An Gott glauben aber keine Religion verfolgen. Wie nennt man die Leute?

19 Antworten

Da kommt es ein wenig auf das Gottesbild an, welches im Hintergrund vorhanden ist. Ist es das Bild eines persönlichen Gottes, der jederzeit lenkend in die Geschicke der Erde eingreifen kann, wäre das Theismus (Monotheismus oder Polytheismus, je nach Anzahl der Götter).

Beim Glauben an einen (meist auch persönlichen) Gott, der lediglich ursprünglich hinter der Entstehung von Zeit und Raum steht, aber nicht mehr (oder vielleicht auch fast nicht mehr) in die Geschehnisse eingreift kann man von Deismus reden.

Beim Glauben an einen Gott, der mit allen Dingen im Universum verbunden ist, bzw. eine Einheit bildet, könnte man von Pantheismus reden.

Religion ist da aber immer. Denn diese Interpretation, was Religion sein, finde ich zumindest sehr stimmig:

WIKIPEDIA:

Eine „klassische“ Definition nach Gustav Mensching lautet: „Religion ist erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen und antwortendes Handeln des vom Heiligen bestimmten Menschen.“

Es muss ja so gesehen nicht ein Gott sein und auch nicht ein Mensch. Im letzten Falle würde ich es eher als pseudoreligiös empfinden, weil es nicht wirklich in Verbindung mit dem Letzendlichen steht, sondern der Mensch sich selbst zum "Gott" erhebt, was aber nicht möglich ist, ganz gleich was man unter diesem Begriff sonst noch versteht. Aber die Natur als etwas Heiliges zu empfinden, entspricht, auch ohne Gott im üblichen Sinne, durchaus dieser Definition.

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@vonGizycki

Religion ist erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen und antwortendes Handeln des vom Heiligen bestimmten Menschen.“

Was für ein Geschwurbel...

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@vonGizycki

Religion ist da aber immer

Das mag beim Theismus noch meist zutreffen. Beim Deismus ist die Bandbreite allerdings sehr groß. Ich kenne einerseits Deisten, die in der evangelisch/luth. Kirche sind und auch dazu stehen, und andererseits auch Deisten, die sehr weit in Richtung Agnostizismus gehen. Da sehe ich keine Religion mehr.

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@vonGizycki

Religion ist die Organisationsform von Theismus.

ist erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen

Das ist Geschwurbel. Was soll das sein, das "Heilige". Man kann doch nicht eine Erklärung auf etwas völlig fiktives aufsetzen.

Das ist alles einfach sinnfreies Geseiere. Bla bla zur Verwirrung, nicht zur Erklärung.

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@realsausi2

Das ist Geschwurbel. Was soll das sein, das "Heilige". Man kann doch nicht eine Erklärung auf etwas völlig fiktives aufsetzen.

Das Heilige ist immer das, wozu Du etwas selbst machst. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Heilig

Und da gehört eben auch der Glaube an Gott dazu. Aber wie ich schon oben erwähnte, das kann auch etwas anderes sein. Es muss nicht ein Gott sein. Das ist weder Geschwurbel noch geseiere. Es ist besser seinen Kopf zu verwenden, als verbal um sich zu schlagen. Und eine Begründung ist das auch nicht von Dir, die ich mir wünschte. Es gibt auch religiöse Atheisten und ich selbst bin einer. Falls Dich das näher interessiert, dann frag mich. 

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@SibTiger

Der Agnostizismus bezieht sich auf die eigene Unfähig einen Gott zu beweisen oder nicht beweisen zu können. Insofern ist diese Haltung indifferent. Aber wie der Philosoph Jaspers sagt: Wir haben uns nicht selbst zu verdanken. Die persönlichen Folgen dieses Gedanken wird im Agnostizismus verleugnet. Aber jeder Mensch, liebt eigentlich das Leben, es sei denn, er ist Islamist. Im ersten Falle ist das Leben das Heilige, im zweiten der Tod. Jetzt kannst Du selbst entscheiden, was wohl besser ist. 

