An die, die an Gott glauben: Ist es schlimm, wenn ich ohne Hoffnung bete? Kann Gott mir das verzeihen?

13 Antworten

Hallo jackjack1995,

es tut mir leid, dass Dein Vater unter so schlimmen Krankheiten zu leiden hat! Ich finde es aber gut, dass Du Dich um ihn so viele Gedanken machst und für ihn betest! Gott wird es Dir bestimmt nachsehen, dass Du keine so große Hoffnung auf Besserung hast, denn in der Tat ist es so, dass Gott in dieser Zeit keine Wunder tut, indem er beispielsweise Kranke heilt.

Dennoch kann er dem Betroffenen oder seinen Angehörigen insofern helfen, als er sie z.B. die beste medizinische Behandlung finden lässt und ihnen die nötige Kraft gibt, mit der Erkrankung und den Folgen fertig zu werden.

Wusstest Du eigentlich, dass es gemäß dem Vorhaben Gottes niemals irgendwelche Krankheiten oder Behinderungen geben sollte? Gott bezeichnete seine Schöpfung am Anfang als "sehr gut", also ohne Fehler und Makel.

Im Schöpfungsbericht heißt es nämlich: "Nach diesem sah Gott alles, was er gemacht hatte, und siehe, [es war] sehr gut" (1. Mose 1:31). Zu dieser Schöpfung gehörte natürlich auch der Mensch, der völlig ohne jeglichen Fehler erschaffen wurde und infolgedessen auch nie krank geworden wäre.

Das hätte auch für immer so bleiben können, wenn nicht die beiden ersten Menschen einen Weg der Rebellion und Unabhängigkeit von Gott eingeschlagen hätten. Rückblickend auf dieses Geschehen schrieb der Apostel Paulus:

"Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten " (Römer 5:12). Ja, mit der Sünde kam nicht nur der Tod in die Welt sondern auch Krankheiten und Behinderungen, da der Mensch seine ursprüngliche Vollkommenheit eingebüßt hatte.

Gott hat jedoch für einen Ausweg gesorgt, indem durch das Opfer seines Sohnes Jesus Christus die Grundlage für Sündenvergebung geschaffen wurde. Durch die Vergebung der Sünden, die eigentliche Ursache für Krankheiten und Tod, wird Gott eines Tages das wahr werden lassen, was er über das Ende von Krankheiten und Behinderungen jeglicher Art hat prophezeien lassen. Hier ist eine kleine Auswahl der entsprechenden biblischen Vorhersagen:

Jesaja 33:24: "Und kein Bewohner wird sagen: „Ich bin krank.“ Dem Volk, das in [dem Land] wohnt, wird sein Vergehen verziehen sein".
Jesaja 35:5,6: "Zu jener Zeit werden die Augen der Blinden geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan. Zu jener Zeit wird der Lahme klettern wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird jubeln".
Offenbarung 21:4: "Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."

Dass das Ende von Krankheiten und Behinderungen durch Gottes Macht möglich ist, bewies Jesus, als hier auf Erden war, hundertfach. Im Matthäusevangelium heißt es:"Dann ging er in ganz Galilạ̈a umher, lehrte in ihren Synagogen und predigte die gute Botschaft vom Königreich und heilte jede Art von Leiden und jede Art von Gebrechen unter dem Volk" (Matthäus 4:23).

Für jeden, der sich Gott zuwendet, steht also eine großartige Zukunft in Aussicht! Da sich Gottes Wort immer als zuverlässig und absolut wahr erwiesen hat, werden auch die genannten Vorhersagen ganz sicher in Erfüllung gehen! Diese Hoffnung könnte auch für Deinen Vater sehr tröstend sein! Alles Gute für Dich und Deinen Dad und viel Kraft!

LG Philipp

Jesaja 35:5,6: "Zu jener Zeit werden die Augen der Blinden geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan. Zu jener Zeit wird der Lahme klettern wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird jubeln".

