Alles Statistik kann man einwenden, aber es gibt diese Größe eben und da schneiden hier alle Unis besser als die in München ab.

Dafür ist München schöner aber zumindest teurer als Münster. Bei Düsseldorf hält sich das die Waage.

Wenn ich also die Wahl wie der Fragesteller habe, dann würde ich so wählen, wie ich genannt habe und da steht München für mich persönlich auf dem letzten Platz. Will man ein „Examen in München“ kann man auch zum Examen wechseln. Massenunis sind aber in so gut wie jedem Studiengang verpönt. Nicht im Ruf aber in der Studierbarkeit.

0
@Tschaikowsky65

Zeig mir eine Statistik, wo an einer Uni in Deutschland im 1. Staatsexamen ein Schnitt von über 9 Punkten erreicht wird und ich gebe dir komplett recht.

Leider kenne ich auch deine Statistik zum Abischnitt nicht, aber aus eigener Erfahrung kann ich ihr widersprechen.

Dein Satz am Ende ist halt genauso subjektiv wie meine Aussage. Ich würde München empfehlen … schau es dir kommendes Semester an, Grundkurs Zivilrecht bei Lorenz und Ö-Recht bei Kersten, was kann man sich als Jurastudent am Anfang mehr wünschen ?

0
@AnglerAut

Ich fürchte eine Zusammenfassung als Link kann ich dir nicht bieten. Ansonsten sind die Statistiken selbstverständlich beim Justizministerium veröffentlicht.

z.B. https://www.justiz.bayern.de/media/pdf/ljpa/jahresberichte_mit_statistiken/bericht_2018.pdf

Keine Frage, München hat tolle Professoren. Es ging mir einzig darum, dass dort stand „die besten“. Das ist objektiv nicht haltbar und ich bezweifle das auch bei den meisten subjektiv. Ja ich persönlich würde mir als (erneuten) Jurastudenten etwas anderes wünschen. Nämlich ein neues Ausbildungskonzept mit deutlich mehr Praxis.

Im Referendariat merkt man, dass man eigentlich kaum etwas gelernt hat und in der Associate Ausbildung fragst du dich, ob du überhaupt Jura studiert hast. Wenn du Rechtswissenschaftler werden willst, dann würde ich sogar sagen das München, Köln und Berlin die Unis der Wahl sind. Willst du Richter werden, dann gibt es viele die gut sind. Wirst du Rechtsanwalt (und das werden die meisten) dann fehlt dir einiges.

Düsseldorf ist eben Deutschlandweit für die unglaubliche Praxisfülle bekannt. Das hat nicht nur später Vorteile sondern auch beim studieren und merken der juristischen Arbeitsweise.

Lorenz ist selbstverständlich super. Aber genau so ist es in Düsseldorf auch Looschelders, in Potsdam Petersen oder in Hamburg Faust. Selbst kleine Unis und Osten, wie z.B. Halle haben Professoren wie Stieper, den ich auch noch aus München kenne, war z.B. unter den Top 40 Juristen unter 40.

Aber bleiben wir nun mal bei Düsseldorf, Frister ist kein schlechterer Professor als Satzger. Prof. Lorz ist regelmäßig an der Uni und berichtet aus der Praxis als Staatssekretär und seine Lehrstuhlvertretung ist auch dem Zweifel erhaben. Bleibt noch Dietlein (Schüler von Stern) bei dem ich studierte. Der muss sich auch nicht verstecken. Aber gerade das die AGs von Professoren geleitet werden und dann von OLG Richtern ist ein ungemeiner Vorteil.

Professoren sind an vielen Universitäten die wirklich gut sind. Das bringt dir nur nichts, wenn es für deine eigene Vita keinen Vorteil hat. Besondere Professoren führen eben nicht dazu das mehr Prädikatsexamen geschrieben werden.

