An die Leute mit psychischen Erkrankungen, was war am schwersten für euch?

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3 Antworten

Am schwersten war für mich der Gang zum Hausarzt, wirklich. Ich dachte immer die lachen mich aus oder schicken mich nach Hause, das ich gar nicht wirklich krank bin. Aber irgendwan zog mich eine gute Freundin zum Hausarzt erzählte ihm alles, das ich nur noch im Bett lag, meine arbeit verlor, meine Wohnung und sogar meine Familie. Ich war echt allein, mir ging es echt nicht gut und ich wollte wirklich von dieser Welt gehen, weil ich mir dachte was bringt das Leben wenn man eh allein ist. Nunja daraufhin schickte er mich gleich zu Psychiater, der auf mich ein redete und ein redete. Eigentlich ist es bis heute ein Hoffnungsloserfall mitlerweile bin ich beim Psychologen gelandet, Freunde haben sich von mir abgewendet mit dem worten ''Du hast nur depressives in dir das zieht ''mich'' nur runter du bist so anders geworden, Sorry ich kann diese Freundschaft nicht mehr'' waren eines der Sätze die ich zu hören bekamm. Ich nehme diese sch** Tabletten und hoffe jedesmal das der nächste Tag etwas besser wird. Ich bin der Meinung das man depressive nicht heilen kann, man kann sie nur lindern oder verdrängen lassen. Ich wünschte ich könnte wieder lachen, wieder glücklich sein, aber ich kann es nicht.. Am schwersten ist es für mich einfach zu leben. Ich mache alltägliche dinge wie duschen, essen oder raus gehen nicht. Ich bin 12h im Bett schlafe und schaue mal Fern oder esse etwas und bleibe in der Nacht wach, seit genau 4 Jahren ist mein Leben so..

Ich hoffe dir geht es besser und du schaffst es aus dieser Kriese, wünsche dir viel kraft!

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Kommentar von KillerFerkel
19.12.2015, 03:23

Ohja die Angst vor dem Spot und den Vorurteilen hatte ich fast schon vergessen, aber so ist es wenn man es nicht besser weiß weil man noch nie in der situation war. Darf ich hinterfragen welche Art von Therapie du machst? Ich verstehe was in dir vorging als die psychische erkrankung bei mir begonnen hat hatte ich sehr depressives verhalten an mir und hab tag für tag nur noch meine decke angestarrt. Letzten Endes war dies wirklich nur eine Phase und die wahre Diagnose kam zum vorschein. Mit der weile sind es bei mir 3 jahre und 1 monat ich hab einige fortschritte gemacht welche auch sehr wichtig für mich waren da ich allein erziehende mutter bin und meine tochter leider einiges mit abbekommen hat. Also ich meine jetzt dinge wie ich konnte nicht mehr mit ihr auf den spielplatz gehen ohne probleme zu bekommen. natürlich ist es schwer von menschen die man freunde nennt solche sätze um die ohren geschlagen zu bekommen ich hab auch einige menschen aus meinem leben gehen lassen müssen aber heute bereue ich keinen einzigen der gegangen ist. klar fällt es mir immer noch schwer den alltag auf die reihe zubekommen und dann kommen immer wieder rückschläge aber ich bin eine starke frau und ich muss es schaffen für meine tochter und in erster linie für mich selbst. manchmal ist es auch hilfreich einfach jemanden an der hand haben zu können. aber solche menschen sind leider sehr selten. ich muss aber noch dazu sagen das die psychische erkrankung mein leben nicht nur erschwert sondern auch bereichert hat, ich bin dadurch ein besserer mensch geworden und achte darauf was ich von mir gebe und vor allem wie ich es von mir gebe, ich erfreue mich über kleinigkeiten (zum eine blühende blume auf der wiese) die ich früher glatt ignoriert hätte 

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Kommentar von toneRing
19.12.2015, 08:28

wenn das bei dir schon so schlimm ist wieso gehst du dann nicht in eine Klinik? das scheinen ja schon mehr als schwere Depressionen zu sein. ich hab auch Depressionen aber bin der Auffassung das man sie heilen kann. ich nenne sie die schwarze Dame und wenn sie an die Tür klopft ist es unsere Entscheidung sie rein zu lassen und wie lange sie bleiben darf.

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Für mich war es nicht wirklich schwer da sich mein verhalten dann iwann auch ins äußere gewandelt hat und die dazu kamenden Depressionen ihren Rest taten so musste ich mich outen um dem Teufelskreis zu entkommen und das nun ganze zweimal(spielsucht = Depressionen) und wenn man sich das Leben nehmen will oder nicht mehr weiter weiß dann ist jeder bereit Hilfe sich zu holen und sich ein zu gestehen das man ein Problem hat

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Kommentar von KillerFerkel
23.12.2015, 03:23

Nicht jeder denkt wie der andere was für den einen verständlich und selbstverständlich ist, ist für den anderen der letzte Weg aus seinen Problemen heraus.

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Für mich sind am schlimmsten die flashbacks die jetzt dauernd hoch kommen durch das Trauma. Es ist sehr schlimm zu wissen das was mit einem gemacht wurde aber man sich einfach (noch) nicht erinnern kann.
Dazu diese Depressionen ich finde damit jeden morgen aufzustehen und weiterleben zu müssen ist schwer und macht auch so gar keinen spass. Mit Arzt und co hatte ich nie Probleme Mir War das auch nie peinlich ( wahrscheinlich weils mir schon egal War ^^)

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Kommentar von KillerFerkel
19.12.2015, 13:01

Ohje das klingt wirklich hart, ich wünsche dir für deinen weiteren Weg viel Kraft & Glück :) du schaffst das :D

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