An die Ernährungsspezialisten: Wie (un-)wahrscheinlich sind in Deutschland Pestizidrückstände in Lebensmitteln? Wird überhaupt engmaschig darauf untersucht?

4 Antworten

Die Wahrscheinlichkeit auf Pflanzenschutzmittelrückstände zu treffen ist relativ hoch, je nach Lebensmittel sind bei 30 - 65 % der Proben Rückstände zu finden (stand 2017). Das ist aber erstmal nicht besorgniserregend, sofern die Rückstandshöchstgehalte nicht überschritten werden. Fälle mit mögliche Risiken durch eine zu hohe Belastung, die eine offizielle Warnung erforderten, gab es 2017 nur 11 in ganz Deutschland.

www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/01_Aufgaben/02_AmtlicheLebensmittelueberwachung/07_PSMRueckstaende/lm_nbpsm_node.html

Die Bestimmung der Höchstgehalte ist eine Kombination aus toxikologischen Analysen und der Praxistauglichkeit, wobei toxikologische Grenzwerte dabei nie überschritten werden dürfen.

www.bvl.bund.de/DE/04_Pflanzenschutzmittel/02_Verbraucher/02_PSM_Rueckstaende_LM/psm_PSMRueckstaendeLM_node.html

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Nun, nach meinem laienhaften Verständnis ist immerhin die Frage, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage die Einschätzung "nicht besorgniserregend" basiert? Schliesslich kann man keine Menschenversuche durchführen.

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@Frenchman68

Natürlich sind die Werte nicht zu 100% verlässlich. Je nach Stoff bzw. dessen Wirkung kommen üblicherweise Tier(fütterungs)versuche und/oder Tests an Zellkulturen zum Einsatz, Modellberechnungen sind auch prinzipiell mögich, da kenne ich aber den aktuellen Stand nicht, also wie valide und "einsatzbereit" diese sind. Für den Menschen werden dann die in Tierversuchen ermittelten Grenzwerte nochmal mit einem Sicherheitsfaktor Faktor verrechnet.

Hier noch näheres zu den Methoden

www.bfr.bund.de/de/toxikologische_studien_und_grenzwerte-53044.html

Pflanzenschutzmittelrückstände sind aber eines der weniger relevanten Themen bei Fragen bezüglich Gesundheit und Lebens-/Genussmittel.

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Tut mir leid, ich habe Plastik anstatt Pestizid gelesen und deshalb die Frage falsch verstanden.

Liebe Grüsse

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@Lukomat99

Von der Seite "Netzfrauen.org" würde ich dir für die Zukunft als Informationsquelle abraten, dort sind i.d.R. populistische, undifferenzierte Berichte die voll von Fehlern und Halbwahrheiten sind.

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@Lukomat99

Hahaha typischer Fall von GF-Blindheit, passiert mir auch immer

Aber auch interessant

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@Agronom

Deshalb habe ich drei und nicht nur eine Quelle vermerkt. Ich weiss, man sollte sich in solchen Themen nie auf nur eine Quelle verlassen, selbst, wenn es Wikipedia ist.

Aber danke trotzdem. :)

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Grundsätzlich glaube ich, dass ALLES möglich ist! Es weiß nur niemand...

Du musst dazu wissen, WER das kontrolliert... das ist so eine Sache.

Ich kann dir sagen, dass Weintrauben mal sehr belastet waren und es noch immer sind. Nicht mehr SO stark, aber dennoch.

Ich kann nicht verstehen, wer die Dinger ungewaschen isst.

Ebenso würde ich keine Reiswaffeln essen, die sind nämlich ordentlich mit Arsen belastet.

https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_arsengehalten_in_reis_und_reisprodukten-194346.html

Nachgucken kann man das beim Bundesinstitut für Risikobewertung.

Greenpeace guckt sowas immer mal an.

Kürzlich ging ein Bericht - ich glaub auf N3 rum. Ananas aus Costa Rica werden so sehr mit Pestiziden behandelt, dass man dort das Grundwasser nicht mehr trinken kann.

http://www.taz.de/!5071354/

Ich kaufe Kaffee nur noch bio und fair gehandelt. Es werden auch hier Pestizide eingesetzt, die die Leute krank machen, die die Kaffeebohnen ernten müssen.

Interssanterweise stellt die Firma, die das Pflanzenschutzmittel herstellt, auch das Medikament gegen die Sympotome her. Ich meine, es ist BASF.

http://agathamazur.de/2013/02/18/die-bittere-wahrheit-uber-kaffee/

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Ich danke Dir ganz herzlich für Deine Einschätzung liebe Gestiefelte. Eine winzig kleine Einschränkung mache ich: Wenn es in beiden Fällen die BASF ist, die Pflanzenschutzmittel und Medikament gegen die Syptome herstellt, würde ich das nicht überbewerten, weil es heute selbständig wirtschaftende Profit-Center unter BASF-Dach sind, die letztlich agieren wie unabhängige Firmen.

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Wie wichtig ist es euch, dass Produkte (Lebensmittel und Medikamente) ohne Gentechnik erzeugt wurden (Umfrage)?

Falls ihr gegen Gentechnik seid, woran liegt das:

  • Angst vor etwas unbekannten
  • Unwissenheit
  • Angst vor Allergenen
  • Angst vor dem unwahrscheinlichen Fall, dass sich pathogene Bakterien ein Antibiotika-Resistenzgen (Marker) aneignen
  • Angst vor viralen Komponenten
  • es ist unnatürlich
  • es ist gegen Gott
  • ökologische Aspekte

Falls ihr für Gentechnik seid, woran liegt das:

  • stark mit der Thematik auseinander gesetzt
  • keine Angst vor den oben aufgeführten Punkten
  • die Verfahren ähneln natürlichen Vorgängen, sind nur gezielter
  • Risiken sind minimal bzw. kaum vorhanden
  • die Produkte werden sehr gut kontrolliert
  • die Produkte sind nicht gefährlicher als natürlichere Produkte
  • es gibt schlimmeres
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