Wie du nun einer Abischnitt Statistik aus eigener Erfahrung widersprechen willst ist mir unverständlich. Man muss natürlich die statistischen Unschärfen betrachten. Dazu gibt es immer Ausnahmen, Regression zur Mitte etc. belegt es dennoch, das genau die Top 10% diese Vita aufweisen (statistisch). Es gibt natürlich auch mal Juristen mit einem Abi von 4.0 die dann ein Examen mit 16,1 machen. Damit ändert sich die Statistik. Es gibt aber auch Juristen mit Abi von 1.0 und 16,2.

Statistik daraus: 2,5 Abi und Examen 16,15 — keiner der Beiden hat die Abinote und das Examen. Das ist Statistik.

Natürlich sind meine Aussagen auch subjektiv. Ich glaube nur fest - das sagen auch alle Umfragen an den Unis - dass Massenuniversitäten keine gute Sache sind. Gerade die EBS und BLS zeigen das eindrücklich.

Ah, hier kann man z.B. den Schnitt sehen fällt mir gerade ein.

Bucerius-Absolventinnen und -Absolventen sind besser
Absolventinnen und Absolventen der Bucerius Law School erreichen im Schnitt  über 10 Punkte in der Ersten Prüfung. Dieser Trend setzt sich im Zweiten Staatsexamen fort. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt erreichen Jura-Absolventinnen und -Absolventen etwa 7 Punkte.

https://www.law-school.de/jurastudium/warum-bucerius/beste-berufschancen/

Grund ist eben die individuelle Betreuung und kleinen Gruppen + Praxis.

0
@Tschaikowsky65

Mit Frister hast du ein Argument, habe sein Lehrbuch gelesen, dass für fast alles eine eigene Meinung hat und habe es sehr geschätzt ;)

Davon abgesehen bleibe ich dabei, während du in München praktisch auf allen Positionen top Leute hast, musst du dein Vergleichsteam aus verschiedenen Unis zusammen suchen. Daher meine natürlich subjektive Aussage, in München findet man die beste Mannschaft.

Zur Praxis kennst du dich offensichtlich besser aus als ich, daher lasse ich das so stehen, hier fehlt mir die Grundlage für eine Bewertung.

Die genannte Uni mit dem Schnitt von 10+ ist ein Privatuni mit Kosten von über 12.000€im Jahr. Ob das ein fairer Vergleich ist ?

1
@AnglerAut

Das Vergleichsteam war doch nun aus der HHU. Frister, Looschelders, Dietlein, Lorz - abgesehen davon würde ich kein Professor allein nach der Anzahl der Bücher sondern nach der Lehrtätigkeit bewerten. Bücher schreiben ist aufwand und fehlt oft in der Lehre. Wenn man mal am Lehrstuhl bei einem Professor mitgearbeitet hat und merkt wie das bei den Büchern so ist (meist mach der Professor wenig) dann spricht das nicht unbedingt für Kompetenz.

Nun auch die staatliche Unis haben einen Schnitt über 9 Punkte. Leider nicht so schön dargestellt wie die BLS. Aber das Prinzip wird deutlich. Kleine Unis bieten eine bessere Ratio von Professor/Student und das macht sich in der Betreuung bemerkbar. Wer ein guter Student ist und besonderes Jura-Talent hat wird an jeder Uni gut sein. In München hat er durchaus die Professoren, die für die Promotion wichtig sind. Da ist München wirklich erstklassig, bei Promotionen. Wäre das nun eine Abstimmung darüber wo man Promovieren sollte, dann München.

Aber für das allg. Studium ist es deutlich besser wenn man eine Uni hat die so gut wie alle Studenten die sie annimmt auch zum Erfolg führt. Die BLS hat vielleicht kein Dream Team an Professoren wie München wenn man das so sagen will, aber trotzdem die besseren Noten. Professoren alleine machen es nicht.

