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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo MissLouise

Die Verbindung zwischen Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung gilt als harmonische Zielbeziehung. Mit einer Zunahme der Produktion wird sich auch die Beschäftigungslage verbessern – und umgekehrt. Allerdings muss das Wirtschaftswachstum einen Mindestwert überschreiten, damit die Beschäftigung ansteigt. Dieser Wert heißt Beschäftigungsschwelle. Die Beschäftigungsschwelle ist das Wirtschaftswachstum, das mindestens erreicht werden muss, damit die Beschäftigung zunimmt.

Zwischen diesen beiden Zielen stehen generell keine Konflikte weil sie voneinander abhängen und sich somit nicht selbst entgegenlaufen können. Mir ist zumindest noch kein Konflikt unter die Augen gekommen.

Zielkonflikte:

Zum Beispiel wirkt sich ein hohes Wirtschaftswachstum zwar positiv auf die Beschäftigungslage aus, ist indes häufig von Preissteigerungen begleitet. Daraufhin nehmen die Importe zu und die Exporte ab, wodurch das außenwirtschaftliche Gleichgewicht gefährdet wird.

Der wohl berühmteste Zielkonflikt wird anhand der so genannten Phillipskurve diskutiert, nach der eine höhere Beschäftigung durch eine staatliche Konjunkturankurbelung unter Inkaufnahme von Inflation erreicht werden kann. Siehe Theorie der Nachfragepolitik.

Nach der Theorie der Angebotspolitik soll eine solchermaßen expansive Wirtschaftspolitik längerfristig sowohl zu Inflation als auch zu mehr Arbeitslosigkeit führen. Man nennt das „Stagflation“.

(Siehe auch http://arno-engel.de/Angebots-%20und%20Nachfragepolitik.pdf)

LG

RealDax

Danke! das hat mir echt viel geholfen;)

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Wirtschaftswachstum ist heutzutage ein umstrittenes Ziel und sicher kein eigenständiges mehr. Das angemessene Wirtschaftswachstum wird angestrebt, um andere Ziele dann besser schaffen zu können. Dazu gehört sicher die Vollbeschäftigung oder, bescheidener gesagt, eine verbesserte Beschäftigungslage. Bis dahin kann ich Harmonie erkennen. Immer muss das nicht sein, weil mit steigender Beschäftigung und mit steigender Knappheit des Faktors Arbeit diese Arbeit Mehrkosten verursacht, so dass Unternehmen stärker bemüht sind, entweder auf Wachstum zu verzichten oder den Faktor Arbeit durch den Faktor Kapital zu ersetzen. Man setzt dann auf Produktivitätssteigerung. In diesem Zusammnenhang scheint mir das qualitative Wachstum wichtig. Statt Quantität eher Qualität, das setzt bessere Ausbildung, Schulungen usw. voraus. Und bei einer solchen Entwicklung haben weniger gut ausgebildete Arbeitskräfte weniger Chancen, beruflich unterzukommen. Hier würden Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung sicher kollidieren. Und von da aus wäre man sehr schnell bei der Bildungspolitik.

Soweit ich weiß ist, das Vollbeschäftigung, Preisstabilität, Wirtschaftswachstum und Außenhandelsgleichgewicht. Angaben ohne Gewähr.

ja, aber es geht mir um einen konkreten zielkonflikt... Alle 4 können keine Zialharmonie bilden...

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Das Problem ist , dass bei Vollbeschäftigung die Löhne und die Preise steigen und meist ein Wirtschaftswachstum nur durch hohe Exporte ohne entsprechend hohe Importe erreicht werden kann, das ist das Problem an der Sache.

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