an Geschichtsexperten: wie viel wusste die normale bevölkerung von der endlösund (juden)

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15 Antworten

Sehr wenig weil es genauso wie heute hintergründe der Euro - Rettung, Entmündigungen und Geheimdienstbericht nicht offiziell Einsehbar sind. Das ist zwar im Vergleich zu dem Verbrechen von damals gar nichts. Aber es wurde damals nur Verkündet , dass die Leute in Lager kommen wie Haft, von der Vernichtung wurde offiziell nichts Verkündet , so wußte davon nur die Führende Kaste, das Lagerpersonal und die Bahnangestellt, welche die Leute Tranportierten, bzw. Wehmachsoldaten welche dazukamen.. Allerdings erzählte dies zu hause etwas , so dass es immer wieder Gerichte gäbe, welche offiziell nicht bestätigt wurden. Klar wurde es erst als die Amerikaner die Lager befreiten und Bevölkerung und Journalisten durchführten.

JEDER "normale Bürger" konnte sehen und hören, dass jüdische Geschäfte boykottiert werden sollten und es war ABSOLUT UNÜBERSEHBAR, dass Geschäfte und Wohnungen zerstört wurden und die Menschen auf LKW verladen wurden. Auf den Bahnhöfen standen wochenlang Viehwaggons herum, in denen Menschen um Wasser und Nahrung bettelten. Das KZ Dachau lag an einer kilometerlangen Straße zu Nachbarorten und JEDER der dort entlang ging oder fuhr konnte das Elend der Lagerinsassen sehen. So mancher "arische"Kunde von Ärzten oder Rechtsanwälten bedauerte zwar, dass er deren Dienste nicht mehr nutzen konnte, aber echten Widerstand gab es kaum.. Ein Krimi der die Situation recht gut schildert: "Leo Berlin" von Susanne Goga-Klinkenberg. Das "Klinkenberg" fügte sich erst nach der Veröffentlichung ihres ersten Krimis zum Namen.

Also, meine Großeltern taten es eher als -vorrübergehend- ab, weil sie nunmal Pogromme öfters mal erlebten. Das bezahlten nunmal einige meiner (jüdischen) Verwandten mit ihrem Leben.

Und warum niemand was tat? Sieh dir mal die Erstverfilmung "Die Welle" an, dann kannst du dir sicher eher eine Vorstellung davon machen, wie schnell man ein Volk in einen Bann ziehen kann. Und es gab damals ja auch viele Juden, die A.H. glaubten und durch ihn ein besseres Deutschland erhofften.

Auf der angekündigten Wannseekonferenz am 20. Januar 1942 stellte Heydrich den eingeladenen NS-Behördenvertretern seinen „Gesamtentwurf“ vor, um sie in die Planung der laufenden „Endlösung“ einzuweihen, daran zu beteiligen und ihre Maßnahmen dazu unter seiner Leitung zu koordinieren. Nach dem Konferenzprotokoll waren 11 Millionen Juden aus ganz Europa und Nordafrika, auch aus von Deutschland nicht eroberten Ländern, zur Deportation vorgesehen.

Diese besprechung war erstmal geheim. Und da der Judenhass unter den Deutschen schon vor A.H. sehr verbreitet war, nutzte es A.H. dieses auch für seinen Aufstieg.

ich meine, extrem hohe Arbeitslosigkeit, und wenn wir heute auf die Ausländer schimpfen, die uns ja alle die Arbeit wegnehmen, waren es damals eben die Juden. Schuldfrage geklärt, die "Strafe" folgte.

Ein Freund von mir war einmal Botenjunge bei der SS. Er ignorierte damals das gesetz, nicht mit Juden reden zu dürfen und wurde dann auch irgendwann dabei erwischt.

Natürlich gab es Leute, die nichts wußten, Juden wie auch Nichtjuden. Andere ahnten etwas, wieder andere wußten, ignorierten es aber. Wenn es unter Todestrafe steht, mit einem Juden zu reden, wie würdest du dann damit umgehen?