Ich mein in München siehst du den Professor nur bei Vorlesungen und in den AGs hast du die Mitarbeiter. Ich persönlich fand immer die Mitarbeiter für mein Studium bedeutender. In Düsseldorf will man genau das nicht. Darum machen die Professoren die AGs die Mitarbeiter sind das „Zusatz“ — kostet Zeit fehlt bei der Ausarbeitung von Aufsätzen, Gutachten und Reputationspflege aber bringt die Lehre voran.

Schau dir doch z.B. die Gesamtstatistik für NRW und Bayern an. Bayern „schummelt“ immer bisschen, dort ist Prädikat schon bei befriedigend, was überall sonst bei vollbefriedigend ist. In Bayern haben ca 17% das vb in NRW ca. 33% — beste Ergebnisse in Bayern bekommt die Uni Passau und Bayreuth.

Ich würde einfach immer eine Uni nehmen wo du die Möglichkeit hast das vb auch wirklich gut zu schaffen. Das bietet dir München nicht.

Wir können gerne sagen München hat die besten Professoren in Deutschland, die Bewertung soll mir gleich sein. Was am Ende zählt ist die Examensnote - kein vb oder doppel vb und du hast es schwer.

0

In welcher deutschen Stadt soll ich studieren?

Also ich weiß nicht so recht, wie ich die Sache angehen soll. 

Ich bin gerade dabei mir einen neuen Studienort zu suchen, da ich mit meiner derzeitigen Universität und dem Studiengang nicht glücklich bin. Eine Auswahl von Studiengängen, die ich gerne aufnehmen würde habe ich schon, es fehlt also nur noch die Universität bzw. Stadt, die mein neues Zuhause sein soll. 

Dabei ein paar Fakten zu mir: Ich bin zwanzig, wohne zurzeit daheim in einer Kleinstadt bei München und studiere (noch) Sozialwissenschaften in Augsburg. Am wichtigsten ist hier anzumerken, dass ich zwar hier geboren wurde, meine Eltern jedoch aus Afrika kommen und mir das offensichtlich auch anzusehen ist. 

Mit den Entwicklungen der letzten Jahre habe ich das erste Mal wirklich Probleme aufgrund meiner Herkunft, die sich in unfreundlichen Blicken, rassistischen Kommentaren und Pöbelnden manifestieren. Bis jetzt ist noch nichts schlimmes passiert und ich weiß, dass ich mich deswegen glücklich schätzen kann.

Kurz gesagt, ich habe Angst die falsche Entscheidung zu treffen und irgendwo hinkomme, wo ich mich nicht nur inmitten meiner Kommilitonen fremd fühle (ist in Augsburg der Fall) sondern Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt werden könnte. 

Ich habe mich deswegen schon gegen Leipzig und ehrlich gesagt damit auch gleich gegen Sachsen als Ganzes entschieden. Frankfurt würde beispielsweise in Frage kommen, aber da bin ich aufgrund der hohen Mietpreise und einigen negativen Kommentare die ich mir anhören musste etwas abgeneigt. Am liebsten wäre mir ja eine etwas kleinere Unistadt, wie Würzburg, Heidelberg, Freiburg, Münster etc. aber da bin ich nicht sicher, ob ich da nicht wieder extrem herausstechen werde & eventuell nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen werde und wegen meinen doch starken Prinzipien bezgl. Politik, Feminismus, LGBT Rechte etc. alleine dastehen werde? Viele meiner Freunde haben da z.B an der FU in Berlin eher Anschluss gefunden. 

Ich kämpfe jetzt schon seit Monaten mit dieser Entscheidung und die Zeit läuft mir so langsam davon. Kann mir vielleicht jemand seine/ihre Erfahrungen als Student/in mit Migrationshintergrund zukommen lassen und mich etwas beruhigen? Ich bin natürlich für alle Erfahrungsberichte und Uni/-stadt Empfehlungen dankbar! Der lange Text tut mir leid, ich wusste nicht wie ich mich kürzer fassen sollte. Vielen Dank für die Hilfe!

Ps: Ich werde auf jeden Fall ein Fach aus den Sozial- bzw. Geisteswissenschaften studieren.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?