An alle NichtRaucher die mit einem Raucher zusammen sind: wie funktioniert das?

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7 Antworten

Ich bin zwar der Raucher und meine Frau ist die Ex-Raucherin, aber ich bin auch einmal so frei, zu antworten.

Janiela hat das schon wunderbar ausgedrückt: Es geht nur und ausschliesslich miteinander und nicht gegeneinander. Ein Entgegenkommen beider Seiten ist notwendig, sonst geht es auf Dauer nicht gut. Ich kenne jede Menge Nichtraucher, die (wie auch hier im Forum immer wieder sehr schön zu lesen ist) sofort und jederzeit anfangen sämtliche Raucher über einen Kamm zu scheren und als Menschen niederer Art zu verdammen. Nicht zu vergessen das ostentative künstliche Husten, wenn man mal unter freiem Himmel an einem Raucher vorbei geht. Mit so jemandem ist - meiner Meinung nach - kein vernünftiges Zusammenleben möglich. Persönlich vermeide ich jeglichen Kontakt (auch Gespräche) mit solchen Fanatikern. Genauso ist es müssig, mir aufzählen zu wollen, was alles die Nachteile am Rauchen sind.

Hallo, liebe Nichtraucher! Ich bin nicht erst gestern, mit der Kippe im Maul, unter einem Stein hervorgekrochen gekommen und muss mir die Welt erklären lassen. Die ganzen Nachteile des Rauchens kenne ich schon selbst, vielen Dank. Es ist exakt so, wie Janiela es beschrieben hat: Eine verdammte Sucht und die legt man nicht einfach ab wie eine billige Marotte (sonst könnte auch jeder Alkoholiker von heute auf morgen mal ganz locker trocken werden). Da gehört schon sehr viel mehr Willenskraft dazu. Wenn mich aber die Nichtraucher permanent mit ihrem Genöle nerven, dann brauche ich schon genug Willenskraft, um denen nicht ordentlich die Meinung zu geigen, da bleibt dann nicht genug übrig, um mit dem Rauchen aufzuhören (und für die Merkbefreiten: Das war ein Witz!)

Ok, back to topic: Wie funktioniert das dann mit dem Zusammenleben?

Von Seiten meiner Frau aus:

  • Sie geht mir nicht permanent mit irgendwelchem militanten Nichtrauchergeschwätz auf den Sack. Und ja, das meine ich wirklich so hart, wie ich es schreibe. Es NERVT einfach nur, wenn man als Raucher ständig von Nichtrauchern dumm angelabert wird und auf Dauer würde das - zumindest in meinem Fall - wirklich eine Beziehung zerstören.

  • Hände waschen und Mundspülung ist bei uns noch kein Thema, u.a. weil ich sie ja auch mit ihren Macken akzeptiere. :)

Von meiner Seite aus:

  • Auto ist rauchfreie Zone. Wenn ich uuunbedingt eine Lungensemmel "brauche", dann fahre ich entweder am nächsten Rastplatz raus oder ich verkneif's mir einfach. Das Auto nutzen wir beide und da wäre es imho unverschämt, wenn ich es ihr zuqualmen würde.

  • Gleiches gilt für die gemeinsame Wohnung. Mehr noch: Mich (als Raucher) würde der Qualm in der Wohnung selbst stören. Von den Rauchablagerungen an den Wänden mal völlig abgesehen. Daher rauche ich nur im Freien. Macht mir persönlich auch mehr Spass. Ok, im Winter heisst das dann auch mal dicke Jacke anziehen, aber wenn mir das zu viel wird, dann kann ich ja (theoretisch) immer noch mit dem Rauchen aufhören. Bislang hat aber noch die Sucht über die Bequemlichkeit gesiegt.

  • Um meinen Müll kümmere ich mich selbst, logischerweise. Und zwar so, dass ich den geruchsbelästigungsfrei entsorge (nicht einfach nur Aschenbecher in die Mülltonne leeren).

Damit funktioniert das Zusammenleben bei uns seit einigen Jahren ganz problemlos.

Aber ich sag's hier nochmal und in aller Deutlichkeit: Militanten und dauernölenden Nichtrauchern gegenüber zeige ich das gleiche Maß an Toleranz und Rücksicht, das diese meiner Sucht gegenüber aufbringen.

"Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus."