Und die, die wirklich etwas wußten und en Mut hatten etwas dagegen zu machen, sind auch heute noch bekannt. Zudem liste ich hier einmal den Opa meines Rabbiners auf, der in Bayern vielen Juden half, in das Heilige Land zu fliehen. Bis er dann geschnappt und Anfang 40 von der NS ermordet wurde. Seine Faru und seine Kinder konnten als letzte noch gerade eben ins Heilige land fliehen. Heute ist der Enkel der Oberrabbiner von Aachen. Und wer ihm mal zuhören möchte, der besucht uns einfach mal (Tel. Anmeldung)

Siehe Bild:

Kein seriöser Historiker wird behaupten, daß das deutsche Volk völlig ahnungslos in die nationalsozialistische Herrschaft hineingerutscht ist. Die folgenden Quellen beschränken sich bewußt auf einen Teilaspekt, nämlich auf die Frage, ob das deutsche Volk wirklich im Stande einer "naiven Unschuld" lebte. Man kann nicht die Augen davor verschließen, daß es während der Weimarer Republik zig warnende Stimmen gegeben hat. Hi*tler war auch Anfang der 30er Jahre nicht irgendein unbekannter Politiker. Wer ihn wählte, wählte einen, von dem bekannt war, daß er schon 1923 versuchte hatte die Republik gewaltsam zu beenden. Zudem gaben er und seine Partei offen Einblick in ihre Ziele. Das während seiner Festungshaft entstandene Buch war frei erhältlich und wurde nach 1933 zu jeder Eheschließung überreicht.

In den 20 er Jahren ewarben die NS z.B. mit folgenden Forderungen um neue Mitglieder: Den Galgen für Wucherer, Ausbeuter, Schieber und Kampf gegen Judentum und Demokratie.

Dafür, daß die Dt. durchaus um die geplante Politik seinerseit wussten und damit einverstanden waren (wenn auch vielleicht nicht bis zur letzten Konsequenz), spricht auch, das es kaum Proteste gegen Antisemitismus gab. Die Bevölkerung war solange mit den Angriffen auf Juden einverstanden, wie diese weder die Interessen der nichtjüdischen Bevölkerung beeinträchtigten (Versorgung, Arbeitslosigkeit wegen jüdischer Firmenbesitzer, Tourismus), noch die Interessen des Landes verletzten, besonders dessen Ansehen im Ausland - man befürchtete wirtschaftliche Konsequenzen.

Schon in Mein Kampf hat Hi*tler den Aufbau des NA Staates beschrieben:

„Der völkische Staat hat, angefangen bei der Gemeinde bis hinauf zur Leitung des Reiches, keinen Vertretungskörper, der etwas durch Majorität beschließt, sondern nur Beratungskörper, die dem jeweilig gewählten Führer zur Seite stehen und von ihm in die Arbeit eingeteilt werden, um nach Bedarf selber auf ge- wissen Gebieten unbedingte Verantwortung zu übernehmen, genau so, wie sie im größeren der Führer oder Vorsitzende der jeweiligen Korporation selbst besitzt."

Er hat selbst seine antidemokratische Haltung vor der Machtübernahme unmißverständlich erklärt. In einer Rede am 25.9.1930 in München (die Rede wurde einen Tag später von der Frankfurter Zeitung veröffentlicht) sagt er u.a.:

„Wenn wir heute unter unseren verschiedenen Waffen von der Waffe des Parlamentarismus Gebrauch machen, so heißt das nicht, dass parlamentarische Parteien nur für parlamentarische Zwecke da sind. Für uns ist ein Parlament nicht ein Selbstzweck, sondern ein Mittel zum Zweck ... Im Prinzip sind wir keine parlamentarische Partei, denn damit stünden wir im Widerspruch zu unserer ganzen Auffassung; wir sind nur zwangsweise eine parlamentarische Partei, und was uns zwingt ist die Verfassung. Die Verfassung zwingt uns, solche Mittel anzuwenden ... Und so ist der Sieg, den wir gerade errungen haben, nichts anderes als der Gewinn einer neuen Waffe für unsern Kampf. Wir kämpfen nicht um Parlamentsitze der Parlamentsitze willen, sondern um eines Tages das dt Volk befreien zu können.

Goebbels 1934, nach der Machtübernahme:

"Wir Nationalsozialisten haben aber niemals behauptet, daß wir Vertreter eines demokratischen Standpunktes seien, sondern wir haben offen erklärt, daß wir uns der demokratischen Mittel nur bedienen, um die Macht zu gewinnen, und daß wir nach der Machteroberung unseren Gegnern rücksichtslos alle Mittel versagen würden, die man uns in Zeiten der Opposition zugebilligt hatte."

