(An die ex Raucher) Wie habt ihr es geschafft mit dem Rauchen aufzuhören?

19 Antworten

Bei mir hat es so geklappt:

Von ca 25 Zigaretten pro Tag auf null von heute auf morgen.

Ich habe ALLE, wohlgemerkt ALLE Rauchutensilien, Feuerzeuge, Aschenbecher etc. einfach weg geworfen. Im Auto den Ascher gereinigt, alles frisch "beduftet" Fenster geputzt, Wäsche gewaschen, alles gereinigt um ja den Nikotinmuff aus der Nase zu haben.

Wichtig: Auch keine "Notkippen" bunkern. Alles radikal weg und gut.

Zusätzlich habe ich mich extrem abgelenkt. Einem Freund (Nichtraucher) bei der Renovierung geholfen, Sport getrieben, Musik gehört, Ausflüge gemacht etc. Bewegung hilft und sie zeigt dir gleichzeitig, dass dein Körper durch den Giftkram echt schlecht dran war. Es wird jeden Tag ein wenig besser.

Meide eine Zeit lang rauchende Menschen, wenn du kannst. Manche möchten dich (aus Angst irgendwann der einzige Raucher zu sein) von deinem Ziel abbringen. Sage klipp und klar, dass du nicht rauchen willst und auch keine Kippe angeboten haben möchtest.

Situationen zu denen du sonst zur Zigarrette gegriffen hast unbedingt vermeiden! Wenn du früher mit Kaffee und Kippe auf den Balkon gegangen bist, trinkst du jetzt mal einen Tee z.B. in der Küche. Alles was anders ist als deine ehemaligen Rauchgewohnheiten ist gut und hilft dir.

Belohne dich für ruhig mal. Kauf dir was Schönes. Gönn dir etwas, wenn du z.B. 7 Tage durchgehalten hast. (Geld hast du ja nach 7 Tagen schon genug gespart)

Du brauchst diesen Mist nicht und bist auch keine Marionette der Tabakindustrie, die täglich ihr "Manna" kaufen und konsumieren muss um später den langsamen und schmerzhaften Krebstod zu sterben.

Du schaffst das! Sei stark!

Rauchen? Sowas macht doch nur noch die Unterschicht....

Ich wünsche dir viel Erfolg und ein langes Leben.

Bis auf den Satz mit der Unterschicht kann ich das vollkommen unterschreiben.

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Tatsächlich ohne Ersatz oder sonstiges ,
Ich hab es mir als Ziel gesetzt und mir bewusst gemacht was ich davon habe oder halt nicht habe , mit meinem Freund zusammen hab ich dann von heute auf morgen aufgehört . .
Ich denke wenn man es wirklich will und sich Gründe bewusst macht was dafür spricht aufzuhören geht es ganz einfach , mit einer zweiten Person vielleicht auch:)
Viel Erfolg !

Wenn der Wille stark und ehrlich genug ist, ist das nicht wirklich schwierig, allerdings geht es nicht ohne Zunehmen. Und Ersatzprodukte sollte man sich auch nicht suchen. So oder so wirst Du bis zu 8 kg zunehmen, auch wenn Du nicht mehr isst als vorher. Sorg für eine gute Ernährung mit Ballaststoffen, Leinsamen, wertvollen Ölen.....das hilft dem Stoffwechsel bzw. der Verdauung dann.

Ich habe von einem auf den anderen Tag aufgehört, weil ich es wirklich wollte. Ich habe den Tag nach Silvester dafür genutzt, weil mir schlecht war und ich Kopfschmerzen hatte, da war mir nicht nach Rauchen. So hab ich mir Tag für Tag gesagt: Nun, jetzt hast Du einen (zwei, drei, vier.....) Tag(e) schon nicht geraucht, jetzt kannst Du auch weiter machen. Die ersten Tage habe ich mich etwas verkrochen, habe mich also den typischen Situationen entzogen. Das "Nach dem Essen Rauchen" hab ich durch Pfefferminzbonbons ohne Zucker ersetzt, die Nervosität am Wochenende durch Spaziergänge entkrampft. Dann habe ich mich wieder ins normale Leben getraut und habe mich bewusst auch in die alten Situationen begeben. Ich habe mir dann das Verhalten der Raucher genau angesehen, wie Sie noch versuchen, den letzten Zug aus der Zigarette saugen wollen, bevor diese endlich in den Ascher darf. Ich habe mir dieses automatische Greifen nach der Zigarette angesehen, auch die Nervosität, wenn die Schachtel leer ging. Ich fühlte mich dadurch bestärkt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, denn ich wollte so nicht mehr aussehen. Auch habe ich verglichen, wie die Haut von Raucherinnen und Nichtraucherinnen aussieht. Für mich war es der entscheidende Gedanke, dass die Sucht nicht mehr mein Leben kontrollieren darf, sondern dass ich mein Leben selbst kontrolliere. Ich habe so meine Aversion gegen das Rauchen weiterentwickeln und beibehalten können. Und DAS hat mir wirklich geholfen.

Nach Jahren bin ich noch mal für ein paar Wochen schwach geworden und habe wieder aufgehört, ohne Ersatzmittel, ohne Medis.........einfach nur  mit der Beobachtung, wie schnell und sicher das Nervengift Nikotin uns fest im Griff hat.

Ich hatte alle Versuche, die es gibt, hinter mir. Hypnose, Akupunktur, Pflaster, Medikamente, Einteilen........nichts hat geklappt. 

Aber mit einem festen Willen, genauer Beobachtung und gedanklicher Auseinandersetzung ist es gelungen, und ich kann sagen. ES IST NICHT WIRKLICH SCHWER !

Nur eine kleine Ergänzung:

Den starken Willen hat nicht jede-r, und er kommt auch nicht unbedingt einfach so angeflogen.

Nach meiner Erfahrung kann man den eigenen Willen aber bewusst stärken - in der Regel durch Information, so dass man nach einiger Zeit einfach weiß und versteht, dass das Rauchen das Dümmste ist, was man sich antun kann. Danach fällt das Aufhören tatsächlich relativ leicht!

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