Zunächst mal ist es natürlich eine ganz schön harte Nummer, gleich einen schlechteren Menschen draus zu machen, weil jemand Raucher ist. Raucher sind nicht asozial, sondern suchtkrank. Selbst jeder Raucher sieht ein, dass es total sinnlos ist, zu rauchen, weil das Kosten-Nutzen-Verhältnis überhaupt nicht gegeben ist. Eine schwarze Lunge für ein bisschen weniger Nervosität? Bis zu 150 oder bei richtig starken Rauchern 300€ im Monat für gelbe Fingernägel und Zähne? Der Grund, warum Raucher mit dem Rauchen nicht aufhören ist also immer, weil rauchen das kleinere Übel ist, denn es kompensiert ein größeres Übel. Dein militantes Nichtrauchertum wirkt aber ehrlich gesagt auch nicht gerade untraumatisiert. Prüfe gründlich: Willst du mit einem Raucher nur deshalb nicht zusammen sein, weil dich der Geruch und der Geschmack stören oder lehnst du das ab, weil du darin eine Unvereinbarkeit mit deinem Weltbild siehst? Wenn du Gemeinsamkeiten brauchst, die so weit greifen, dass dein Freund das mit dem Rauchen auch so sieht wie du und es für ihn gar nicht in Frage kommt, zu rauchen, dann fang mit deinem Flirt am besten überhaupt erst gar nichts Festes an, sondern halte Ausschau nach einem, der wirklich zu dir passt und diese elementare Gemeinsamkeit hat. Wenn es dir nur darum geht, dass du Geruch und Geschmack nicht leiden kannst, dann hängt das, was machbar ist, wesentlich davon ab, wie weit wer von euch dazu bereit ist, auf den anderen zuzugehen. Er könnte z.B. entweder überhaupt nicht rauchen, wenn ihr euch trefft. Oder er könnte jedes Mal, wenn er rauchen will, nach draußen gehen und wenn er raufkommt sich einmal die Hände mit Seife waschen, sich das Gesicht waschen und den Mund mit Mundwasser ausspülen. Er könnte auch eine maximale Anzahl an Kippen bei dir rauchen dürfen. Oder du würdest ihn mit dem Rauch auf einen Raum begrenzen. Oder du könntest dich weniger daran stören und dich jedes Mal wenn du ihn küsst, nachdem er geraucht hat, fragen, ob es dir das wert ist, ihn zu küssen. Du könntest auch abwarten, was ihn so an dir stört und einen Deal mit ihm aushandeln, dass du mit einer Sache, die ihn stört aufhörst, wenn er mit dem Rauchen aufhört. Oder dass du etwas Schönes für ihn machst, wenn er aufhört. Beziehung ist immer im Wesentlichen Kommunikation und gerade wenn es um solche Kleinigkeiten geht muss man einfach mit einander aushandeln, was machbar ist und was nicht.

Wenn du mich fragst ist das aber alles kein gutes Omen. Ihr seid noch nicht einmal zusammen, kennt euch kaum und du machst dir schon Gedanken darüber, was dich an ihm stört? Du hast ihn auf einer Party kennen gelernt, er hat dich geküsst und jetzt denkst du über Beziehung nach? Wenn du mich fragst haben deine Hormone einfach Purzelbäume geschlagen und du bist sexuell neugierig auf ihn, aber wenn du ihn kaum kennst sehe ich keine Grundlage, auf der eine Beziehung potenziell funktionieren könnte, erstrecht nicht, wenn dich schon bevor die überhaupt eine Chance hat, anzufangen, das erste stört. Lass dich doch mal von einem anderen sympathischen und anziehendenTypen küssen und beobachte, ob es dir mit dem auch so geht, dass du dir direkt eine Beziehung vorstellen könntest, wenn er sich nur angemessen für dich interessiert.

Lern ihn erst kennen, bevor du dich direkt halsüberkopf in eine Beziehung stürzt, nur um die Legitimation zu haben, mit ihm zu knutschen und intim zu werden.

Ich kann und werde mich sowieso nicht hals über Kopf in eine Beziehung stürzen. Und es ist sicher nicht so , dass ich ein "sexuelles Interesse" an ihm habe weil er mich geküsst hat, so eine Person bin ich nicht. Ich interessiere mich für ihn und will ihn näher kennenlernen. Ich weiß ja nichtmal wie viel er raucht. Mit einen Kettenraucher würde ich definitiv nicht klarkommen. Aber ich bin mir relativ sicher dass er das nicht ist. Meinst du ich sollte ihn einfach mal fragen wieviel er raucht? Darüber habe ich schonmal nachgedacht, aber mich nicht direkt so getraut.