Primo Levi schreibt dazu;

"Dieser verhängnisvolle Mann war kein Verräter. Er war ein Fanatiker, der sich selbst treu blieb, ein Mann mit außerordentlich klaren Vorstellungen, er hat sie nie geändert, noch hat er sie je verheimlicht. Wer für ihn stimmte, hat mit Sicherheit auch für seine Ideen gestimmt."

Lit: Bankier, David: Die öffentliche Meinung im Hitler-Staat. Berlin 1995, S. 102f. sowie Mein Kampf, a.a.O., S.501f.Frankfurter Zeitung vom 26.9.1930. Zitiert noch Bullock, Alan.- Hitler. Eine Studie über Tyrannei. Düsseldorf 1953, S. 157. und Goebbels.: Wesen und Gestalt des Nationalsozialismus. (Schriften der Deutschen Hochschule für Politik, Heft 8). 1934,5.13. 125 Levi, Primo: Die Untergegangenen und die Geretteten, a.a.O., S. 187

Gewußt sicher, man siehe nur die Plakate. Verdrängt ...schon eher..!

Frank - (Beruf, Geschichte, Nationalsozialismus) Propaganda-Plakat So würde es enden. - (Beruf, Geschichte, Nationalsozialismus)

das kommt darauf an, an sich heisst es, da viele die in lager kamen auf dem transport karten schrieben, die in der heimat ankamen und folglich es die bevölkerung wusste.

auf der anderen seite, war es gefährlich es zu wissen und darüber zu sprechen.

ich weiss von meinen ort, das es dort familien gab, die wegzogen in die großstadt, um dort hoffentlich unerkannt zu bleiben, aber auch welche die blieben und unauffällig mit ihrem koffer, bzw. handwagen zu dem sammelpunkt gingen.

auch gab es etliche einwohner, die ohne das es publik wurde mit lebensmitteln halfen.

das ist ein thema, wo man nicht darüber sprach. warum auch, man musste sich nur ansehen und wusste, was der andere erlebt hatte.

allenfalls ging man die namen durch, um auf dem aktuellen stand zu sien, ob vermnisst, tot oder doch irgendwie am leben

im übrigen wurden die juden bei uns nicht speziell als juden angesehen, die familien waren seid über hundert jahren ihm ort, sie waren teil des ortes.

der jüdische besitzer des bekleidungsgeschäft war sponsor der fussballmanschaft, es gab bei ihm sogar ratenkauf. alle waren angesehen leute, auch die strenggläubige familie, die wenig kontakt zur familie hatte, dei eine schweine metzgerei betrieb und beim zusammen genutzten garten die türklinke mit einem taschentuch anfassten

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Ich frage mich nur, wieso keiner etwas dagegen gemacht hat?

Hättest Du etwas gemacht? Wer hat heutzutage den Mut, sich gegen die Masse, gegen den Staat und gegen das Gesetz zu stellen? Wer hat den Mut, als Einziger sich heute gegen die ganze Schulklasse oder gegen die ganze Belegschaft zu stellen? Wer hat den Mut, seine eigene Meinung offen gegen die Mehrheit zu vertreten? Wer hat wirklich Zivilcourage?

Wenn's drauf ankommt, ziehen doch alle den Kopf ein. Da tickte die Masse damals auch nicht anders als heute. Es braucht nur 5 % Fanatiker, die's Maul aufreißen und bestimmen, wo's lang geht, und der Rest trottet hinterher - teils weil er gedankenlos ist und Führung braucht, teils, weil er eingeschüchtert ist. Genau so funktioniert Diktatur. Wie sind heute übrigens auch wieder auf dem besten Wege dorthin (siehe 10 Punkte zur Abschaffung der Demokratie / Naomi Wolf). Wir sind totalüberwacht, man hat sich wieder einen gefährlichen inneren und äußeren Feind geschaffen (früher war's der böse Kommunismus, heute ist es der "internat. Terrorismus"), unsere Verbündeten betreiben längst in aller Welt Foltergefänginsse, die Bundeswehr übt schon in Schnöggersburg den Einsatz gegen innere Unruhen... Und? Tut jemand etwas dagegen?

ob die Leute das überhaupt wussten, was da geschieht?