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@vonGizycki

Ich hatte allerdings den Deismus gemeint, nicht den Agnostizismus. Ich selber glaube beispielsweise an eine persönlichen Gott, bin aber kaum religiös.

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Ich würde sie als konfessionslose Gläubige bezeichnen. Um präziser zu werden, kommt es darauf an, an welchen Gott bzw. auf welche Weise, also auch an welche Eigenschaften und Werte sie glauben. 

Glaubt jemand beispielsweise an Christus als den Sohn Gottes, an seinen Vater, an den Heiligen Geist und an christliche Werte, gehört aber keiner bestehenden Religion an, so ist es wohl ein konfessionsloser Christ.

Das  stimmt. Aber er hat eine Religion.

Um präziser zu werden, kommt es darauf an, an welchen Gott bzw. auf welche Weise, also auch an welche Eigenschaften und Werte sie glauben. 

Da liegt tatsächlich der Hase im Pfeffer und ich finde Du hast das gut erfasst.

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@vonGizycki

Das  stimmt. Aber er hat eine Religion.

Da die Frage dies nicht anspricht, ... 

An Gott glauben aber keine Religion verfolgen. 

... habe ich dahingehend auch nichts in meiner Antwort zu stehen, denn in meiner Antwort verwende ich nicht ein einziges Mal das Wort "du".

Da liegt tatsächlich der Hase im Pfeffer und ich finde Du hast das gut erfasst.

Glaube ich auch, aber Eigenlob stinkt. ;)

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Es ist komplizierter als viele gemeinhin glauben. Diese nennt man Gottgläubige. Die gibt es aber so nicht mehr. Das hat lediglich historisch-ideologische Gründe.

Freireligiöse sind es auch nicht, denn die sind wieder was ganz anderes.

Es ist also dringend zu fragen, was unter Gott verstanden werden soll! 

Wer an Gott glaubt hat nämlich auch eine Religion, selbst wenn er nicht in Mitglied einer Religionsgemeinschaft ist.  

Aber es gibt auch Menschen, die nicht an Gott glauben und dennoch religiös sind und trotzdem einer Religionsgemeinschaft angehören. (Freireligiöse und die Unitarier - Religionsgemeinschaft Freien Glaubens (ehemals Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft. e.V.) Sie sind im Dachverband für Freie Weltanschauungsgemeinschaften zusammengefasst. In diesen Vereinigungen hat Religion eine andere Interpretation.

http://www.dfw-dachverband.de/

Das göttliche wird dort als ES betrachtet, nicht als ein Du. Das Wort Gott wird vermieden, weil es sonst zu Missverständnissen kommt. Man gebraucht eher den Begriff 'göttlich' als Eigenschaftswort, wenngleich der Sprachgebrauch nicht vorgeschrieben ist. Denn wenn über Gott diskutiert wird mit Christen, Moslems oder Juden, dann meinen die ganz was anderes. Das muss man daher wissen. Sonst redet man aneinander vorbei. Es wird nämlich, grob gesagt, im Sinne eines schöpferischen Prinzips verstanden, welches sich in der Natur und damit auch im und vor allem auch sich durch den Menschen als verwirklichend angesehen und geglaubt wird.

WIKIPEDIA

Gottgläubig ist eine Angabe zur einer Bezeichnung einer „Religionszugehörigkeit“ aus der Zeit des Nationalsozialismus, die durch Erlass des Reichsinnenministeriumsvom 26. November 1936 auf den Melde- und Personalbögen der Einwohnermeldeämter sowie den Personalpapieren für aus einer Kirche ausgetretene Personen als Ersatz für die Bezeichnungen „Dissident“ und „konfessionslos“ eingeführt wurde. Als gottgläubig galt, wer sich von den anerkannten Religionsgemeinschaftenabgewandt hatte, jedoch nicht glaubenslos war. Die Einführung des Begriffs war der Versuch, eine religiöse Identifikationsformel für Nationalsozialisten jenseits der Kirchen und sonstigen Glaubensgemeinschaften zu schaffen. Das Beiwort galt als „Ausweis besonderer ideologischer Nähe zum Nationalsozialismus“

Mit bestem Gruß

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