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@JordanGirl

"So eine Person bin ich nicht" - hm ja, wie du meinst. Ich denke, dass genau das ein typischer menschlicher Irrtum ist. Wir sind Tiere und reagieren auf Pheromone und werden von Hormonen gesteuert. Wir bilden uns ein, dass es dumpf ist, seinen Trieben erlegen zu sein, aber wir können überhaupt nichts dagegen unternehmen. Kein Mann kann was dafür, wenn er einen harten kriegt und keine Frau kann was dafür, dass sie ausläuft. Da kann die Ratio noch so sehr gegensteuern, es bleiben primitve instinktive Reize. Unser kultiviertes Gehirn mit moralischen Werten angehäuft entschärft das lediglich und verdreht es zu "ich will jemanden kennen lernen" - würdest du ihn denn immer noch so dringend kennen lernen wollen, wenn er eine Freundin hätte und sich für dich beziehungsmäßig überhaupt nicht interessieren würde? Wie auch immer. Ob ich damit richtig liege oder voll daneben kannst nur du rausfinden und du wirst ohnehin deine eigenen Entscheidungen fällen. Ja, du solltest ihn auf jeden Fall fragen. Im Idealfall bist du einfach für keine Frage der Welt zu schüchtern. Immerhin fragst du ja nur. Wenn er wissen will, warum du fragst, dann sag ihm ehrlich, dass Kippenrauch dich stört und dass du deshalb einschätzen können willst, auf was für eine Konsummenge du dich einstellen musst, wenn du mit ihm Zeit verbringen möchtest.

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Danke das werde ich auf jeden Fall nachfragen!

Ich habe mir meinen letzten Kommentar gut überlegt. Im Dezember habe ich beim Christmas Dance meiner High School hier jemanden kennengelernt, der einfach auf mich zugekommen ist , meine Hand gegriffen hat und mich gefragt hat ob ich mit ihm tanzen möchte. Er hat sich gewundert wer ich bin. Ich habe mich in seine Art verliebt wie er mit mir einfach so geredet hat. Ich kam mit ihm zusammen. Wir haben uns erst beim dritten Date geküsst. Was ich damit sagen will ist dass ich mich nicht wegen einem Kuss verliebe. Im Nachhinein sind wir allerdings nicht direkt zusammengewesen, weil es keinen Sinn macht und schwierig ist, denn ich bin ja bald wieder in Deutschland und er ist Amerikaner. Und wir halten nichts von fernbeziehungen. Wir sind trotzdem freunde. So Sachen kommen halt wie sie kommen. Man muss es annehmen wie es ist.

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Ich glaub ich hatte nur Partner die rauchen .. bin selbst Nichtraucher. Bei mir in der Wohnung wird nicht geraucht .. ein Ascher steht auf dem Balkon. Find da nichts schlimmes bei .. die ruiieren bestenfalls ihre Gesundheit .. sagen lassen sich die meisten Raucher eh nichts.

Nun, wenn er unbedingt rauchen will, dann lass ihn doch. du kannst versuchen es ihm auszureden aber richtig etwas ändern kann eben nur er allein. Wenn dich das stört bitte ihn immer Kaugummi dabei zu haben und sich öfter die Zähne zu waschen, dann riecht es nicht so nach Rauch. Mehr kannst du da nicht tun, vielleicht noch ein Mundspray wäre auch eine Möglichkeit. MFG

Ich glaube nicht, dass das funktionieren kann. Raucher riechen einfach zu widerlich.

immer wieder findet man zigarettenstümmel auf dem gehweg liegen, vor haustüren, leere weggeworfene zigarettenschachteln und stinkender qualm vor kneipen ganz eklig ist es wenn man im cafe draussen sitzt und dann raucher dasind, die nehmen keine rücksicht auf niemanden

also ich finde die raucher machen sich selber schlecht, soviel dreck den die verursachen und alles stinkt nach einer party und es ist ungesund und es ist körperverletzung wenn ein raucher im auto raucht und jemand anderes noch mit drin sitzt

möbel, tapeten, stoffe, gardinen, alles was im raum ist nimmt den gestank auf und gibt ihn fein dosiert auch wieder ab, einfach nur eklig

möchte keine frau küssen die raucht

Viel Spass wenn du jedes mal nen Aschenbecher küsst und seine Klamotten nach Rauch stinken.

Das ist der Grund warum ich warscheinlich nie eine Raucherin als Partnerin haben werde weils einfach ein nogo ist.

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