An Atheisten: Was würdet ihr in dem Moment tun, wenn Jesus zurückkommt?

45 Antworten

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Naja, zunächst mal gäbe es dann ja generell keine Gläubigen mehr, sondern nur noch wissende.

Ich würde mich wohl fragen, ob das was über Gott / Jesus in der Bibel steht, der Wahrheit entspricht, und wenn ja, würde ich schnellstmöglich das weite suchen.

Wenn Jesus entgegen der Bibel ein netter Kerl wäre, hätte ich eine meeeeeeeeenge Fragen an ihn (z.B. warum er es beim Menschen, und zwar NUR beim Menschen eingerichtet hat, das manche bereits Ausgewachsene Exemplare das Verlangen nach Sexuellen Handlungen mit noch nicht fortpflanzungsfähigen Exemplaren haben. Warum die sauberste Energiequelle so verdammt gefährlich sein musste, warum er irgendwann die Sonne explodieren lässt usw...)

Danke für deine Sicht auf die Frage :)

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Stell ihm die Fragen jetzt.

Deine Zeit ist begrenzt, seine nicht

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@NachfolgerJesu

Noch ist es nicht so weit, das ich Selbstgespräche mit Sagengestalten führe...

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Ich würde mir denken:

"Hoppala"

und mich dann zusammen mit anderen Menschen --vermutlich im Freien- treffen und der Dinge harren, die da weiter passieren würden.

Wahrscheinlich ohne Döner und Bier..aber ne Ziggi wäre nicht schlecht.

Ob es nun Jesus ist, ein Komet oder sonstwas..ändern könnt ich dann ja eh nix mehr.

Sollte ich vor ein 'Gericht' kommen kann ich ja was äußern, und da sähe ich meine Chancen nicht mal sooo schlecht

Sollte ich 'abgeurteilt' werden, ohne angehört zu werden, könnt ich auch nix ändern

Zu bereuen habe ich nichts..

da ich alle Entscheidungen so treffe/traf, wie es mir aufgrund der vorliegenden Informationen und des Menschen der ich aufgrund aller seitherigen Erfahrungen bin ...

..wie sie mir unter Berücksichtigung zahlreicher ethischer, menschlicher, materieller, praktikabler und hilfreicher Aspekte ...am Besten erschienen sind

Ich gehe mangels Beweisen von der nichtexistenz von Göttern und anderen Fabelwesen aus. Die Menschen haben sich viele tausend davon ausgedacht über die finsteren jahrhunderte. Ich behaupte jedoch nicht, daß ich unfehlbar bin oder es unfehlbare Wesen gibt ;-P

Nach gründlicher Überprüfung, daß nicht einfach so die Toten aus den Gräbern wiederkommen weil in einem Bio-Labor was schief gelaufen ist würde ich fasziniert sein das wirklich eine der hunderten Religionen Recht hatte.

Große Gedanken müßte ich mir keine machen. Entweder findet der fiktive Jesus es gut, daß ich sogar ohne an ihn und das magische Bonuspunkteheft für den Himmel ein guter Mensch war und ich werde belohnt... oder er schickt mich zum bestrafen mit sehr, sehr vielen anderen guten Menschen die zufällig z.B. eine andere Religion hatten irgend wo hin, wo wir dann eine Party feiern und froh sind das die fanatischen Christen wo anders gelandet sind ;-)

Die Frage war an Atheisten gerichtet, ein selbstgerechter Missionar war der erste, der hier geantwortet hat. Ja, passt!

Aber Okay, stelle ich mir mal vor, ich wäre eine Figur in diesem Johannes-Roman.

Zunächst würde ich diesem Schauspiel wohl erst einmal kopfschüttelnd zusehen. Hätte ich die Gelegenheit, dann würde ich diesen Jesus fragen, welchen Sinn das ganze Spektakel überhaupt hat. Wenn es ihm nur darum geht, die Leute, die er nicht mag, auszusortieren, dann könnte er das auch ohne Lärm durchziehen.

