An die Pferdebesitzer unter euch: Wie bekommt ihr Pferd und Beruf unter eine Decke?

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11 Antworten

Vollzeitarbeit. Mindestens 45 Stunden. Mein Pferd steht in einem Selbstversorger Ofenstall, d.h. misten, Futter vorbereiten, Abends füttern und dem SB das Frühstücksfutter hinstellen.

Es geht. Natürlich kann man nicht auf mehreren Hochzeiten tanzen.  Vor 21:30 bin ich selten zu Hause. Allerdings wohne ich nur 300 m vom Stall entfernt, so dass ich vor der Arbeit (um 9 Uhr) noch einiges erledigen kann.

Eine RB habe ich nicht, will ich auch nicht. Allerdings kann ich mich  mit meiner Stallpartnerin - bei uns stehen jeweils zwei Pferde zusammen in einem Offenstall - absprechen. Wenn ich gar nicht kann, wenn ich erst um 21 Uhr vom Dienst wegkomme, dann macht meine Stallpartnerin den Dienst für mich. Und ich übernehme dann einen Tag, wo sie nicht kann. Zweimal in der Woche leisten wir uns den Luxus, misten zu lassen. Gegen Geld natürlich.

Es geht alles, wenn man will. Aber wie gesagt, man kann nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen.

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Ich habe deshalb entschieden, die Pferde in Vollpension einzustellen, auch wenn mir deutlich weniger Geld für mich selbst bleibt als bei Selbstversorgung. Das heißt, wenn ich es genau betrachte ... meine Arbeit war gar nicht wirklich ausschlaggebend, sondern die Frage, was ist, wenn ich krank bin - muss ich dann jemand anderen überstrapazieren oder kann ich ohne schlechtes Gewissen im Bett liegen bleiben, weil für die Pferde ja sowieso komplett gesorgt wird? Aber natürlich ist das auch dann von Vorteil, wenn bei der beruflichen Arbeit mal keine Zeit mehr bleibt für den Stall.

An vielen Arbeitstagen schaffe ich es, um ca. 17.00 Feierabend zu machen. Da kann ich problemlos um 18.00 im Stall sein (wenn ich Stau am Heimweg habe, eben gegen 19.00). Wenn wir reiten, kommen wir dann irgendwann zwischen 20.00 und 22.00 nachhause, Abendessen kochen, essen - und dann sind wir normal nicht mehr lang wach, bevor wir uns hinlegen. Reiten wir nicht, sehen nur mal nach den Pferden, sind wir entsprechend 1 bis 1,5 Stunden früher zuhause.

Da ich eine Hälfte angestellt bin, eine selbständig, richte ich es mir an meinen Tagen, wo ich selbständig arbeite, auch gern mal ein, dass ich vormittags oder um Mittag rum zu den Pferden gehe, wenn ich beide reite, bin ich da schonmal um die 4 Stunden beschäftigt (man will ja auch nicht immer das absolute Kurzprogramm machen, sondern auch mal ein paar Meter weiter ausreiten). Diese Stunden Arbeitsausfall hänge ich dann abends nach dem Abendessen an und arbeite dann eben bis ich ins Bett gehe. Aber grade im Winter ist es mir sehr angenehm, auch mal bei Tageslicht zu den Pferden zu kommen.

Eine Reitbeteiligung würde ich nach all meiner Erfahrung nie mehr wieder am Pferd haben wollen.

Wie oft ich selbst je Woche reite, hängt von sehr vielen Faktoren ab und schwankt zwischen null und 7 mal: Gesundheitszustand der Pferde, eigene Belastung, Wetter (bei Schlechtwetter wollen manchmal alle gleichzeitig in die Halle, was ich nach dem Alltagsstress auch nicht brauche), aktuellen Vorhaben (wenn ich größere Ritte vor habe, muss ich die Pferde dafür trainieren, habe ich nichts vor, müssen sie auch nicht trainiert sein), weitere private oder berufliche Termine (es kommt vor, dass ich eine Woche lang jeden Abend woanders sein muss und daher nur kurz im Stall vorbei schauen kann), ... aber wichtig ist mir, die Fellnasen täglich wenigstens kurz gesehen zu haben, denn das ist Erholungszeit für mich. Besser als Sofa oder sonstiges. Das macht mich fit für die folgenden Aufgaben.

