An die Schachspieler: Gibt es beim normalen Schach irgendein System?

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7 Antworten

Ich bin jetzt ca. 15 Jahre aktiver Vereinsspieler und kann aus Erfahrung sagen, dass man nur die ersten Züge "meistens" nach Theorie spielt und dann nach Gefühl, wobei man natürlich gewisse Dinge beachten muss.

Es kommt auf die Stellung darauf an, ob der Springer oder Läufer stärker ist. Man sollte immer versuchen, die eigenen "schwachen" Figuren gegen die gegnerischen "starken" Figuren zu tauschen.

Des Weiteren muss man auch bestimmte Endspielregeln kennen. Z.B. Mit Randbauern, einem Mehrbauern ... wann ist Remis, wie muss der König ziehen usw....

Grundsätzlich spiele ich auch immer nach Gefühl und oft nicht nach der Theorie, weil ich keine Zeit und Lust habe, mir da zig Sachen zu durchzulesen. Ich betreibe das nur hobbymäßig und mir macht es Spaß. Meine Partien sind fast nie langweilig, weil ich meist sehr theorielos spiele ;-)

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Hallo, klar, am Anfang spielt man nach Eröffnung oder langjähriger Erfahrung.

Es gibt kein Allheilmittel...sondern nur Probieren und Üben.

Ich habe schon Großmeister beim Blitzen geschlagen..um dann 1 Stunde später gegen einen "Normalo" wie wir alle etwas einzustellen.

Am meisten jedoch - so meine Erfahrung - ist auch die Blitzpartien mit dem Fritz PC zu analysieren.

Man braucht Zeit, jedoch sieht man sehr schnell wo man einen Patzer zieht oder besser hätte spielen können.

Schach ist die Kunst der Analyse.
Ohne Analyse wird man nie zum Meister werden.

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Die Eröffnungen und die Eröffnungstheorie geben die „Richtung“, d.h. die Strategie und die Planungen des Spiels vor. Natürlich kommen noch ein paar „Probleme“ hinzu. Wer die Theorie kennt, weiss noch immer nicht, ob eine Umstellung der Zugreihenfolge ein Fehler oder ein nur eine Zugumstellung ist.

Auch das Stehenlassen von Figuren kann ein Fehler oder ein Opfer sein …

Leider kann man diese Dinge nur durch Übung erlernen. Ein wirkliches „System“ gibt es leider nicht. Gäbe es ein solches, würde dies ja für beide Seiten gelten.

Fragen dieser Art wurden hier auch hinlänglich diskutiert!

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Schach wird nur in den ersten Zügen von klassisschen Systemen in der Literatur beschrieben.

Darüber hinaus existieren auch Faustregeln (Schachsprüche) mit gewissem Wahrheitsgehalt und oft auch Sinn. Z.B.

„Ein Springer am Rand bringt Kummer und Schand.“ 

Das sind aber keine Systeme, welche zwangsläufig Erfolg bescheren.

Psychologie (außer gegen Computer) ist zielführender. Tempo machen und Druck aufbauen kann gegen einen eher ängstlich agierenden Spieler ein gutes System sein. Gegen einen aggressiven Gegner ist eine verhaltene Spielweise vielleicht erfolgreicher (auf Fehler des Gegners warten und dann "eiskalt ...").

Das System: Nicht das Spiel analysieren, sondern den Gegner.

Du bist immer stark. Wo ist Dein Gegner schwach?

(Grundfertigkeiten und gewisser Überblick vorausgesetzt.)

Gruß Dietmar Bakel

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Kommentar von wolfgang1956
19.07.2016, 06:43

Und wie erkennt er einen „aggressiven“ Gegner? Oder einen passiven Gegner?

Zudem lernt man im Laufe eines Lebens soviele Spieler kennen … Die kann man doch nicht vorher über Monate auf der Couch des Psychiaters „analysieren“.

Diese vereinfachende Psychologie funktioniert so nicht. Wenn man „Wissen“ um Eröffnungen, Mittelspiel, Endspiel, Strategie, Taktik und ausreichend Übung besitzt, kommt man damit zu besseren und größeren Erfolgen.

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Ich finde, man kann auch als engagierter Amateur in der Lage sein, jederzeit, also auch im Mittelspiel, die Situation zu analysieren: Wer führt und warum tut er/sie das? Mehr Figuren oder bessere Stellung?

Ein System kann man das sicher nicht nennen aber rein nach Gefühl ist das auch nicht. 

Ein bewusst machen der Stärken und Schwächen einer Stellung und sein Handeln danach aus zu richten sollte dem Amateur spielerisch weiterhelfen können...

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Kennt wer solche Systeme?

Nicht alle Züge machen Sinn und genau deshalb gibts da eine ellenlange Schachliteratur drüber.  Als Amateur bist da schnell erschlagen von Nimzowitsch-Indisch und Königs-Gambit.

Schau mal zum Wikipedia-Artikel, der sich NUR mit dem Gambit beschäftigt und du ahnst sicher die Komplexität schon dieser einen Angelegenheit. https://de.wikipedia.org/wiki/Gambit

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Ich spiele immer nach Gefühl

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Kommentar von iUrlaub
18.07.2016, 22:28

muss dazu sagen ich bin ein eher schlechter Spieler :')

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