An die Rettungsdienstmitarbeiter findet ihr es gut oder blödsinn?

10 Antworten

Hallo, ich war auch einmal über 20 Jahre Rettungsassistent und kann jetzt gesundheitlich nicht mehr arbeiten, In den Jahren erlebt man recht unterschiedliche DInge. Zum einen kann man lachen oder auch mit dem Kopf schütteln.

Wenn Du Dir die Frage nach dem Material stellst, frag erst einmal, was kann ich alleine mit all dem Kram anfangen, denn Rettungsdienst ist größtenteils Taemarbeit. Ein weiterer Gesichtspunkt wäre in meinen Augen: Was beherrsche ich und wie weit würde ich meine Notfallkompetenz überschreiten. Was ich im Laufe der Jahre so erlabt habe ist, dass die Leute, die frisch von der Schule kamen, sich mit allem möglichen Dingen vollgestopft haben. Die waren so wichtig, dass sie sich die Braunülen in jede äußere Jackentasche sichtbar steckten, Spatel, Pupillenleuchte, zig Handssschuhe und und und. Also, die waren ganz wichtig, Damit will ich nichts gegen Prävenzion wie Handschuhe, sagen.  Die hatten einfach das "Rad" erfunden und jeder mußte das unbedingt sehen. Aber, und jetzt kommts, im Alltag waren sie nicht in der Lage, den Pat. auch nur in der Grundversorgung zu begenen.
Den Pat. richtig lagern, eine Decke geben ruhig mit ihm zu reden, ihm die Angst nehmen und ihn erklären, was gemacht wird, das war zu viel verlangt. Das hatte man vielleicht in der Schule nicht gelernt oder man war krank. Das aber die Grundversorgung das Aund O im Rettungsdienst ist, das ist manchen einfach zu primitiv, doch schon eine richtige Lagerung kann Leben retten.

Leben retten, das steht ganz oben bei manchen Rettungsdienstler. Alles schön, Leben retten ist was schönes, aber man muß nicht unbedingt gleich mit einem Stetoskop um den Hals und einem Schnorchel in der Hand zum Pat. rennen. Da hab ich z. Bsp erlebt, daß sogar ein Fotograf in einer Klinik mit einem Stetoskop um den Hals im Haus herum lief.
Dabei möchte ich auch nichts gegen eine Pupillenleuchte sagen, doch frage DIch einmal, was machst DU, wenn sie einmal nicht geht? Richtig, mit der einen Hand das Auge verschließen. Und das ist das, was ich meine. Mit Hilfsmittel kommt man auch oft ans Ziel, machmal sogar noch besser.

Verstehst Du, was ich mit meinen Ausführungen sagen wollte?

Helfen super, aber man muß nicht gleich Narkose fahren oder eine Op machen!

Das kenn ich irgendwo her hatten auf der RW auch so einen, frisch aus der Schule, musste trotzdem ein Praktikum machen bei uns und du willst nicht wissen was der alles in den Taschen hatte, als es drauf ankam, war er eigentlich nur im weg, statt er uns hilft ne hat er gefragt wo ist das wo ist das und vorher haben wir ihm noch alles erklärt, die hab ich am meisten "geliebt"! :)

Bin selber auch im RD gewesen sogar in der FFW und THW (bin im einsatz angefahren worden und schwer verletzt worden, kann den beruf nicht mehr ausüben) 

Also ich hab ja Solch einen Rucksack und ich finde das gar nicht mal so doof :) 

Und das was ich nicht gebraucht habe, habe ich immer in der RW abgegeben entweder fürs JRK oder für den RTW.

Immerhin kann man nie genug von den Mat´s haben finde ich, denn mit so einem Verbandskasten vom Auto kann man nicht wirklich Helfen, da bietet der Rucksack schon einiges mehr :) 