Bevor jetzt wieder die selbsternannten Stellvertreter Jesu angerannt kommen: ja, ja, freier Wille und so weiter, ich weiß, ich weiß. Nur, dass ich das, was in der Bibel beschrieben ist, eher für einen Hinterhalt halte, der mit freiem Willen nicht allzuviel zu tun hat. Wenn es so eine Gottheit wie Jesus geben sollte, dann soll sie, sobald sie etwas an mir auszusetzen hat, persönlich bei mir vorbeikommen und das mit mir besprechen. Dann könnte ich mir überlegen, ob ich umdenke, oder weitermache, wie bisher. Dann hätte ich nicht nur einen echten freien Willen, sondern auch eine Chance. So aber nicht! Ein Buch voller merkwürdiger Verse, und jeder interpretiert etwas anderes hinein. Einig sind sich die Gläubigen nur darüber, dass die Bösen – also immer die anderen – gar furchtbar bestraft werden.

Unlängst hatte ich einen ziemlich absurden Dialog:

  • Frage: Warum sollte es den freien Willen einschränken, wenn sich Gott jederzeit zeigt? Es könnte doch trotzdem immer noch jeder tun, was er will.
  • Antwort (sinngemäß): Weil allein Sein Anblick derart beeindruckend ist, dass dein freier Wille darunter leidet. Du musst dir das ungefähr so vorstellen, als stünde ein Mann mit geladenem Maschinengewehr vor dir.

Ohne Worte! Der Gott, der ansonsten von den Missionaren ansonsten immer als die Liebe in Person angepriesen wird, wird hier, ohne mit der Wimper zu zucken, mit einem Mann verglichen, der ein Maschinengewehr im Anschlag hält!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich habe das Grauen gesehen ...

Solche durchaus absurden Dialoge kenne ich von meinem Vater her. Der hatte solche Diskussionen mit einem Zeugen Jehovas, den mein Vater aus Neugierde reingelassen hat.

Nun, was soll ich sagen. Der Typ haute mit Bibeltexten meinem Vater alles mögliche um die Ohren und mein Vater? Er widerlegte den ganzen Text mit anderen Bibeltexten solange, bis die voller Unmut sich verabschiedeten. Mein Vater hat die in Grund und Boden diskutiert anhand ihrer Bibel deren Argumentationsweise widerlegt. Unnötig zu sagen, dass mein Vater KEIN Pfarrer ist und niemals Theologie studiert hat.

ich vermute mal, ich könnte sowas nicht, dazu bin ich viel zu wenig Bibelfest - aber so eine Antwort wie hier, könnte mir mit etwas Glück zur richtigen Zeit auch einfallen.

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Danke für deine Sicht auf die Dinge! :)

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Was, wenn Gott deinen Wunsch nach Gottesferne am Ende Ernst nimmt. Dich und deine Entscheidung respektiert. Dann ist die Gottesferne das, was du immer schon gewollt hast.

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@AngelaHoppe

Dann ergibt das bei Johannes beschriebene Spektakel des Weltendes immer noch keinen Sinn.

Stichwort »Gottesferne«: so, wie ich den Begriff verstehe, ist die absolute Gottesferne die Nichtexistenz. Wenn sie eintritt, dann ist das für mich keine allzugroße Überraschung: das ist im Spektrum dessen, was ich für möglich halte, mit einbezogen. Ansonsten unterscheide ich mich von anderen Atheisten ein wenig, indem ich in Bezug auf das, was nach meinem Tode eintrifft, gar keine Prognosen stelle; was kommt, das kommt.

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@AngelaHoppe
Was, wenn Gott deinen Wunsch nach ... am Ende Ernst nimmt.

Noch eine Ergänzung: wenn es einen Gott gibt, der meinen innersten Wunsch, egal, nach was, beherzigt, dann ist alles gut. Wenn er mir allerdings damit nur eine listige Falle in dem Sinne, dass ich die Konsequenzen meines Wunsches nicht bedacht haben möge, stellt, dann ist es nur genau der Hinterhalt, den ich oben beschrieb.

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@AncheCameo

Es gab und gibt "Missionare", die es für ihre Aufgabe halten, Menschen zum Glauben an Christus zu bewegen und in die Kirche zu bringen, indem sie versuchen ihnen Angst einzujagen. Damit füttern sie das alte Klischee, das diese Szenarien einzig und allein eine Erfindung der Kirchen ist. Dass es solche Vorgehensweisen im Verlaufe der Kirchengeschichte tatsächlich gegeben hat und dass man sie auch heute noch in manchen freikirchlichen Gruppierungen und Sekten findet ist unbestreitbar. Aber nicht die Angst vor dem jüngsten Gericht, sondern die Liebe zu dem Gott, der aus Liebe zu uns seinen Sohn für uns in den Tod gegeben hat, soll für uns Christen Antrieb sein, an Gott zu glauben und seine Nähe zu suchen. Wer nur deshalb zur Kirche kommt, weil ihm die Hölle zu heiß ist, hat das Wichtigste am Glauben gewiss noch nicht kapiert.

