an alle hundeauskenner unter euch ;D

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9 Antworten

das kann man so leicht nicht beantworten, es kann sein , dass sie dich mehr beschützen möchte, es kann aber auch sein, dass sie aus angst heraus bellt, dann wäre schimpfen schlicht weg falsch. besser wäre es, wenn ihr in eine gute hundeschule geht

Schneeflocke88 24.06.2012, 13:42

vielen dank für den stern :-)

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Liebe TrineXD!

Stellt dir mal bitte vor ihr möchtet eurem Partner das Tangotanzen beizubringen und ihr habt selbst keine Ahnung davon wie das geht. Haltet ihr es für möglich dass das ein harmonisches Bild abgeben würde-wahrscheinlich nicht. An diesem Beispiel wird vielleicht etwas klarer, worauf ich hinauswill. Solange du dich darauf konzentrierst was dein Hund alles falsch macht, wirst du es nicht schaffen ihn das „Richtige „ zu lehren. Ein klassisches Beispiel für das „Aufschaukeln“ eines negativen Verhaltensmusters ist die Unart mancher Hunde, an der Leine den großen Macker zu spielen wenn sie einem Artgenossen begegnen. Ohne Leine dagegen haben sie oft keine Probleme in derselben Situation. Wie kommt das? Der Hauptgrund dafür ist sicherlich die Halsung und die zu kurze Leine, die den Hund daran hindert, einen für ihn richtigen Abstand zu halten um sich seinem Gegenüber „hundehöflich“ benehmen zu können. Das allein macht die ganze Situation für ihn schon unangenehm. Er ist beunruhigt und verunsichert, ganz besonders wenn der Mensch an der Leine seine „Not“ nicht erkennt und die ganze Situation fasch einschätzt und falsch reagiert. Der Beginn einer negativen „Eskalationsspirale“ ist gemacht. Hier wäre es sehr hilfreich die „calming signals“ der Hunde zu kennen. Guter Link dazu „spassmithund.de“ Je mehr die Situation eskaliert, desto geringer werden seine Möglichkeiten, gelassen zu reagieren. Wenn sich jetzt noch die Leine strafft oder sogar strafend an ihr geruckt wird, bedeutet das für den Hund eine zusätzliche Bedrohung. Es aktiviert seinen Selbsterhaltungstrieb und steigert damit sein aggressives Verhalten enorm. Der Hund reagiert immer heftiger, bis schließlich wieder genügend Abstand zwischen ihm und dem anderen ist. Zu guter Letzt glaubt der Hund wahrscheinlich auch noch, dass er die ganze Aufregung nur „überlebt“ hat, weil er ein derartiges Theater gemacht hat. Noch ein paar solcher Erfahrungen mehr und dein Vierbeiner lernt weil er mit diesem Verhalten erfolg hatte dass es absolute Energieverschwendung ist ruhig zu bleiben und er steigt bei der nächsten Begegnung mit Aggression um ein paar Ebenen höher ein. Das ganze Verhalten verfestigt sich durch wiederholtes „Lernen am Erfolg“! Die gute Nachricht ist jedoch, dass der Hund im Prinzip alles, was er jemals gelernt hat, auch wieder Verlernen kann. Wie geht das? Distanztraining Wir arbeiten nur mit Brustgeschirr