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Das ist ganz einfach. Arbeiten macht Spass, Reiten macht Spass. Arbeit in der Woche und Pferd am Wochenende und/oder geht ein Pferd mit mir auf Reisen wenn ich mal länger als 1 Monat weg bin.

Man muss Prioritäten setzen. Ich bin für mich selbst verantwortlich und lebe nicht vom Staat, mache nicht blau um reiten zu können und vernachlässige das "Echte Leben ohne Pferde" nicht.

Weil mir eben meine Arbeit Spass macht, brauche ich die ultimative Vollpension für meine Pferde und die erkaufe ich mir durch einen Einstellervertrag und weil Pferdeställe grundsätzlich emotional gesteuerte Wunschkonzerte sind, habe ich momentan zwei Mädels die sich sonst noch kümmern und die mir immer alles Schreiben was ich wissen muss.

Dazu noch eine Beziehung "Unter die Decke zu bringen", ist weitaus schwieriger, da prüfe sich wer sich ewig bindet..... Weil das kann eher schief gehen.

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Ich habe meine 2 Pferde und 1 Pony bei mir Zuhause stehen.
Wir sind selbständig und ich arbeite noch Teilzeit in einer Firma (10 Tage im Monat). Dazu habe ich noch 2 Kinder 5 u. 8 :-)
Geht alles so lange Du bei allem mit voller Leidenschaft dabei bist ;-)
Mein Tag fängt halt schon um halb 6 - 6 an, aber das macht mir nix.
Muss dazu sagen das mich mein Mann total unterstützt und wir super zusammen halten. Allein wäre das so Zuhause nicht möglich, sonst würde irgendwas drunter leiden. Familie, Kinder, Pferde oder Haushalt. Und da lege ich sehr viel Wert darauf das die Harmonie in der Familie bleibt :-) auch die Pferde gehören zur Familie ;-)
Es fragen mich viele wie wir das so gut meistern, kann ich jetzt so pauschal gar nicht sagen aber in der Ruhe liegt die Kraft :-)))

Gehst Du Arbeiten und tust Dein Pferd in einen guten Vollpension Stall denke ich hast da nicht wirklich Probleme.
Man muss halt auf so einiges verzichten aber nicht auf alles ;-)

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Also ich bekomme das problemlos hin. Meine eigenen beiden (Großesel+pony) sehe ich zwar nur an den Wochenenden,da die 120km weit weg bei meinen Eltern stehen,was aber kein problem ist,da die aufgrund (gesundheitlicher) probleme ihr Weideleben genießen dürfen, mit denen geh ich eigentlich nur spazieren,mache Bodenarbeit o.ä.

Unter der Woche bin ich eigentlich fast täglich im Stall und reite meine RB (30-90 Minuten), teilweise nehme ich noch ein Handpferd mit und reite noch 1-2 weitere Pferde. Helfe dort im Stall mit, wenn die dort stehen 4x die woche, sonst im sommer immer sobald die auf den weiden sind nur beim koppeln umstecken,umweiden, wassertanks füllen etc.  Daheim meine beiden versorge ich auch an den Wochenenden komplett (Selbstversorger) und werde mir wohl bald noch 1 Pferd kaufen.


Berufsmäßig Azubi Mediengestalter Bild & Ton,aber bald ausgelernt (3 Monate noch ca.)

Edit:
Es ist aber schon so,dass man gut planen und bei anderem zurückstecken muss,- bin dafür nicht viel mit Freunden weg, habe andere Hobbys reduziert usw. allerdings arbeite ich auch auf den Trainer C hin,sodass reiten grad mit wichtiger ist z.b. als Bogenschießen oder andere meiner Hobbys.

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Ich studiere noch für ein paar Jährchen - habe aber anders als andere Studenten allerdings nicht so viel frei, da ich durch mein naturwissenschaftliches Studium viele Praktika habe, die teils ganztägig in der vorlesungsfreien Zeit (neben all den Klausuren) oder während des Semesters bis teilweise 19 Uhr stattfinden. 