Natürlich kann man gegen die Verkündigung eines letzten Gerichts mit doppeltem Ausgang einwenden: Wie können wir davon sprechen, dass Gott die Liebe ist, wenn er Menschen für immer aus dem Leben in seiner Gemeinschaft ausschließt? Schließen sich die Verkündigung des liebenden Gottes und die Verkündigung eines letzten Gerichts mit doppeltem Ausgang nicht gegenseitig aus?

Uns mag diese Argumentation logisch erscheinen; doch wir müssen ganz nüchtern feststellen, dass sich für Jesus selber beide Verkündigungen offenbar nicht ausschließen. Und wir müssen uns fragen, ob wir das Recht dazu haben, dem, was Jesus klar und eindeutig erklärt, zu verweigern und uns stattdessen eine eigene „frohe Botschaft“ ohne letztes Gericht zu schaffen. Ja, mehr noch: Wir müssen uns fragen, in was für einer Position wir uns eigentlich befinden: Dadurch, dass wir den Gedanken an ein letztes Gericht Gottes mit doppeltem Ausgang nicht gut finden, fällt dieses Gericht ja nicht aus. Und wenn wir Gott den Glauben aufkündigen, weil wir es nicht akzeptieren, dass er Menschen in die Hölle schicken könnte, schaden wir damit ja nicht ihm, sondern letztlich nur uns selber. Wenn die Kirche also auch von Gericht und Hölle spricht, dann ist das kein mieser „Psycho-Trick“ von ihr, sondern sie erzählt nur weiter, was ihr von Christus anvertraut worden ist und was zu ändern sie kein Recht hat.

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@AngelaHoppe

Zu den ersten beiden Absätzen brauche ich nicht viel zu sagen, das lässt sich recht gut nachvollziehen.

Uns mag diese Argumentation logisch erscheinen; doch wir müssen ganz nüchtern feststellen, dass sich für Jesus selber beide Verkündigungen offenbar nicht ausschließen. Und wir müssen uns fragen, ob wir das Recht dazu haben, dem, was Jesus klar und eindeutig erklärt, zu verweigern und uns stattdessen eine eigene „frohe Botschaft“ ohne letztes Gericht zu schaffen.

Stimmt wohl: jene Menschen, die für sich zu Recht in Anspruch nehmen wollen, dem christlichen Glauben anzugehören, müssen das wohl tun. Allerdings ist mein Standpunkt ein ganz anderer, was ich auch schon in meiner Antwort versucht habe, zu verdeutlichen:

Aber Okay, stelle ich mir mal vor, ich wäre eine Figur in diesem Johannes-Roman.

Mit allem, was ich hier schrieb und schreibe, versuche ich lediglich, die Unstimmigkeiten in den Bibelgeschichten darzustellen, sowie die Widersprüche aufzuzeigen, die sich für mich zwischen diesen Geschichten und meinem realen Erleben und Empfinden ergeben. Im Gegensatz zu euch Christen brauche ich keine Rücksicht darauf zu nehmen, dass es da im Hintergrund einen echten Jesus geben könnte, dessen bloßes Wort meine gesamten Erwägungen übertrumpft.

Zwar bin ich (noch) bereit, einige Gedankenspiele mitzumachen, mehr aber auch nicht.

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Hui, das wäre für mich ein ganz schöner Schock. Ich würde mir tausend Fragen stellen, angesichts der offenkundigen Widersprüche in der Bibel, dem paradoxen "Christengott" und der unsinnigen christlichen Theologie. Sollte das alles wirklich doch wahr gewesen sein? Mein Weltbild wäre völlig zerstört, das kann ich ohne Übertreibung sagen.

Glücklicherweise leben wir aber in der realen Welt, und in der kommen keine Menschen oder "Gottessöhne" auf irgendwelchen "Wolken" dahergeflogen, um "das Böse" kaputtzumachen.

Ich sehe daher absolut keine Veranlassung, an solche altertümlichen Horrorgeschichten zu glauben und führe mein Atheistenleben in Ruhe und Frieden weiter.

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