Ziel des Trainings ist es, dass der Hund eine neue positive Erfahrung mit anderen Hunden an der Leine macht. Er soll eine positive Assoziation bei dem Anblick eines Artgenossen herstellen. Wenn er Hunde anbellt, ist das eine Sache von einer wahrscheinlich falsch verknüpften Wahrnehmung wie ich sie oben beschrieben haben. In diesem Fall hat er wahrscheinlich seinen obligaten Leinenruck und wahrscheinlich ein paar nicht sehr freundliche Worte von dir bekommen. Die falsche Verknüpfung wird sein - er sieht Menschen und Hunde- aha - jetzt kommt ein Auto und es tut mir gleich weh. Schmerzen um den Halsbereich weil wahrscheinlich sein Halsband auf den Kehlkopf drückt. Frauli wird ungehalten weil ich belle-das müssen böse Leute, Kinder, Hunde was auch immer sein-beelllleeenn und durchdreehen!!!Er bezieht das nicht auf sich und sein Verhalten sondern auf die Menschen oder Hunde oder was auch immer er in diesem Moment sieht. Darum ist hier auch die Halsung so wichtig. Wir arbeiten wie gesagt nur mit Brustgeschirr. Er verknüpft die Schmerzen den er bei einem Leinenruck empfindet nicht mit seinem Verhalten.Er verbindet den Schmerz mit den anderen Hunden und glaubt, dass der andere Hund jetzt schuld ist dass es ihm so weh tut. Du kriegst das in den Griff wenn du darauf achtest, dass wenn er Menschen und Hunde sieht (hier ist die richtige Distanz ganz wichtig)und er noch ruhig ist - ein supergutes Leckerli bekommt! Kategorie Käse und Wurst kein" Alltagskrümeltrockenzeug". Er bekommt auch keine anderen Kommandos wie Sitz oder Platz. Wenn er bellt passiert gar nichts er wird auch nicht bedauert oder geschimpft. Bringe genügend Distanz zwischen den "imaginären Feinden" bis er wieder ruhig sein kann. Besser ist es die Distanz zu dem andern so zu wählen dass dein Hund den andern zwar wahrnimmt aber noch nicht negativ reagiert. Du musst sozusagen noch im grünen Bereich trainieren. Mit der Zeit dann die Distanz verringern. Zusätzlich noch mit einem befreundeten Hund im Freilauf spazieren gehen. Dann wieder gemeinsam an der Leine gehen und dann wieder Freilauf. So dass der Hund lernt es ist nicht so schlimm an der Leine und der andere Hund tut mir nichts wenn ich an der Leine bin. Alles Gute Ilsemarie

TrineXD 19.06.2012, 21:46

Danke für deine lange und ausführliche Antwort !! Ich hätte allerdings erwähnen sollen, dass meine Hündin immer ohne Leine ausgeführt wird, da wir immer nur im Wald spazieren gehen !! Bei meiner Mama macht sie es nicht, Leute anbellen. Bitte antworte !!!!!!

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Ich denke eher, dass eure Hündin mit Dir nicht so viel "trainiert" hat. Oft wird das mit Beschützerinstinkt verwechselt, ist aber selten der Fall. Ich denke eher, dass sie weiß, dass sie das mit Dir machen kann, weil Du sie daran nicht hinderst.

TrineXD 19.06.2012, 19:40

ui ist schwer sowas zu hören aber stimmt meine mama ist ja auch schließlich das oberhaupt und bei ihr macht sie das nicht !! dankeschön für deine antwort !!

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EvaWindisch 20.06.2012, 08:53

Ein Hund hat keinen Spaß daran rumzukläffen. Er ist in einer Spreßsituation! Schade, dass diese mittelalterlichen Dominanztheorien immer noch in den Köpfen einiger Ewiggestrigen herumschwirren.

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Weißt du was du ausprobieren musst? Geh zum Fremden hin und unterhalt dich mit ihm und wenn möglich gib ihm die Hand und streichle seinen Hund! Wenn du nämlich die "Fremden" mit ins Rudel einbeziehst (also auch den Hund des Fremden) dann geht dein Hund anders auf diese zu! also bei mir klappts, ich hab ein ähnliches problem ;)

TrineXD 14.07.2012, 20:04

hi !! vielen, vielen dank für deine antwort !!!!! war echt hilfreich !!!!!

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Ein Hund will nicht seinen Menschen beschützen, sondern es ist Aufgabe des Menschen, einem Hund ein guter Rudelführer zu sein. Die Aufgabe eines Rudelführers ist, sein Rudel zu führen und zu schützen. Bellen tun die Rangniedrigen, Unsicheren, das heißt so viel wie:"Chef! Hilfe! Da ist was!". Die Aufgabe des Menschen ist es, dem Hund zu zeigen, daß man selber für die Sicherheit zuständig ist. Einem erwachsenen Menschen glaubt ein Hund das eher als einem Kind. Abhilfe kannst Du schaffen, in dem Du Deinem Hund zeigst, dass Du zwar noch klein bist, aber immerhin ihm zeigen kannst, wo es lang geht. Die schaffst Du, in dem Du mit Deinem Hund spazieren gehst und nicht der Hund mit Dir. Sprich: Der Rudelführer geht vorne, also er weiß den Weg, er checkt die Gefahren als erster ab. So braucht ein Rangniedriges Rudelmitglied ihn gar nicht erst warnen, wenn Gefahr droht. Schau mal in YouTube meins Clips über das richtige Führen an. Eva Windisch - Hundetrainerin - "Mit Hunden sein"

TrineXD 20.06.2012, 14:40

vielen dank für deine antwort !!

