An die rettungsdienstler findet ihr es gut oder blödsinn?

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9 Antworten

Ich arbeite im Rettungsdienst, und fände die Vorstellung, "kein Material" zu haben, wenn im privaten Bereich mal was wäre, etwas unangenehm.

Ich habe eine kleine Tasche (viele Sporttaschen sind größer) und da Material drin, das für diese 10min, bis die Kavallerie da ist, sinnvoll und realistisch ist.
Im großen und Ganzen sind da außer dem normalen diagnostischen Zeug ein Stifneck, ein Ambubeutel, unser hausinternes Äquivalent zum Larynxtubus, Verbandmaterial, ne Kanüle zur Thoraxentlastung und Material für ne Infusion drin - letztere weniger für den Notfall, da ich keine Medis mitschleppe.

Ein AED wäre evtl sinnvoll, aber unerschwinglich.

Ich wüsste aber echt nicht, was ich in sonen großen Rucksack packen sollte. Wenn ich alleine bin und 10-15min überbrücken will, gehts um Basics und wirklich lebensrettende Sofortmaßnahmen. Da brauche ich kein Intubationsset, und manche Dinge wie ein reduziertes Ampullarium oder Sauerstoff sind schlichtweg unerschwinglich.

Ich kenne aber durchaus Kollegen, die das Äquivalent zur Notfallausstattung des RTWs in ihrem Auto mitschleifen. Jedem das was er für richtig hält und sich leisten will ;)

Wichtiger fände ich nen Feuerlöscher und ein gutes Gurtmesser, zwecks Rettung aus verunfalltem PKW o.ä.

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Kommentar von JuxSinnlos
28.05.2016, 16:33

Deine Ausstattung erscheint mir sinnvoll, da du sie als Profi fachgerecht benutzen kannst und sie tatsächlich in den wenigen Minuten bis zum Eintreffen des RD gebrauchen kannst.

Alles darüber hinaus mag einem das gute Gefühl geben, für jede Eventualität ausgerüstet zu sein, wird aber keinen echten Mehrwert bieten.

Wenn ein Laie wiederum deine Ausrüstung im Auto hätte, wäre das unsinnig bis kontraproduktiv, da er mit dem Material nicht umgehen könnte, üerfordert wäre und im schlimmsten Fall die eingentlich notwendigen Sofortmaßnahmen vergessen würde.

Für den Laien reichen deshalb meiner Meinung nach ein Verbandskasten, Einmal- Handschuhe und Material zur Absicherung der Unfallstelle (mind. Warndreick und Leuchtweste) vollkommen aus.

Viel wichtiger ist das regelmäßige Training von erster Hilfe!

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Kommentar von Jutz53
28.05.2016, 23:02

Du bist im Rettungsdienst da muss ich dir  (euch ) mal ein fettes Lob geben. Für mich seit ihr die BESSEREN Ärzte .

Habe es schon oft erlebt. DANKE 

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Ich habe auch einen Rucksack zu Hause. Die Vorstellung, dass in der Familie oder im Freundeskreis ein medizinischer Notfall auftritt und man eigentlich helfen könnte, aber nicht das passenden Equipment hat, finde ich schrecklich. Zumal der Rettungsdienst bis hier ca. 10 Minuten manchmal aber auch länger braucht.

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Hey Ich bin zwar nicht im Rettungsdienst aber im Jugendrotkreuz das Lernt auch erstehilfe und arbeitet mancmal mit dem Rettungsdienst zusammen ich finde es ist eine Gute Idee ich selbst habe ein zuhause ich meine Okay aber ich würde ihn nicht zum Spielen benutzen sondern nur Benutzen wenn was Passiert damit ihr eine Ausstattung habt um zu Helfen 

Lg Dustin

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Kommentar von Jutz53
28.05.2016, 23:12

Das finde ich genauso toll. Ich selbst komme aus der Altenpflege. Das ist mein Traumberuf. 

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Hallo, ich war auch einmal über 20 Jahre Rettungsassistent und kann jetzt gesundheitlich nicht mehr arbeiten, In den Jahren erlebt man recht unterschiedliche DInge. Zum einen kann man lachen oder auch mit dem Kopf schütteln.

Wenn Du Dir die Frage nach dem Material stellst, frag erst einmal, was kann ich alleine mit all dem Kram anfangen, denn Rettungsdienst ist größtenteils Taemarbeit. Ein weiterer Gesichtspunkt wäre in meinen Augen: Was beherrsche ich und wie weit würde ich meine Notfallkompetenz überschreiten. Was ich im Laufe der Jahre so erlabt habe ist, dass die Leute, die frisch von der Schule kamen, sich mit allem möglichen Dingen vollgestopft haben. Die waren so wichtig, dass sie sich die Braunülen in jede äußere Jackentasche sichtbar steckten, Spatel, Pupillenleuchte, zig Handssschuhe und und und. Also, die waren ganz wichtig, Damit will ich nichts gegen Prävenzion wie Handschuhe, sagen.  Die hatten einfach das "Rad" erfunden und jeder mußte das unbedingt sehen. Aber, und jetzt kommts, im Alltag waren sie nicht in der Lage, den Pat. auch nur in der Grundversorgung zu begenen.
Den Pat. richtig lagern, eine Decke geben ruhig mit ihm zu reden, ihm die Angst nehmen und ihn erklären, was gemacht wird, das war zu viel verlangt. Das hatte man vielleicht in der Schule nicht gelernt oder man war krank. Das aber die Grundversorgung das Aund O im Rettungsdienst ist, das ist manchen einfach zu primitiv, doch schon eine richtige Lagerung kann Leben retten.

