An die Borderliner: Wie würdet ihr eure Krankheit mit einem Satz beschreiben?

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6 Antworten

"Ein unstetes Hin und Her auf schmalten Graten, zwischen allen Extremen und bittersüßer Leere."

Mit deiner Frage hast du wirklich eine wirklich schwere Aufgabe gestellt. Das erleben einer Persönlichkeitsstörung auf einen Satz zu kürzen, ist alles andere als einfach aber ich bin mit meinem Ergebnis, so zumindest auf den ersten Blick, recht zufrieden. 

Die BPS ist in ihrem erleben sehr wild und geprägt durch schnelle Veränderungen der Stimmung und auch der Gefühlswelt, während immer wieder, trotz der fast unsäglichen Fülle an Emotionen, die Leere, so schwer fassbar sie auch sein mag, einen übermannt. Man merkt vielleicht schon an dem Versuch der Beschreibung, dass es ein sehr abstraktes Erleben ist, welches sich nur schwerlich in treffende Worte fassen lässt. 

Aus diesem Grunde halte ich das metaphorische Bild der Gratwanderung für sehr treffend, zumindest auf mich persönlich bezogen. Es enthält die prägnantesten Aspekte des Erlebens, zumindest für mich: 

die Unbeständigkeit, die Schwierigkeit einen Mittelweg zu finden, die Extreme und die besagte Leere, welche sehr ambivalent ist in ihrem Erleben.

Wie schon gesagt, kann ich an der Stelle nur für mich sprechen aber hoffe dennoch, einen Ansatz für weitere Ideen gegeben zu haben.

Liebe Grüße.

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Kommentar von Jules394
04.02.2017, 00:45

Vielen Dank für deine (ausführliche) Antwort. Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen.

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Kommentar von jennyweik
27.05.2017, 01:36

Hinterlistig ;0

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Es fühlt sich an, als würde ein Monster in mir leben, das immer wieder plötzlich erwacht und meine Gedanken und Handlungen kontrolliert.

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Kommentar von BTSSV87
16.02.2017, 02:47

Oh ja!

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Ich tue mich etwas schwer, dieses in nur einem Satz beschreiben zu wollen, denn dazu ist es einfach zu facettenreich.
Ich versuche es trotzdem.

Die Ambivalenz in allen Lebenslagen ist ein stetiger Begleiter.

Wie gesagt, ich kann diese komplexe Persönlichkeitsstörung aus meiner Sicht nicht zufriedenstellend in nur einen Satz verpacken.
Es ist ja nicht nur das stetige Schwarz/Weiß-Denken, die Probleme in Beziehungen, die Stimmungsschwankungen, die Probleme mit der Impulskontrolle und was dieser Erkrankung noch alles nachgesagt wird.
Es spielt auch immer der individuelle Faktor des Empfindens eine große Rolle.

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Kontrollverlust in der eigenen Gefühlswelt und dauerhafte Unsicherheit um die eigene Identität. Meist auch Fluchtversuche, um den massiven Gefühlschaos zu entkommen

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Gegen den großen Wunsch nach Stabilität nur am hin und her schwanken, ohne zu wissen wer ich bin, was ich mag, was meine Ziele sind. Nur die große Frage, wann hört es einmal auf, wann kann ich leben und die Welt klar spüren, schmecken fühlen, riechen und sehen. 

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Man ist Opfer seiner Gefühlschwankungen und eigenen inneren Anspannungen.

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