Zu Anfang wußte es kaum jemand. Einerseits betrug 1933 der Anteil der Juden an der deutschen Bevölkerung nur 0,8 % - weniger als 500.000. Das war im Grunde verschwindend gering. (Zum Vergleich: 2011 betrug der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund 18,9 % - 15 Mill.). Andererseits hatte man die ab 1941 betriebenen Vernichtungslager bewußt außerhalb des Altreiches errichtet.

Erst nach und nach drangen Informationen als Flüsterpropaganda zur Bevölkerung durch. Soldaten berichteten zum Teil auch, was sie unmittelbar hinter der Front beobachtet hatten. Im Laufe der Zeit haben natürlich immer mehr Menschen etwas mitbekommen.

Ich meine: Du kannst so eine Frage nicht allein aus der Vergangenheit beantworten. Wer sind denn "die" Leute?

Erstmal ist hier ein Artikel, den ich - reiner Zufall - vor 15 Minuten las und der wie die Faust auf's Auge passt:

http://www.focus.de/politik/deutschland/debatte-die-rueckkehr-der-kollektivschuld_aid_631977.html

Willst Du die Tagebücher aller Leute von damals durchforsten? Wie kommt denn raus, was "die" Leute wussten? Festhalten, wer das Geschehen in KZ beschrieb? Wie denn? Da waren doch nur ein paar Wärter drin. Wussten dann die anderen, die es nicht beschrieben, nichts?

Oder willst Du allen anderen, die dann nichts beschrieben, unterstellen, dass sie lügen und es doch wussten?

Wann immer ich heute Aussagen darüber finde, ob "die" Leute damals etwas wussten oder nicht, finde ich früher oder später ein interesse des Aussagenden daran, diese Feststellung für Politik heute einzusetzen.

Da gibt es dann die Nazis, die selbstverständlich meinte, dass die Deutschen nichts wussten und es ihnen nur vorgeworfen würde, um sie schuldig zu machen. Und die an anderer Stelle wieder behaupten, es habe gar keinen Holocaust gegeben und dann wieder, dass die Juden oder Ausländer so ausgerottet werden sollten wie damals usw.

Oder wir haben Leute, die meinen, dass sie alles wussten. Und die anderer Stelle dann meinen, dass Deutschland Israel unbegrenzt unterstüzten müssten, weil alle Deutschen eine kollektive Schuld hätten, weil sie ja alles gewusst hätten.

Und die Geschichte wird immer gerade so gebogen und sich "der" Deutsche von damals so gebastelt, wie man ihn gerade braucht, um heutige politische Ziele zu begründen.


Wie ich schon sagte, meine ich: Du musst Dir eine Paralelle zu heute suchen, um ansatzweise zu verstehen, wie die Leute sich verhielten. Wahrscheinlich siehst Du Dich als relativ "normal" an. Nicht übermässig gebildet, nicht besonders dumm, richtig?

Nehmen wir mal ein Beispiel, das mir gerade einfällt. Ein grosses Thema heute, das eine grosse Personengruppe betrifft, wäre z.B. Hartz IV.

Was weisst Du darüber?

Wahrscheinlich das, was Dir die Medien berichten, richtig?

Kein besonders gutes Bild.

Es gibt Menschen, die in Deutschland verhungern, weil sie kein Sozialleistungen (mehr) bekommen. In den Jobcentern gibt es auch schon einige Todesfälle. Mal Leistungsbezieher, die drignend Geld brauchen, mal Angestellte. Es passiert also offenbar so einiges dort.

Ich kann Dir dazu sagen: vor der Einfphrung des SGB II, des "Hartz IV"-Gesetzes, 2005 gab es in deutschen Sozialämtern und Arbeitsämtern keine Toten. Es muss doch irgendwas mit diesem Gesetz anders sein. Muss es nicht irgendwie härter sein?

Es gibt auch sehr viele Gerichtsverfahren darum. Seit 2005 hat sich die Zahl der Gerichtsverfahren darum jedes Jahr (!) verdoppelt. Auch gegenüber denen, die es vorher um Arbeitslosengeld gab. Mehr als 50 Prozent der Verfahren gewinnen die Hartz4-Empfänger.