Das ist ein sehr schöner Bibelvers. :)

1
Ist es schlimm, wenn ich ohne Hoffnung bete?

Hoffnungslosigkeit ist ein Misstrauen gegen Gott!

Warum ausgerechnet mein Vater?

Ich verstehe zwar diesen stummen Schrei, aber solcherart von Lebenssituation erfahren viele Väter und Mütter, und viele deren Kinder stoßen denselben stummen Schrei aus...

Ich denke dann immer, dass das ungerecht gegenüber anderen Menschen ist, die auch auf Heilung hoffen. Mich überkommt dann immer ein schlechtes Gewissen.

Dann bete doch gleich für alle...

Jeder Mensch hat bestimmte Aufgaben, Lernprozesse und karmische Verflechtungen in seinem Leben zu bewältigen und aufzulösen...die meisten Menschen (er)kennen diese nicht...

Man sollte diesen Menschen nicht mit Angst, Wut, Trauer, Hoffnungslosigkeit etc. pp. begegnen, sondern mit Zuversicht, Hilfe, Lebens-Freude, Mut...

Gruß Fantho

Ja, ich bin mir sicher, dass Gott dir dies verzeiht! Er kennt dein Herz und deine innersten Gedanken und weiß, dass du es gut meinst und Ihm folgen möchtest.

Setze dich nicht unter Druck und bleibe weiter fest im Glauben und im Gebet!

Der Apostel Paulus schrieb auch von seiner eigenen Schwachheit:

"Wenn ich mich rühmen soll, so will ich mich meiner Schwachheit rühmen" (2. Korinther 11,30).

 "Wegen meiner selbst wegen aber will ich mich nicht rühmen, als nur meiner Schwachheiten. Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne" (2. Korinther 12,5b.9).

Das Gedicht Spuren im Sand ist dazu sehr interessant: https://brunnen-verlag.de/autor/159/Margaret%20Fishback%20Powers.html

Ich hoffe sehr, dass dein Vater wieder gesund wird und werde für euch beten!

Palliative Pflege zuhause bzw. Kur?

Hallo,

ich stehe vor einer schweren Entscheidung bzw. brauche einen Rat: Mein Vater (74 Jahre) hat mehrere Metastasen (Lunge, Niere, Wirbel) von einer bereits überstandenen Krebserkrankung. Laut Ärztin kommt eine oder mehrere OP s nicht in Frage (eine große Metastase im Wirbel wurde vor 2 Wochen bereits entfernt), jetzt befürchte ich einen langen Leidensweg durch Chemo - und oder eine Strahlentherapie ...

Ich würde ihm ein, wenn auch kürzeres, möglichst erträgliches Leben wünschen, mit Schmerzlinderung und Eingriffen, die z.B. seine Lungenfunktion erhalten etc., aber palliativ und nicht kurativ ...ich habe schon so viele Leidensgeschichten gehört...

Mein Wunsch wäre, ihn bei sich zuhause in vertrauter Umgebung mit der nötigen Pflege seinen restlichen Lebensabend verbringen zu lassen.

Er kann sich mit dem Rollator einigermaßen bewegen, also auch alleine auf die Toilette ..aber nicht mehr alleine duschen oder Essen machen.

Wer hat Erfahrungen, kann man die nötige Hilfe ambulant abdecken ? Mein Bruder und ich können aus beruflichen Gründen nur etwa einmal täglich zu ihm kommen.

Da er noch im Krankenhaus ist, wäre eine Art Reha oder Kur zuvor sinnvoll, da er schwer an Muskeln und auch geistig abgebaut hat...meine Hoffnung ist, daß er durch ein entsprechendes Training wieder ein bisschen auf die Füsse käme ...

Aber eine Reha oder Kur wird ja nur bei Aussicht auf Heilung von den KK übernommen oder ? oder gibt es so etwas wie eine palliative Kur ?

Ich bin für jeden Hinweis oder Tipp sehr dankbar :-)

Gruß Elke

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?