An die Christen : wie kann man einen Moslem am besten vom christlichen Glauben überzeugen?,wir haben das gerade im Religionsunterricht?

22 Antworten

Wenn man sich von einem Moslem erhofft oder sogar erwartet, dass er den Glauben eines Christen respektiert oder zumindest akzeptiert, dass ein Christ an seinem Glauben festhält, dann hat der Christ die verdammte Pflicht dazu, dem Moslem ebenso zu begegnen, wie er es vom Moslem ihm gegenüber erhofft oder erwartet.

Anders ausgedrückt, hat man als Christ ebenso wenig ein Recht dazu, einen Moslem zum Christentum bekehren zu wollen, wie der Moslem das Recht hat, einen Christen zum Islam zu bekehren. Wenn Dein Religionslehrer das anders sieht, sollte er mal darüber nachdenken, welchen Stellenwert die Liebe im Christentum hat (Matthäus 22,37-40) und was wichtige Eigenschaften dieser Liebe sind (1. Korinther 13). Wenn er dann noch meint, dass ein Christ das Recht hätte, andere zum Christentum zu bekehren, dann hat er den Kern des Christentums augenscheinlich nicht verstanden.

Indem man seinen Glauben überzeugend lebt.

Glaube ist doch nichts, was man systematisch nach bestimmten Kriterien sucht.
Ist Glaube etwas, was man wechselt, wenn man einen Glauben findet, der diesen Kriterien besser genügt?

Das heißt nun nicht, dass ich nicht differenziert sagen könnte, was mir an meinem glauben besser gefällt als etwa am Islam. Oder was mir alles am Islam gut gefällt, weil dieser Glaube sehr sozial aufgestellt ist.

Paulus sagt: (1. Kor 13,13) Es bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei.

Und was ist davon am wichtigsten?

Paulus sagt: (1. Kor 13,13) Am wichtigsten davon ist die Liebe.

Lass diesen Moslem spüren, wie sehr Du ihn liebst und als Mensch akzeptierst - selbst wenn er Moslem bleibt. Jeder Mensch gilt im Judentum und im Christentum als Gottes Ebenbild. Egal, welche Religion er oder sie hat. Behandle Menschen wie Ebenbilder Gottes.

Alles andere wird nicht überzeugen.

Man sollte überhaupt niemandem vom eigenen Glauben überzeugen. Man kann sich untereinander austauschen und interessantes über den anderen Glauben lernen, aber überzeugen muss man niemanden. Das hat was von Missionieren, das mag niemand.

Merkwürdiger Ansatz in einem Religionsunterricht, aber vielleicht soll die Fragestellung genau darauf hinzielen, festzustellen, dass durchaus verschiedene Religionen nebeneinander existieren können.

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