Wenn es um die sog. "Sanktionen" geht, die die Jobcenter verhängern, gewinnen rund 80 Prozent derer, die sich dagegen rechtlich wehren.

Vor normalen Verwaltungsgerichten gegen andere Behörden gewinnen ca. 10 Prozent der Brüger.

Sieht das alles nicht so aus, als ob in diesem System etwas nicht stimmt? Als ob das vielleicht ungerecht sein könnte?

Aber was weisst Du darüber?

Das Wissen ist nicht geheim. Du könntest in diesem Moment all das schnell heraus finden. Das steht genau so im Internet wie das Wissen über den Holocaust. Du kannst auch einige Menschen fragen. Die sind auch nicht so weit weg. Es gibt viele Millionen "HartzIV"-Emofänger. Wahrscheinlich auch Nachbarn von Dir und einige sind sicher auch in Deiner Schule.

Kann es vielleicht sein, dass Du das gar nicht so gern wissen willlst?

Vielleicht ist es Dir eher unangenehm, Dich mit so einem "schmuddeligen" Thema zu befassen? Das Bild der Hartz-IV-Empfäner ist schlecht. Arbeitslosigkeit ist kein nettes Thema, Du hast eigene Sorgen usw. etc.

Du weisst das nicht, was ich gesagt habe, sondern nur das, was Dir Nachmittags-TV vorsetzt, nett verdaulich. Also weisst Du irgendwie wirklich nicht, was ich Dir erzähle.

Und nun nähmen wir mal an, es stürben noch einige mehr menschen in diesem H4-Versorgungssystem. Und eines Tages gäbe es ein ganz anderes politisches System, eines vion weit links, und man würde Hartz 4 entschieden verurteilen.

Und dann würde jedem Deutschen vorgeworfen: Ihr habt das doch alle gewusst! Das war doch nicht geheim. Es passierte in jeder deutschen Stadt!

Wäre es dann richtig oder falsch, zu sagen: auch DU hast es gewusst?

Den Holocaust mit HartzIV zu vergleichen, ist abartig...

Lese einfach die Antworten die weiter oben stehen, da lernst Du was...

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@derdorfbengel

Willst Du die Tagebücher aller Leute von damals durchforsten? Wie kommt denn raus, was "die" Leute wussten? Festhalten, wer das Geschehen in KZ beschrieb? Wie denn? Da waren doch nur ein paar Wärter drin. Wussten dann die anderen, die es nicht beschrieben, nichts?

Das haben wir alles schon hinter uns, wer die Geschichte immer noch nicht kennt, ist selber Schuld, wenn er es aber ignoriert, relativiert oder theoretisch in Abfrage stellt, dann ist das schon mehr als eine dumme Bemerkung, vor allem wenn bereits 4 Antworten da standen, die das treffender beschreiben...kein Mensch interessiert hier HartzIV, in diesem Land dürfte dieses Problem weitreichend bekannt sein, das wird auch nicht beschönigt oder verschleiert...

Verstanden, oder muss ich es noch ein wenig deutlicher machen?

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Damals ... im Tausendjährigen" Reich ... welches von 1933 bis 1945 existierte, geschahen Dinge, welche sich ein "normaler" Mensch nicht einmal in seinen Alpträumen vorstellen kann.

Und dies war deswegen möglich, weil die Staatsmacht genau wußte, wie Menschen reagieren und dass die meisten von ihnen nicht "sehen" wollen oder können.

So war es nicht nur damals gewesen, so ist es auch noch heute ... viele Menschen bemühen sich alles zu "übersehen" was ihre Bequemlichkeit stören könnte ... und wenn die doch etwas davon gehört oder gesehen haben (sollten) dann verdrängen sie es.

Und unter dem "Führer" welchem alle "Heil" rufen mussten, wurde jede Opposition schon im Keime erstickt und verfolgt ... UND wer es wagte etwas zu sagen oder zu schreiben, was auch nur annähernd nach Kritik an der "Weisheit" des beinahe allmächtigen kleinen Mannes mit Bärtchen "riechen" konnte, der hatte kein langes Leben und seine gesamte Familie war zumindest in ihrer Exixtenz gefährdet.