Ich brauche etwa 1h von der Uni nach Hause und fahre 25min zum Stall. Während der Praktika ist es ziemlich schwierig, mich noch ausgiebig um mein Pferd zu kümmern, da gibts dann Schnellprogramm unter der Woche, ansonsten ist es relativ gut möglich (bin dann nur bis 13 Uhr in der Uni).

Allerdings kann ich durch mein Pferd an keinen Tutorien teilnehmen, da diese meistens abends stattfinden, wenn ich bei meinem Pferd bin. Bisher brauche ich sie aber auch nicht ;)

Eine Reitbeteiligung habe ich bisher nicht. 

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Ich bin im Moment in der Ausbildung. Heißt also manchmal betrieb und arbeiten und eine andere Woche Schule. Wir stehen in einem Selbstversorgerstall und im Sommer ist das alles garkein Problem. Es ist nicht zu anstrengend nach der Arbeit oder es nervt mich nicht nachher noch zu meinem Pferd zu müssen. Nur im Winter ist es etwas blöd wenn es halt schon früh dunkel ist. Da bleibt dann auch in der Woche meistens keine Zeit zum reiten weil wir keine Halle haben. Wenn es aber aus irgendeinem Grund zu spät wird und ich es garnicht schaffe kann ich auf meine Tante zurückgreifen. Sie macht das dann für mich weil ihre 3 Pferde in dem selben Stall stehen. Dafür übernehme ich ein anderes mal ihren "Dienst" wenn sie mal verhindert ist.

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Ich gehe arbeiten 8h am Tag (MO-FR)bin dann meist um 16h zuhause ( wenn ich Überstunden habe manchmal früher ) ich habe 2 Pferde und bei mir geht sich daher alles eigentlich locker aus ich kümmere mich allein um beide & gehe auch auf Turniere daher habe ich 2-3 mal die Woche Training & sonst gehe ich halt ausreiten also 5-6 Tage die Woche  bei den Pferden zum Stall ich muss eigentlich nichts machen außer Pferd putzen & satteln und dann reiten , Pferde werden täglich auf die Koppel geführt und wieder rein! :)!

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ich arbeite auch 40 stunden die woche und das auch noch in schichtarbeit. alle 14 tage habe ich donnerstags frei, muss aber dafür den samstag ran. arbeitszeiten sind von 8.50uhr-17:20uhr oder von 11:45uhr-20:15uhr. mein pferd hat auf jedenfall 2-3 steh tage die woche, er steht allerdings auch in vollpesion. für ein jahr hatte ich nebenbei auch noch einen 450€ job und eine beziehung habe ich auch noch am laufen. der nebenjob war auf dauer zu viel, ein freier tag im monat ist einfach dauerhaft nicht tragbar. 

es lässt sich alles wunderbar unter einen hut bringen. mein freund hat großes verständnis für mein zeitaufweniges hobby und mein "anderes" privates leben, von dem hier auch geschrieben wurde, findet ebenfalls im stall statt. ich bin mit meinen freunden von kindheit an zusammen im stall aufgewachsen. während andere mit ihren bff´s essen oder ins kino gehen, gehen wir halt ausreiten, fahren zu lehrgängen oder oder oder

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Hab eine 40 Stunden Arbeitswoche und gehe immer danach zum Pferd. Das heisst bin immer ca. von 18-20Uhr im Stall. Und das dann 4 mal die Woche. Die anderen Tage reite ich nicht sondern Longiere o.ä.. Dann ist man natürlich früher wieder daheim.

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Meine Freundin arbeitet Vollzeit. Ihr Pferd steht unter Vollpension (bzw. es steht auf einem Bauernhof mit anderen Pferden unter, versorgt werden diese durch sie, andere Reitsportler und durch die Besitzer des Landes/Hofes). Im Grunde ist sie 3 mal die Woche nach der Arbeit da, plus am Wochenende wenn die Zeit reicht.. dann auch manchmal auf Turnieren.

Wobei der Weg von Haus bis Hof nur einige Minuten beträgt. Also scheint zeitlich alles ganz gut möglich, nur der Weg sollte dann nicht zu lang sein denke ich mal.

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