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ich denke deine hündin ist sehr dominant! das solltest du echt unterbinden! wenn du das allein nicht schaffst dann geh zur hundeschule! das der hund dich beschützen will ist ja ok ABER du musst ihr zeigen wann sie das darf und wann du das nicht möchtest!

EvaWindisch 20.06.2012, 08:51

Ein dominanter Hund kläfft nicht in der Gegend rum. Ganz im Gegenteil: Ein dominanter Hund strahlt Sicherheit, Würde und Gelassenheit aus. Eva Windisch - Hundetrainerin - mithundensein.de

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chynah 20.06.2012, 17:28
@EvaWindisch

Als Hundetrainerin solltest du wissen, dass es 1. Keine dominanten Hunde gibt, da es keine Eigenschaft ist. Und 2. Dass Dominanzverhalten ausschließlich zwischen in einer Gruppe lebenden Hunden vorkommt. Und da ist es durchaus erwünscht, dass einer oben und einer unten steht.

Dazu auch: "Zumal Dominanz keine Charaktereigenschaft ist, sondern vielmehr das Verhältnis zwischen zwei oder mehr Individuen charakterisiert. Und Dominanz ist situationsbezogen. Zwei oder mehr Individuen haben Interesse an einer Sache, wer sich durchsetzt hat diese Situation dominiert. Deshalb ist der „Sieger“ noch lange nicht dominant. Dem anderen war die Sache vielleicht gar nicht wichtig.

Ranghoch zu sein heißt nicht ständig und immer alles zu kontrollieren."

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Hallo TrineXD,

Hunde welche draußen beim Spazieren fremde Menschen die passieren anbellen sind unsicher

Also lass Dir nix von Dominanz und feste Durchgreifen erzählen. Dass deine Hündin das verstärkt dann macht wenn Du den Hund führst liegt daran, dass Du deiner Hündin keine Sicherheit vermittelst...

...denn eigentlich möchte deine Hündin von euch beschützt werden.... Nachdem solche Hunde auch dazu tendieren können einen fremden Menschen der nicht genug Abstand hält zu kneifen = empfehle ich Dir dringend mit deiner Hündin einen sehr guten Hundetrainer auszuwählen.

Das ist bei guten Trainern ganz einfach = Du lernst deinem Hund Sicherheit zu vermitteln und schon wird der niemanden mehr anbellen...

TrineXD 19.06.2012, 19:53

danke, ok ich denke das du recht hast !!

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abeena 19.06.2012, 23:51
@TrineXD

Yarlung hat recht. So haben wir das in der Hundeschule auch gelernt Also es lohnt sich in die Hundeschule zu gehen.Denn die meisten Dinge die gelernt werden müssen sind , die Fehler des Menschen zu korrigieren. Ein Hund kennt nicht mal so mal so. Er benimmt sich immer aus seiner Situation angemessen. Also musst du entscheiden, was angemessen ist und nicht er. Ein unsicherer Hund kann auch beissen. Das wäre nicht gut. Viel Glück mit dem Training LG Abeena

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Reiterfee 20.06.2012, 09:46

Deinem Kommentar habe ich nichts hinzu zu fügen, weil er 100%ig stimmt.

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Du musst den Hund, wenn er die Leute anbellt mal schimpfen und ruhig auch mak am Kragen packen, damit er merkt, dass du eine höhere Stellung hast als er (also sie). Immer mal zeigen, wer der Boss ist ;D

TrineXD 19.06.2012, 19:39

ja, da hast du wohl recht ist nur schwer das dann auch zu machen weil ie mir dann so leid tut !!! danke für deine antwort :)

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Schneeflocke88 19.06.2012, 19:52
@TrineXD

wenn dein hund aus unsicherheit oder angst herraus bellt und du ihn dann noch schimpfst, machst du alles nur noch schlimmer. achte mal auf die ohren deines hundes wenn er bellt, sind die ohren vorne ist es wirklich dominantes verhalten ( eher selten der fall) gehn die ohren immer wieder mal nach hinten oder sind sogar während des bellens immer hinten, hat der hund schlicht weg angst und angst kannst du nicht verbieten, du kannst sie lediglich mit positivem abbauen

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EvaWindisch 20.06.2012, 08:55
@TrineXD

Wer so etwas macht ist ein Tierquäler. Einen Hund am Nacken schütteln, heißt für den Hund, dass man ihn töten will. Wie soll so ein Hund jemals wieder seinem Besitzer vertrauen oder ihn gar lieben können. Eva Windisch - Hundetrainerin - mithundensein.de

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ja es kann sein das sie dich beschützen will

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