Leben retten, das steht ganz oben bei manchen Rettungsdienstler. Alles schön, Leben retten ist was schönes, aber man muß nicht unbedingt gleich mit einem Stetoskop um den Hals und einem Schnorchel in der Hand zum Pat. rennen. Da hab ich z. Bsp erlebt, daß sogar ein Fotograf in einer Klinik mit einem Stetoskop um den Hals im Haus herum lief.
Dabei möchte ich auch nichts gegen eine Pupillenleuchte sagen, doch frage DIch einmal, was machst DU, wenn sie einmal nicht geht? Richtig, mit der einen Hand das Auge verschließen. Und das ist das, was ich meine. Mit Hilfsmittel kommt man auch oft ans Ziel, machmal sogar noch besser.

Verstehst Du, was ich mit meinen Ausführungen sagen wollte?

Helfen super, aber man muß nicht gleich Narkose fahren oder eine Op machen!

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Kommentar von freakbanana90
01.06.2016, 07:59

Das kenn ich irgendwo her hatten auf der RW auch so einen, frisch aus der Schule, musste trotzdem ein Praktikum machen bei uns und du willst nicht wissen was der alles in den Taschen hatte, als es drauf ankam, war er eigentlich nur im weg, statt er uns hilft ne hat er gefragt wo ist das wo ist das und vorher haben wir ihm noch alles erklärt, die hab ich am meisten "geliebt"! :)

Bin selber auch im RD gewesen sogar in der FFW und THW (bin im einsatz angefahren worden und schwer verletzt worden, kann den beruf nicht mehr ausüben) 

Also ich hab ja Solch einen Rucksack und ich finde das gar nicht mal so doof :) 

Und das was ich nicht gebraucht habe, habe ich immer in der RW abgegeben entweder fürs JRK oder für den RTW.

Immerhin kann man nie genug von den Mat´s haben finde ich, denn mit so einem Verbandskasten vom Auto kann man nicht wirklich Helfen, da bietet der Rucksack schon einiges mehr :) 

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Verrückt nunja... warum nicht sein Wissen anwenden, wenn es in der Familie mal jemand braucht? Wenn man schon nen halben RTW dabei hat, sollte man das auch tun. Jeder kann privat und zivil auch mal Zeuge eines Unfalls werden und plötzlich Ersthelfer sein... Wenn die meisten wissen, der Mensch ist vom Fach, dann erwarten die auch, das er ein Wunder vollbringt und helfen kann, dann kein material dabei zu haben wäre peinlich oder ungesund. (Ist genau so wenn man Bekannte hat, die Handwerker sind..."du ich hab da mal ne Frage..:")

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Kommentar von FailTroll
03.06.2016, 10:57

Das wäre weder peinlich noch ungesund. Ich erwarte auch nicht, dass der Automechaniker von nebenan mir den Motor ohne Hilfsmittel ausbaut.

Es geht in solchen Fällen mehr um Wissen und das Beherrschen von Basismaßnahmen (evtl auch etwas erweitert). Sollte man damit nicht weiter kommen muss man halt den Rettungsdienst hinzuziehen, eigentlich so wie es jeder "normale" Mensch auch macht.

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Du möchtest das Zeug für zuhause haben? Oder für den PKW? 

Handschuhe im Auto halte ich für sinnvoll und einen Beutel, Verbandsmaterial ist im Verbandkasten. Alles andere finde ich übertrieben, aber das ist meine persönliche Meinung.

Mir erschließt sich der Sinn ehrlich gesagt nicht, mir einen großen Notfallrucksack zuzulegen. Und einen Kinderkoffer schon mal gar nicht..

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Ich finde es etwas übertrieben.
Der Fall das du den wirklich brauchst ist sehr gering, ein einfaches erste hilfe set fürs Auto reicht auch.
Weil wenn du dann die 112 wählst und der RD kommt, machen die die Verbände usw eh erstmal ab um zu gucken. Und sowas wie Blutdruckmanschette usw sind unnütz, weil der RD eh nochmal misst und man als Ersthelfer damit keine zeit verschwenden muss.

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Kommentar von Dustin2424
28.05.2016, 11:16

Zurzeit braucht meist ein Rettungsfahrzeug länger als 10 min bis er am Unfallort entrifft. Außerdem kann man dies Benutzen um klein Verletzungen zu versorgen ohne das man gleich den Rettungsdienst rufen muss. Weil ein Verbandskasten hat kein Desinfektionsmittel bzw meisten. Und das Blutdruckmessgerät ist auch gut zum überprüfen, weil jetzt kommt der Sommer und da sinkt unser Blutdruck meist so kann es vorsichhalber überprüfen. zB mein Stiefvater hat öfters solche probleme das sein Blutwert zuwenig ist. Und das muss ich halt öfters Überprüfen und muss auch mal sein Körper mit den Stheotoskop abhören.

Solche Rucksäcke sind echt Hilfreif!!

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Fast jeder vom Rettungsdienst hat eine Tasche privat Zuhause ;-)

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Kommentar von Dustin2424
27.05.2016, 22:37

Haha ja da hast du recht. Aber das ist auch besser so, weil man weiß nie was ein erwartet und so kann man dann schnell helfen.

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Kommentar von FineTrine
28.05.2016, 09:15

Ich nicht. 

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Kommentar von Chrissibaer
28.05.2016, 09:24

"Fast jeder"

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Kommentar von FailTroll
03.06.2016, 10:54

Also ich kenne sehr wenige Rettungsdienstler, die ein privat Dinge vorhalten welche nicht auch in einem Erste-Hilfe-Kasten enthalten sind.

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Schaden kann es ja wohl nicht.

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