An die Älteren im Forum - wie sind Eure Erfahrungen mit Hörgeräten?

2 Antworten

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Was weg ist ist weg. Doch da der Mensch auf verschiedenen Frequenzen hört, kann man die Reste davon nutzen um dem Ohr alles "verständlich" zu machen.

Zuerst verliert man die hohen Töne, das ist ein sehr langsam schleichender Prozess. Über Jahrzehnte und völlig normal. Das gefiepe des Lilienkäfers konnte ich früher gut hören, aber heute? Meine Nichte erschrak furchtbar und ich hörte es nicht mehr. Ist aber normal. Auch die Belastung der einzelnen Bereiche im Ohr spielen eine Rolle. Es gibt unterschiedliche Arten das Gehör oder Teile davon zu verlieren. Manches ist für immer verloren, manches kann man wieder holen, ersetzen - jedenfalls ist das Gehör sehr kompliziert. Daher besser öfters mal einen Test machen. Heute werden ja wieder gerne Töne direkt ins Ohr gespielt. Natürlich ist das eine Belastung. Die Dauer und Art entscheiden ob Teile des Gehörs geschädigt werden.

Aus den Erfahrungen mit einer Hörgeräte nutzenden alten Person ziehe ich folgende Schlüsse, korrigiert mich, wenn ich daneben liege:

Die heutigen Hörgeräte können insoweit sehr gut eingestellt werden, dass genau die Frequenzen, die der/die Betreffende nicht mehr gut oder fast gar nicht hört, wieder wahrgenommen werden können.

Wo es meiner Meinung nach immer noch hapert (hapern könnte), ist die Filterung des Gerätes auf das, was wichtig ist. Das übernimmt ja beim Hörgesunden das Ohr in Verbindung mit dem Gehirn. Da würde ich bei einer Neu-Anschaffung besonderes Augenmerk drauf legen.

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