Und Letzteres und das "Nichtwissen-Wollen" zusammen mit dem "Nicht-glauben-Können" ermöglichten diese unaussprechlichen Gräueltaten in dieser Perfektion und Größenordnung.

Und ... es gab unter den Gefährdesten von allen - den Juden - sehr viele, welche ... obwohl sie es zu einer bestimmten Zeit gekonnt hätten, es ablehnten zu fliehen und dadurch ihr Leben und einen Teil ihres Vermögens zu retten, aus dem einzigen Grund, weil sie die "Tatsachen" nicht erkannten und nicht erkennen konnten oder wollten.

Und diese menschliche Eigenschaft, des Wegschauens und nicht Hinterfragens, die ist es auch heute noch, welche sehr oft Verbrechen wir Kindesmissbrauch und andere erst möglich macht ... Und wenn dann doch - nach qualvoller und langer Zeit für das Opfer - etwas bekannt wird, dann haben zwar viele nichts gewußt, aber etwas geahnt ...

Und wer verhindern will, das solche oder andere Gräueltaten geschehen können, der benötigt dazu etwas Mut ... und einen wachen Verstand ...und daran sollten wir alle - jeder einzelne von uns im ganz "normalen" Alltagsleben arbeiten.

Die Juden wurden schon in den Schulen als Gauner, Betrüger und als Minderwertig dargestellt, irgend wie bemerkte man, das die Juden gelbe Sterne trugen und deren Geschäfte beschmiert und das es immer weniger wurden, es wurde dem Volk vermittelt, dass die J. im Osten ein eigen Provinz bekämen und da könnte die sich gegenseitig beschei*** von der Massentötung und Vergasung hat die Bevölkerung erst nach dem Krieg erfahren.

ja, ja, sie wussten. Man munkelte und wer wissen wollte konnte wissen.

Abgesehen davon hat HitIer das alles in seinem Buch "Mein Kampf" ganz klar angekuendigt, schon bevor er an die Macht kam, und dieses Buch hatte jeder bei sich zu Hause herumstehen.

Ein Buch aus 1933/34 zàhlt die diskriminierungen gegen Juden in den ersten 6 Monaten des Nazi-Regimes auf und sagt sehr klarsichtig voraus, was dann auch wirklich passiert ist. Niemand hat reagiert.

Der erste Band von "Mein Kampf" wurde 1925 veröffentlicht, nicht erst zur Zeit der Machtergreifung (1933).

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Meine Großmutter war zu der Zeit Stadtschreiberin in einer kleinen schlesischen Stadt. Für viele Güter des Lebens bekamen die Menschen damals Bezugsscheine. Eines Tages kam ein Schreiben aus Berlin, dass die Bezugsscheine für Zigaretten bei Juden ersatzlos gestrichen sind. Meine Großmutter ist mit dem Schreiben sofor zum Bürgermeister. Der sah nur verständnislos auf das Schreiben, und fragte meine Großmutter ob es überhaupt Juden in der Stadt gibt. Meine Großmutter antwortete ihm, dass es wohl einen Juden gäbe. Der Bürgermeister zuckte darauf mit den Schultern und sagte, ach lass den Mann doch rauchen. Irgendwann ist der Jude dann aus eigenen Stücken über das Gebirge in die Tschechei abgwandert. Das war die Geschichte der Judenverfolgung in einer schlesischen Kleinstadt.

Dass es tatsächlich einen Plan für eine "Endlösung" gab (siehe: Wannsee-Konferenz), WUSSTE vermutlich wirklich kaum jemand. Dass die Juden (und andere Gruppierungen) verfolgt wurden, hingegen mit Sicherheit.

Wieso keiner was dagegen gemacht hat? Frag mal, wieso heute keiner was "macht", wenn jemand gemobbt wird. Sehr spannendes Thema.

Und wenn sie es wussten und sagten waren sie selber gefährdet. Aber viele wussten es nicht und viele wollten es gar nicht wissen und viel habe es toleriert.

Ich glaube schon , dass das viele Menschen wussten, aber gesagt hat keiner was, weil doch jeder Angst hatte auch im KZ zu landen. Den Mund durfte man nicht ungestraft aufmachen.

Viele wussten es nicht, der Rest wollte es nicht wissen...

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