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Ich bin aktuell noch Rettungshelfer und hoffentlich demnächst dann Rettungssanitäter. Eine erweiterte Grundausstattung erachte ich für sinnvoll, Medikamente, sofern man in der Stadt wohnt dagegen für völlig übertrieben und diese sind sowieso Angelegenheit des Notarztes, Notfallsanitäters und begrenzt des Rettungsassistenten. Ich habe eine kleine Tasche mit Beatmungsbeutel, Masken in der Größe 3 und 5, Blutdruckmanschette, Stethoskop, Fingerpulsoxymeter und Blutzuckermessgerät sowie Traubenzucker um einer Hypoglykämie entgegenzuwirken, sofern der Betroffene noch ausreichend bei Bewusstsein ist und die Schutzreflexe erhalten sind. Ebenso, befindet sich noch ein KfZ- Verbandkasten in meiner Tasche und das Material für einen Druckverband gleich griffbereit, um bei stärkeren Blutungen keine Zeit zu verlieren, zwei Paar Einmalhandschuhe aus Nitril, sind ebenfalls gleich griffbereit. Einen HWS- Stützkragen, habe ich gesondert, da dieser nicht mehr in meine kleine Tasche passt. Ich halte das für eine ganz gute, erweiterte Grundausstattung, die in der Stadt, wo ein Rettungswagen in der Regel innerhalb von 10 Minuten vor Ort ist, völlig ausreichend. In diesen 10 Minuten, bis der Rettungswagen eintrifft, kann ich mit Basics wie Lagerung, Vitalwertüberwachung, Anamnese undsoweiter gut überbrücken. Einen Zugang legen, würde ich mir auch noch zutrauen, da wir das im Lehrgang besprochen und ich es im Krankenhaus gelernt habe, aber wozu, sollte ich das machen, wenn in 10 Minuten ein RTW da ist, da überlasse ich das lieber dem Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten und konzentriere mich bis zu dessen Eintreffen auf die Basics, diese haben sowieso Vorang vor den erweiterten Maßnahmen.

Ich arbeite im Rettungsdienst, und fände die Vorstellung, "kein Material" zu haben, wenn im privaten Bereich mal was wäre, etwas unangenehm.

Ich habe eine kleine Tasche (viele Sporttaschen sind größer) und da Material drin, das für diese 10min, bis die Kavallerie da ist, sinnvoll und realistisch ist.
Im großen und Ganzen sind da außer dem normalen diagnostischen Zeug ein Stifneck, ein Ambubeutel, unser hausinternes Äquivalent zum Larynxtubus, Verbandmaterial, ne Kanüle zur Thoraxentlastung und Material für ne Infusion drin - letztere weniger für den Notfall, da ich keine Medis mitschleppe.

Ein AED wäre evtl sinnvoll, aber unerschwinglich.

Ich wüsste aber echt nicht, was ich in sonen großen Rucksack packen sollte. Wenn ich alleine bin und 10-15min überbrücken will, gehts um Basics und wirklich lebensrettende Sofortmaßnahmen. Da brauche ich kein Intubationsset, und manche Dinge wie ein reduziertes Ampullarium oder Sauerstoff sind schlichtweg unerschwinglich.

Ich kenne aber durchaus Kollegen, die das Äquivalent zur Notfallausstattung des RTWs in ihrem Auto mitschleifen. Jedem das was er für richtig hält und sich leisten will ;)

Wichtiger fände ich nen Feuerlöscher und ein gutes Gurtmesser, zwecks Rettung aus verunfalltem PKW o.ä.

Deine Ausstattung erscheint mir sinnvoll, da du sie als Profi fachgerecht benutzen kannst und sie tatsächlich in den wenigen Minuten bis zum Eintreffen des RD gebrauchen kannst.

Alles darüber hinaus mag einem das gute Gefühl geben, für jede Eventualität ausgerüstet zu sein, wird aber keinen echten Mehrwert bieten.

Wenn ein Laie wiederum deine Ausrüstung im Auto hätte, wäre das unsinnig bis kontraproduktiv, da er mit dem Material nicht umgehen könnte, üerfordert wäre und im schlimmsten Fall die eingentlich notwendigen Sofortmaßnahmen vergessen würde.

Für den Laien reichen deshalb meiner Meinung nach ein Verbandskasten, Einmal- Handschuhe und Material zur Absicherung der Unfallstelle (mind. Warndreick und Leuchtweste) vollkommen aus.

Viel wichtiger ist das regelmäßige Training von erster Hilfe!

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Du bist im Rettungsdienst da muss ich dir  (euch ) mal ein fettes Lob geben. Für mich seit ihr die BESSEREN Ärzte .

Habe es schon oft erlebt. DANKE 

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